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Ardhacandra - der Halbmond
Ardhacandra ist der Halbmond. Candra ist der Mond, und sein Name bedeutet leuchtend, glänzend.
Wenig gegenwärtig im vedischen Bereich, in der späteren Hindu-Mythologie ist Candra als männliche Gottheit personifiziert. Zuerst wurde er mit amrit dem Unsterblichkeits-Elixir der Götter in Verbindung gebracht, um danach mit dem König Soma identifiziert zu werden, welcher als Gründer der Monddynastie betrachtet wird.
Im Symbolismus des Hatha-Yoga, kraft der Ideenassoziation mit einem Hauch Weiblichkeit, rutscht candra in Richtung der typisch weiblichen Eigenschaften. Ida (weiblicher Name, der auch erfrischender Schluck bedeutet) ist in der Tat der Energie-Kanal welcher, in der mystischen Phisiologie des Yoga, den Mond simbolisiert und links von sushumna fliesst, der zentrale nadi Kanal, der die Längsachse der Wirbelsäule langläuft.
Ida trifft sich mehrmals mit pingala (generell männlicher Name), der rechte Kanal, der die Sonne representiert. Das Treffen zwischen ida und pingala ähnelt zwei Schlangen die sich um einen Merkurstab winden: Sie münden jeweils im linken und im rechten Nasenloch.
Ida kontrolliert den Fluß der Körperflüßigkeiten (oder besser des Soma), so wie der Mond die Gezeiten der Wasser der Erde regiert. Vielfältige Aspekte von candra werden des öfteren in weiblichen Gottheiten personifiziert.
Das Mantra das die Mondenergie anruft ist: Om Shri Candraya namaha.
Seine Elemente sind Luft, und Wasser, wobei Wasser prodominiert,
Seine Natur ist weiblich
Die stimulierten Chakren sind: muladhara, surya-candra, anahata und vishuddha
Das aktivierte Chakra ist svadhisthana
Der Lebenshauch ist vjana
Das bija-mantra ist vam, Vehikel des Elements Wasser
Die Atmung ist Bauchatmung,
Die korrispondierenden Organe sind: Geschlechtsorgane, Leber, Milz, Herz und Lungen,
Kompensierende Asanas sind: vajra, parna, kurma, makara
Die beste Jahreszeit ist der Frühling, die beste Tageszeit ist der Abend.
Eignung: Für alle Personen die ihre Weiblichkeit nicht zu leben wissen, oder sie nicht akzeptieren können.
Nutzen: Stärkt die Nieren und Nebennieren, die Geschlechtsorgane und Harnwege. Kräftigt die Muskeln des Oberkörpers und hält die Wirbelsäule elastisch.
Kontraindikationen: Keine.
Ausführung: Im Knien, strecken wir seitlich das linke Bein aus ohne das Becken mitzudrehen. Im Einatmen heben wir seitlich die Arme an und beschreiben in der Luft einen Halbkreis, bis wir die Fingerspitzen einander annähern.
Im Ausatmen beugen wir den Oberkoerper nach links, der linke Arm sinkt bis er auf dem Bein aufliegt und der rechte Arm umrahmt den Kopf.
Wir wiederholen die Form auf der anderen Seite für die gleiche Zeitdauer. Von dieser Position existieren mehrere Varianten, die jedoch immer eine seitliche Beugung innehaben um einen Halbmond zu mimen.
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