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Velvet Underground

The Velvet Underground waren eine experimentelle Rockband aus den 1960er-Jahren.
In ihrer Anfangsformation bestand sie aus Lou Reed (Gitarre, Gesang), John Cale (Bass, Viola, Keyboard und Gesang), Angus McLise / Maureen Tucker (Schlagzeug), Sterling Morrison (Gitarre) und interim Nico (Gesang) auf dem Debütalbum.

• 1 Bandgeschichte
• 1.1 The Velvet Underground & Nico
• 1.2 White Light/ White Heat
• 1.3 The Velvet Underground
• 1.4 VU & Another View
• 1.5 Loaded
• 1.6 Squeeze
• 1.7 Live MCMXCIII
• 2 Bedeutung
• 3 Diskografie
• 3.1 Reguläre Veröffentlichungen
• 3.2 Spätere Veröffentlichungen von Archivmaterial
• 4 Literatur und Medien
• 5 Weblinks


Bandgeschichte
Ihr erstes Konzert gaben The Velvet Underground im November 1965 anfangs noch mit Angus MacLise am Schlagzeug, der später von Maureen „Moe” Tucker abgelöst wurde. Die Band gehörte zeitweise der „Factory“ des Künstlers Andy Warhol in New York an, der als Manager die Karriere der Gruppe entscheidend förderte und sie als Zugpferd in die provokativen Performanceshows seiner „Exploding Plastic Inevitable“ integrierte.

Er entwarf auch das berühmte Cover für das Debütalbum mit der (in der ersten Auflage abziehbaren) Banane „The Velvet Underground & Nico” (1967). Als Gegenleistung verlangte Warhol, das Kölner Fotomodell Nico (bürgerlich Christa Päffgen) in die Band aufzunehmen. Nico wurde nach dem ersten Album wieder gefeuert, da sie nach Ansicht von Reed und Cale zwar eine starke erotische Ausstrahlung besaß, jedoch beim Singen große Intonationsprobleme hatte.

Nebenbei hatte sie eine Liaison mit Reed und überdies war es zu Konflikten mit Maureen Tucker gekommen. So sagte Tucker in der ZDF-Dokumentation Nico Icon über Christa Päffgen: „To me she was just a great pain in the ass.“ (deutsch: „Sie hat mich einfach nur genervt (angekotzt)“). John Cale hingegen produzierte nach seinem Ausstieg aus der Band noch einige Songs und Schallplattenaufnahmen von Nico („The Marble Index“ u.a.).

The Velvet Underground & Nico
Das sogenannte „Bananenalbum” wurde komplett produziert, gestaltet und vermarktet von Andy Warhol. Dieses erste Album der Velvets ist wohl ihre bekannteste und bedeutendste Schallplatte und mittlerweile ein Klassiker der Rockgeschichte wie auch des Coverdesigns.

Charakteristisch für die Musik sind unter anderem die sogenannten Drones (monotone Verstärker-Rückkopplungen), wie sie etwa bei Heroin oder Venus in Furs verwendet werden. Für die damalige Pop- und Rockmusik war dies eine radikale Neuerung, in der John Cale mit seiner enervierenden elektronisch verstärkten Viola beigetragen hatte, während Reed an der Leadgitarre mit einer Art Sprechgesang kontrapunktierte.

Cale schöpfte hierbei aus seiner klassischen Ausbildung und seinen Erfahrungen mit John Cage, La Monte Young und der Minimal Music. Charakteristisch ist weiterhin das unkonventionelle, fast uhrwerkartige und monotone Schlagzeugspiel von Maureen Tucker, bei dem auf den Einsatz von Becken weitgehend verzichtet wird und dass durch bewusste agogische Schwankungen auffällt, wie man sie sonst nur aus der klassischen Musik kennt (besonders augenfällig in „Heroin“).

Die häufige Wiederholung minimalistischer Improvisationsmotive und ein elektronisch mit Verzerrern stark verfremdeter Sound. In den Texten beleuchtet Reed wertfrei und realitätsnah die sogenannten „Schattenseiten“ der modernen Kosumgesellschaft: Sadomasochismus in „Venus In Furs“, Drogensucht in „Waiting For The Man“ oder „Heroin“. Diese eindringlichen Texte bilden mit der düsteren, experimentellen Musik eine perfekte Symbiose, die wohl dazu beigetragen hat, dass Velvet Underground zu den im Nachhinein meist kopierten Rockgruppen der Musikgeschichte gezählt werden kann. Überdies trug die deutschstämmige Sängerin Nico, die auf Wunsch von Warhol in der Gruppe mitwirkte, mit ihrem düsteren Timbre zur Einmaligkeit des Albums bei.

White Light/ White Heat
Das zweite Album White Light/ White Heat, das nicht mehr unter dem Einfluss von Andy Warhol stand (neuer Produzent war Tom Wilson), ist in mancherlei Hinsicht noch radikaler als sein Vorgänger. Es fällt besonders durch den exzessiven Gebrauch von Verzerrern und Feedbacks auf - so z.B. in „I Heard Her Call My Name“ oder dem 17-minütigen „Sister Ray“ (in den 70ern gecovert von der englischen Gruppe Joy Division auf dem Album Closer).

Velvet Underground begannen nun als eine der ersten Rockgruppen bewusst den „Krach“ - also den nach tradierten ästhetischen Vorstellungen „unschönen“ Klang, bzw. die Kakophonie - zu einem besonderen Merkmal ihrer Ästhetik zu erheben. Ein Zitat des 80er Jahre Lifestyle-Magazins Tempo hierzu: „White Light / White Heat: Ein Album, das sogar Plutonium zum Schmelzen bringen kann..." Sie gingen damit weit über vergleichbare Experimente von Jimi Hendrix (z.B. „Star Bangled Banner“), den Beatles (etwa mit „Tomorrow Never Knows“ auf dem Album Revolver), den Rolling Stones (auf dem Album „Their Satanic Majesties Request”) und der Psychedelic-Gruppe The United States Of America hinaus. Diese Entwicklung führte allerdings dazu, dass „White Light/ White Heat“ jene lyrischen Momente, über die das erste Album mit Liedern und Balladen wie „Sunday Morning“ oder „I'll Be Your Mirror“ verfügte, vollkommen vermissen lässt.

The Velvet Underground
In völligem Gegensatz dazu zeigt sich das dritte Album der Gruppe, das schlicht mit „The Velvet Underground“ betitelt war. Nachdem Lou Reed seinen Rivalen John Cale aus der Band gedrängt hatte, war Reed nun der einzige kreative Kopf der Band. Damit ging der experimentelle Charakter der Band weitgehend zugunsten des Songwritings verloren und hatte nun ein besonderes Augenmerk auf den Texten. Allerdings bekam Lou Reed mit dem Nachwuchstalent Doug Yule erneut Konkurrenz in der Band: Als „Mann für alle Fälle“ bediente Yule den Bass, war zweiter Lead-Gitarrist und sang die Background-Vocals. Dennoch gilt „The Velvet Underground“ noch als ein echtes V.U.-Album. Die Songs bestechen durch eine besondere melancholische Schönheit.

VU & Another View
Bereits nach der Veröffentlichung von „White Light, White Heat“, vor allem aber nach Veröffentlichung des dritten Albums „Velvet Underground“ nahm die Band weiteres Material auf, das aber von der Plattenfirma MGM nicht veröffentlicht wurde, da ein kommerzieller Erfolg für Velvet Underground zunächst ausgeblieben war. Das Material wurde erst 1984 und 1985 auf den beiden Alben „VU“ und „Another View“ veröffentlicht. Inzwischen waren „Velvet Underground“ im Zuge des New Wave zu einer Kultband avanciert, die von Künstlern wie David Bowie, den Sex Pistols, Siouxsie and The Banshees oder Bauhaus als wichtiges Vorbild benannt wurde.

Loaded
Nachdem es zur Veröffentlichung eines vierten Albums bei MGM nicht gekommen war, wechselten die Velvets zu Atlantic Records. Resultat war das Album „Loaded“ aus dem Jahre 1970, das zwar der größte kommerzielle Erfolg der Gruppe wurde, aber trotz vieler starker doch eher gefälligen Songs („Rock And Roll“, „Sweet Jane“, „Who Loves The Sun“) schon nicht mehr den charakteristischen Velvet-Underground-Sound besitzt. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Maureen Tucker schwanger geworden war und bei den Aufnahmen durch Billy Yule, den Bruder Doug Yules, ersetzt wurde. Nachdem dann 1971 mit Lou Reed das letzte ursprüngliche kreative Mitglied die Band verlassen hatte, verlor die Band ihre Identität und Qualität.
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Squeeze
Ungeachtet der Auflösung versuchte Manager Steve Sesnick, den kommerziellen Erfolg des Namens "Velvet Underground" bis zum Ende auszunutzen. 1973 löste sich die Band endgültig auf, da die nachrückenden Musiker die Ausstrahlung der Originalbesetzung nicht mehr auf die Bühne bringen konnten. Das letzte Album Squeeze, auf dem Yule komplett selbst die Instrumente spielte, gilt heute als besonders schwaches Album, dessen Bezeichnung mit „Velvet Underground“ ein Etikettenschwindel ist.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von „Squeeze“ verfolgten Nico, John Cale und Lou Reed längst erfolgreiche Solo-Karrieren, die im Falle Cales und Reeds bis heute andauern.


Live MCMXCIII
1993 gab es eine kurze Wiedervereinigung der Band mit Tour in der ursprünglichen Besetzung - ohne Nico, die 1988 gestorben war. Zu neuen Studioaufnahmen kam es aber nicht. Sterling Morrison starb 1995 an Krebs.


Bedeutung
Heute gilt die Band „Velvet Underground“ als ein bedeutender Wegbereiter von Punk, New Wave und Alternative. Aber auch der Sound zahlreicher moderner Gruppen, von den Strokes bis zu Coldplay, wäre ohne den Einfluss der Gruppe nicht denkbar.


Diskografie

Reguläre Veröffentlichungen
• The Velvet Underground and Nico (1967) - auch bekannt als Bananen-Album
• White Light/White Heat (1967)
• The Velvet Underground (1969)
• Loaded (1970)
• Squeeze (1973) - ohne die ursprünglichen Mitglieder
• Live MCMXCIII (1993)


Spätere Veröffentlichungen von Archivmaterial
• Live at Max's Kansas City (1972)
• Live 1969 (1974)
• VU (1984)
• Another View (1985)
• Peel slowly & see (1995)
• Loaded (Fully Loaded Edition) (1997)
• Live at Max's Kansas City Deluxe Edition (2005)


Literatur und Medien
• «Up-tight. The Story of The Velvet Underground» von Victor Bockris und Gerard Malanga, (1983); Reprint 2003 bei Cooper Square Press ISBN 0815412851 (englisch)
• Bockris, Victor/ Cale, John - What´s Welsh For Zen. London, 1999.
• Nico Icon (Dokumentation des ZDF zum Leben und Werk von Christa Päffgen alias Nico)


Weblinks
• Diskografie bei MusicBrainz
• velvetunderground.com - inoffizielle Website
• laut.de -The Velvet Underground
• john-cale.com
• loureed.org
• Maureen Moe Tucker
• a tribute to Sterling Morrisson


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel VelveltUnderground aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.




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