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Simon and Garfunkel

Simon and Garfunkel ist ein US-amerikanisches Folk-Rock-Duo, welches im Jahr 1957 von den beiden Studenten Paul Simon und Art Garfunkel gegründet wurde.

• 1 Geschichte des Duos
• 1.1 Die frühen Jahre
• 1.2 Erste Erfolge
• 1.3 Der Durchbruch
• 1.4 Der Höhepunkt der Karriere
• 1.5 Das Ende des Duos
• 1.6 Spätere gemeinsame Projekte
• 2 Preise
• 3 Diskografie (nur Alben)
• 4 Weblinks


Geschichte des Duos

Die frühen Jahre
Ihre erste Single Hey, Schoolgirl erschien noch unter dem Namen Tom & Jerry (nach den gleichnamigen Comic-Figuren). Im folgenden Jahr erschien ein nach der Band benanntes Album, das 1967 noch einmal neu aufgelegt wurde. Diese frühen Werke waren noch eher dem Rock 'n' Roll zuzuordnen, während sich das Duo erst in den 60er Jahren auf den Folk-Rock konzentrierte.

In der Folgezeit veröffentlichte Paul Simon verschiedene Singles unter dem Pseudonym Jerry Landis und arbeitete kurze Zeit mit Carole King zusammen. Als Komponist war er in dieser Zeit unter dem Namen Paul Kane aktiv.

Erste Erfolge
1964 fanden sich Paul Simon und Art Garfunkel wieder im Studio ein, um das Album Wednesday Morning, 3 A.M. aufzunehmen. Im Gegensatz zu den folgenden Alben waren hier die Komponisten noch weiter gestreut, so fanden sich beispielsweise eine Cover-Version von Bob Dylans Song The times are a-changing und zwei Traditionals. Das Cover war überwiegend in Schwarz gehalten, zeigte in der oberen Hälfte den Titel und in der unteren ein Bild von Simon und Garfunkel in der 5th Avenue Station der New Yorker U-Bahn (auf dem Album Live from New York erzählt Art ein wenig über die Entstehung des Cover-Fotos).

Das ganze Album war ausschließlich mit akustischen Instrumenten aufgenommen und enthielt die erste veröffentlichte Version des späteren Hits The Sound Of Silence. Obwohl sich dieses Album deutlich besser verkaufte als sein Vorgänger ließ auch hier der kommerzielle Erfolg noch auf sich warten. Doch bereits mit diesem Album wurde die "Rollenverteilung" festgelegt: Paul Simon war für die Musik zuständig, Art Garfunkel für den Gesang. Seine Stimme verleiht vielen Stücken von Simon & Garfunkel ihren unverwechselbaren Charakter.

Paul Simon verbrachte die nächsten Monate in England, wo er innerhalb einer guten Stunde das Album The Paul Simon Songbook einspielte, welches viele Songs enthielt, die später von Simon & Garfunkel noch einmal aufgenommen wurden. Dieses Album wurde in Großbritannien zwar auch nur mäßig verkauft, aber Paul Simon machte sich einen Namen in der englischen Folk-Szene und konnte bis zu 20 Pfund Gage pro Abend (damals ca. 200 Euro) verlangen. Simon schrieb in dieser Zeit einige Songs, die später von Simon & Garfunkel aufgenommen wurden.

Der Durchbruch
In dieser Zeit entstand unter der Leitung von Tom Wilson, der auch Wednesday Morning, 3 A.M. produziert hatte, eine überarbeitete Fassung des Songs The Sound Of Silence: die bereits vorhandene akustische Version wurde mit E-Gitarren und Schlagzeug unterlegt. Diese Version erschien im September 1965 als Single und bedeutete für Simon & Garfunkel den endgültigen Durchbruch.

Im Dezember des selben Jahres erfolgten die Aufnahmen zum Album Sounds Of Silence. Dies enthielt neben der überarbeiteten Version von The Sound Of Silence auch eine Neufassung des Songs Wednesday Morning, 3 A.M., der bereits auf dem ersten Album enthalten war - allerdings mit kleineren Änderungen im Text und zur Melodie von Davey Grahams Instrumentalstück Anji. Das Album wurde im März 1966 in den USA veröffentlicht. Ebenfalls auf diesem Album erschien das Stück Richard Cory, welches auf einem Gedicht von Edwin Arlington Robinson basierte. Die in Großbritannien erschienene Version enthielt zusätzlich den Song Homeward Bound, der in den USA im Mai 1966 als Single erschien. "Homeward Bound" wurde der erste Top-Ten-Hit für S&G in England.

Der Höhepunkt der Karriere
Aufgrund des großen Erfolges begab man sich gleich wieder ins Studio, und im November 1966 erschien das Album Parsley, Sage, Rosemary and Thyme. Diese Zeile stammt aus dem englischen Traditional Scarborough Fair, welches von Simon and Garfunkel für dieses Album neu aufgenommen und mit dem Lied Canticle zusammengemischt wurde. Dieses basierte wiederum auf einem schon früher von Paul Simon veröffentlichen Stück mit dem Titel The side of a hill. Der aus dieser Synthese entstandene Song "Scarborough Fair / Canticle" gehört schon alleine wegen des Gesangsparts zu den schönsten und interessantesten Folksongs überhaupt. Das zweite außergewöhnliche Stück auf diesem Album war 7 O'Clock News / Silent Night. Hier wurde eine von Simon and Garfunkel eingespielte Version des Weihnachtsliedes Silent night (Stille Nacht, heilige Nacht) mit der Aufnahme einer Nachrichtensendung abgemischt. Beide Songs waren von Simon & Garfunkel als künstlerischer Protest gegen den zu dieser Zeit stattfindenden Vietnam-Krieg gedacht.

In dieser Zeit gaben Simon and Garfunkel viele Konzerte, auch an verschiedenen Universitäten des Landes. Aus dieser Zeit gibt es verschiedene Konzertmitschnitte, sog. Bootlegs deren Tonqualität zum Teil sehr schlecht ist. Zumindest ein Konzert aus dem Jahr 1966 an der Tufts University in Boston, MA wurde jedoch offiziell veröffentlicht, und einige Stücke wie beispielsweise You don't know where your interest lies waren lange Zeit nur auf diesem Album verfügbar, bis Ende der 90er Jahre auch viele alte Aufnahmen neu aufgelegt wurden.

Im Frühjahr 1968 erschien der Soundtrack zum Film The Graduate (deutscher Titel: Die Reifeprüfung) mit Dustin Hoffman in der Hauptrolle. Der Titelsong Mrs. Robinson - der mit der gleichnamigen Protagonistin des Films nicht viel gemeinsam hat – ist bis heute eines der populärsten Stücke von Simon and Garfunkel. Weitere Songs auf diesem Album waren alternative Versionen bekannter Aufnahmen sowie ein Teil der Originalmusik von Dave Grusin. Sowohl für das Stück Mrs. Robinson als auch für das ganze Soundtrack-Album gab es je einen Grammy.

Im Mai 1968 erschien das vierte „offizielle“ Album des Duos unter dem Titel Bookends. Neben Mrs. Robinson und dem Stück America war auf diesem Album auch der Titel Save the life of my child zu finden, in den wiederum eine Sequenz aus der 1966er Version von The sound of silence eingearbeitet wurde. Mit diesem Album stieß schließlich auch Roy Halee zur Band, der in den Folgejahren immer wieder als Produzent für die Veröffentlichungen des Duos verantwortlich war.
Das Ende des Duos

Im Jahr 1969 erschien lediglich die Single Bridge over troubled water, für die das Duo sechs Grammys bekam, unter anderem für den Besten zeitgenössischen Song, und der im Februar 1970 das gleichnamige Album folgte. Kurz nach der Veröffentlichung des Albums gaben Simon & Garfunkel ihre Trennung bekannt. Als Gründe wurden seinerzeit angegeben, dass sich einerseits Art Garfunkel mehr seiner Karriere als Schauspieler widmen wollte - aber es blieb bei drei Auftritten in den Filmen Catch 22, Carnal Knowledge und Bad Timing - und dass Paul Simon eine andere musikalische Stilrichtung einschlagen wollte.

Spätere gemeinsame Projekte
Das endgültige Ende war damit für Simon & Garfunkel jedoch noch nicht gekommen. Zunächst erschien im Juni 1972 ein Best-Of-Album unter dem Titel Simon and Garfunkels Greatest Hits. Vereinzelt traten die beiden gemeinsam in Fernsehshows auf, und im Jahr 1975 wurde schließlich eine neue gemeinsame Single unter dem Titel My little town veröffentlicht. Unter den Fans regte sich die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung des Duos, es blieb jedoch bei dieser einen Single. 1978 nahm man schließlich noch eine Single auf, diesmal gemeinsam mit dem Sänger James Taylor. Es handelte sich um eine Cover-Version des Stückes (What a) Wonderful World von Sam Cooke.

Die wohl erfolgreichste Wiedervereinigung feierten die beiden Sänger vor einem großen Publikum am 19. September 1981: da die Stadtverwaltung von New York und ihr Bürgermeister Ed Koch mit dem Gedanken gespielt hatten, den Central Park aus Kostengründen zu schließen, fanden sich in dieser Zeit einige Künstler dort ein und gaben Benefiz-Konzerte. Beim Konzert von Simon & Garfunkel waren über 500.000 Zuschauer anwesend, und da für diesen Abend das ursprünglich geplante Feuerwerk untersagt wurde, gab es zum Schlussstück The sound of silence ein großes Meer aus brennenden Feuerzeugen.

Kurze Zeit später begannen Simon & Garfunkel wieder mit der Produktion eines gemeinsamen Albums, gaben das Projekt jedoch recht schnell wieder auf (die Songs verwendete Paul Simon auf seinem Album Hearts and bones, jedoch ohne Garfunkels Beiträge). In den 80er Jahren gab es vereinzelt gemeinsame Konzerte, und erst im Jahr 2003 gab es wieder eine gemeinsame Welttournee unter dem Titel Old Friends Tour. Immer wieder gibt es Gerüchte über ein neues gemeinsames Album, diese wurden jedoch bisher nicht offiziell bestätigt.


Preise
• Grammies
• 1969 für Mrs. Robinson (Single) und The Graduate (Album)
• 1971 für Bridge over troubled water (für die Single in sechs Kategorien sowie für das beste Album)
• 2003 für ihr Lebenswerk


Diskografie (nur Alben)
• Wednesday Morning, 3 A.M., Oktober 1964
• Sounds of Silence, Januar 1966
• Parsley, Sage, Rosemary And Thyme, Oktober 1966
• The Graduate, Januar 1968 (bereits veröffentlichtes Material als Soundtrack zum gleichnamigen Film)
• Bookends, Februar 1968
• Bridge Over Troubled Water, Januar 1970
• Greatest Hits, 1972 (Compilation)
• The Concert in Central Park, 1982 (Live-Album, aufgenommen 1981)
• Old Friends, Oktober 1997 als Long Box, August 2001 als Cube (Compilation)
• The Columbia Studio Recordings (1964-1970), August 2001 (alle 5 Studio-Alben)
• Live from New York City, 1967, Juli 2002 (Live-Album) (auf diesem Album werden einige Songs und ihr Hintergrund ausführlich von Paul und Art erläutert)
• The Essential, Oktober 2003 (Doppel-CD-Compilation)
• Old Friends - Live On Stage, Live-Doppel-CD, November 2004 (aufgenommen während der 2003/2004-Tournee)


Weblinks
• http://www.simonandgarfunkel.com/
• http://www.paul-simon.info
• http://www.artgarfunkel.com/
• http://www.laut.de/wortlaut/artists/s/simongarfunkel/



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel SimonAndGarfunkel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.




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