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Soul
Soul (von engl. Seele) ist ein ursprünglich afroamerikanisches Musik-Genre, das Elemente des Jazz, des Rhythm and Blues, von Gospel und des Beat vereinigt.
Die Bezeichnung Soul entstand zunächst für eine Entwicklungsstufe der afroamerikanischen Populärmusik der 1960er und 1970er-Jahre mit starkem Rhythm & Blues-Einschlag. Der Begriff Soul bezeichnet heute allgemeiner eine eigenständig neben Rock und Easy Listening stehende Gattung der modernen Populärmusik, die durch eine Kombination von rhythmisch akzentuierten, oft hypnotisch introvertierten Beatschleifen (Grooves) mit voluminös bis expressiv vorgetragenem Gesang oder Instrumentalsoli geprägt wird.
Stilistisch definierend ist das Spannungsfeld, das durch die Gegenpole von Spontaneität, Freiheit und Kreativität des Jazz gegenüber kommerziellem Anpassungsdruck und Trendhaftigkeit des Pop einerseits sowie der Härte, Geradlinigkeit und Kompromisslosigkeit des Rock gegenüber der Sentimentalität, Melodramatik und Zartheit des Chanson/Easy Listening andererseits eröffnet ist.
Der Soul bildete sich Mitte der 1940er Jahre im Rampenlicht populärer Big Bands (Duke Ellington, Count Basie) und Harmonie-Gesangsgruppen (The Clovers, The Dominoes) durch die Verarbeitung von Elementen des Swing, Bebop, Blues und Gospel in der Populär- und Tanzmusik für ein Publikum aus den afroamerikanischen Bevölkerungsschichten in den Großstädten der USA, insbesondere New York, Chicago und New Orleans, heraus.
Inspirierend wirkten dabei immer wieder Versuche rennommierter Bluesinterpreten (John Lee Hooker, T-Bone Walker, Muddy Waters) und Jazzmusiker (Ella Fitzgerald, Lionel Hampton, Dinah Washington), den kommerziellen Erfolg ihrer Veröffentlichungen zu erhöhen, zugleich aber das Typische und Ursprüngliche ihrer Musik zu erhalten. Diese Entwicklung mündete in die Entstehung des Rhythm & Blues als Vorstufe des Rock'n'Roll in den frühen 1950er Jahren. Während bei der Entwicklung zum Rock'n'Roll (Chuck Berry, Fats Domino, Little Richard) verstärkt auch Elemente der Country-Musik Berücksichtigung fanden und rhythmisch tendenziell der Up-Beat vorherrschte, kondensierte sich durch Hinwendung zum Down-Beat der als eigenständiges Genre wahrnehmbare Soul heraus.
Bedingt durch die noch weitgehend strikte Rassentrennung in den USA wurden durch die weiß dominierte Unterhaltungsindustrie diese neuen Ansätze nicht akkumuliert und vermarktet. Es waren vielmehr schwarze Musiker und Komponisten, die die Entwicklung des Soul durch Gründung eigener Schallplattengesellschaften und -labels trugen und mit ihrem zunehmenden kommerziellen Einfluss auch inhaltlich gestaltend auf die Musik einwirkten. Die bekanntesten Protagonisten waren Berry Gordy mit seinem Motown-Imperium neben Kenny Gamble und Leon Huff mit Philadelphia International Records. Ähnlich prägend waren die unabhängigen schwarzen Label Stax Records in Memphis, King Records in Cincinnati sowie Atlantic Records in New York.
Die Blütezeit des Soul waren die 1960er und 1970er-Jahre, als die Hitparaden von einer Soulwelle überschwemmt wurden. Eine reife, perfektionistische und nicht kommerziell ambitionierte Form des Soul entwickelte sich von den frühen 1970er-Jahren bis Mitte der 1980er-Jahre. Der Soul prägt bis heute auch die Pop-Musik. Das Genre der Disco-Musik entwickelte sich fast vollständig aus der Soul-Musik. Es gibt Übergänge zum Funk, zum Blues und heutzutage auch zum Rap und Hip Hop.
Siehe auch
Liste bekannter Soulbands
Northern Soul
(Solo-) Künstler
Duos werden als Musiker hier gelistet. Bei Solosängern mit bekannter Begleitung ist diese in Klammern genannt.
Arthur Alexander
Rance Allen
Anastacia
BB&Q Band
William Bell
Brook Benton
Bobby Bland
Bloodstone
Booker T. & the M.G.'s
Freddy J. Brown
James Brown
Maxine Brown
Ruth Brown
Shirley Brown
Veda Brown
Keni Burke
Solomon Burke
Change
Ray Charles
Chic
Judy Clay
Cody ChesnuTT
Natalie Cole
Arthur Conley
King Curtis
Sam Cooke
Dayton
William De Vaughn
The Delfonics
Lamont Dozier
Drifters
Eddie Floyd
King Floyd
Aretha Franklin
Lowell Fulson
Marvin Gaye
Al Green
Joss Stone
Isaac Hayes
High Fashion
Brenda Holloway
Phyllis Hyman
Gloria Jones
Ben E. King
Jean Knight
Frederick Knight
Barbara Lewis
Curtis Mayfield & the Impressions
Harold Melvin & the Blue Notes
Mel & Tim
Little Milton
Jackie Moore (& Soul Company)
Gladys Knight & The Pips
Me'shell Ndegeocello
Wilson Pickett
Lloyd Price
Martha Reeves (& the Vandellas)
Otis Redding
Lionel Ritchie
Smokey Robinson (& the Miracles)
Diana Ross (& Supremes)
Jimmy Ruffin
Sam & Dave
Valerie Simpson
Percy Sledge
Mavis Staples
Edwin Starr
Syreeta
Johnnie Taylor
The Temptations
Joe Tex
Carla Thomas
Rufus Thomas
Ike & Tina Turner
Jr. Walker
Mary Wells
Jackie Wilson
Bill Withers
Womack & Womack
Stevie Wonder
Brenton Wood
Norma Jean Wright
Michael Wycoff
Zinga
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