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Queen

Queen ist eine seit den 1970er Jahren populäre britische Rockband. Die Gruppe ist bekannt für die vor allem im Sport zu Hymnen gewordenen Stücke We Are The Champions und We Will Rock You, sowie operettenhaft überzeichnete Gesangskapriolen, wie sie besonders in Bohemian Rhapsody dargeboten werden. Für diesen Titel produzierte die Band bereits im Jahre 1975 eines der frühesten, erfolgreichen Musikvideos der Musikgeschichte.

• 1 Geschichte
• 1.1 1964 - 1972: Gründung der Gruppe
• 1.2 1973 - 1979
• 1.2.1 1973 – Der Weg zum ersten Album
• 1.2.2 1974 – Der Durchbruch
• 1.2.3 1975 – Nummer Eins
• 1.2.4 1976 – ... und wieder Nummer Eins
• 1.2.5 1977 – Die beiden größten Hits
• 1.2.6 1978
• 1.2.7 1979
• 1.3 1980 - 1990
• 1.3.1 1980 – Beginn einer neuen Ära
• 1.3.2 1981 – Abenteuer Südamerika
• 1.3.3 1982 – Disko-Funk
• 1.3.4 1983 – Soloprojekte
• 1.3.5 1984 – eine neue Ära
• 1.3.6 1985 – Die beste Live-Band
• 1.3.7 1986 – Ein letztes Mal auf Tournee
• 1.3.8 1987/88 – Soloprojekte
• 1.3.9 1989 – Das Wunder
• 1.3.10 1990 – Gerüchte
• 1.4 1991 bis 1999
• 1.4.1 1991
• 1.4.2 1992 – das Jahr danach
• 1.4.3 1995
• 1.4.4 1997
• 1.4.5 1999
• 1.5 Ab 2000
• 1.5.1 Laser-Show Queen - Heaven
• 1.5.2 The Royal Pop Party
• 1.5.3 Cover-Bands & Musicals
• 1.5.4 Weitere Aktivitäten
• 2 Der Name
• 3 Das Emblem
• 4 Die Autoren der Queen-Titel
• 5 Die Interpreten der Queen-Titel
• 6 Charakteristik der Musik
• 6.1 Stilrichtungen
• 6.2 Das „Theatralische“
• 6.3 Der Gitarrensound
• 7 Einfluss auf moderne Musik
• 8 Möglichkeiten der digitalen Soundtechnik
• 9 Queen als Liveband
• 10 Veröffentlichungen
• 11 Fußnoten
• 12 Literatur
• 13 Weblinks
• 13.1 Offizielle Websites
• 13.2 Unabhängige Websites



Geschichte


1964 - 1972: Gründung der Gruppe
Im August 1963 begann Brian May, zusammen mit seinem Vater, seine berühmte erste E-Gitarre „Red Special“ zu bauen. Sie sollte später den typischen, unverwechselbaren Gitarren-Klang von Queen prägen. 1966 freundete sich Tim Staffell mit Freddie Bulsara (Mercury) an, der ebenfalls am Ealing College of Art studierte.

1968 gründeten May (Leadgitarre), Staffell (Bass und Gesang) und Roger Taylor (Schlagzeug) die Gruppe Smile, der zunächst noch Chris Smith (Keyboard) angehörte. Währenddessen schloss sich Farrokh Bulsara - der sich erst Freddie Bulsara und ab Anfang der 70er Jahre Freddie Mercury nannte -, der Band Ibex aus Liverpool als Sänger an. Über seinen Freund Tim Staffell lernte er Smile kennen und wurde ein Fan der Band.

Am 27. Februar 1969 nahm Smile bei einem Festival in der Royal Albert Hall als Vorband für Free, Joe Cocker, Bonzo Dog Doo Dah Band and Spooky Tooth teil. Sie spielten die beiden Coversongs If I Were A Carpenter (Tim Hardin) und Mony Mony (Tommy James & the Shondells) sowie die, später auch auf Platte veröffentlichten, eigenen Titel Earth von Tim Staffell und See What A Fool I've Been. Die Presse schrieb, ohne ihren Namen zu erwähnen, dass sie „die lauteste Band der westlichen Hemisphäre“ gewesen seien.

Am 19. April 1969 wurde die Band bei einem Auftritt im Londoner Speakeasy Club von einem Talentsucher für das Label Mercury Records entdeckt. Er veranlasste, dass Smile im Juni mit Produzent John Anthony in den Trident Studios Aufnahmen für eine Single machten. Sie spielten die Titel Doin' Alright (May & Staffell), Earth (Staffell) und Step On Me (May & Staffell, noch für Mays Vorgängerband 1984 geschrieben) ein. Die Single erschien mit den beiden letztgenannten Titeln im August zur Verwunderung der Bandmitglieder in den USA, wurden sie doch im Glauben gehalten, dass es sich bei "Mercury" um ein britisches Plattenlabel handelt. Die Platte war kein Erfolg, trotzdem ermöglichte "Mercury" noch weitere Aufnahmen in den DeLane Lea Studios in London. Hier entstanden Blag (Taylor) – im Schlagzeug ein Vorgriff auf das spätere Brighton Rock -, Polar Bear (May) and April Lady (eine Cover-Version). Es wurde jedoch keine weitere Single daraus, da die Plattenfirma das Interesse an Smile verlor.

Während Brian May für Studienzwecke drei Monate auf Teneriffa weilte, verließ Tim Staffell die Band und ging zu Humpy Bong von Colin Peterson. Die künstlerischen Ansichten über die Entwicklung von Smile waren nicht mehr miteinander vereinbar: Während Tim Staffell mehr in Richtung Pop tendierte, bevorzugten May und Taylor einen härteren, gitarrenorientierten Rock. Als Ersatz für Tim Staffell konnte Freddie Mercury gewonnen werden, der nach Ibex mit Wreckage, die sich nach kurzer Zeit in Sour Milk Sea umtauften, zusammenarbeitete.

Mit Mike Grose am Bass gab diese Formation, aufgrund der bereits abgeschlossenen Werbung noch unter dem Namen Smile, am 27. Juni 1970 ihr Live-Debüt in Truro, was das letzte Konzert für Grose war, da sich dieser einen "richtigen" Job suchen wollte und die Band verließ. Taylor kannte über Freunde den Bassisten Barry Mitchell, der nach einem Vorspielen festes Bandmitglied wurde und einige wichtige Auftritte der Band mitbestritt. Dazu gehörte der Auftritt im Cavern Club in Liverpool gegen Ende des Jahres 1970, der bereits unter dem im November geänderten Bandnamen Queen stattfand. Allerdings war Mitchell bald mit dem "langsamen Fortschritt" der Band unzufrieden und wollte mehr Geld verdienen, weshalb auch er die Band verließ.

Es folgte ein relativ kurzes Gastspiel von Doug Bogie, der während eines Auftritts im Kingston Polytechnic im Februar 1971 versuchte, Freddie Mercury die Show zu stehlen. Einen Tag später wurde er freundlichst gebeten, die Band zu verlassen. Nach langem Suchen nach einem Bassisten komplettierte schließlich John Deacon die Band. Das Line-up der Band, das sich bis zum Tode Freddie Mercurys nicht mehr ändern sollte, war komplett. Noch im selben Jahr nahm die Gruppe in den DeLane Lea Studios die erste Demoplatte mit fünf Titeln auf, die später auf ihrem ersten Album Queen erschienen.
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1973 - 1979

1973 – Der Weg zum ersten Album
Fast zwei Jahre lang war die Band nur bei Live-Auftritten zu hören. Am 5. Februar 1973 wurde sie von BBC Radio 1 zu einer Session für die Sendung Sounds Of The '70s eingeladen. Bei dieser Gelegenheit wurden frühe Fassungen von My Fairy King, Keep Yourself Alive, Doing All Right und Liar aufgenommen, welche später als "Queen - At the Beeb" veröffentlicht wurden. Am 9. April 1973 fand die Pressevorstellung der Gruppe Queen im Londoner Marquee Club statt.

Im Juni 1973 wurde die Band von dem Trident-Produzenten Robin Cable eingeladen, bei Studio-Aufnahmen mitzuwirken, die den Technikern die Erprobung von Möglichkeiten, den Phil-Spector-Sound nachzuahmen, erlaubte. Dabei entstand (ohne John Deacon) eine Cover-Version des Beach Boys Hits I Can Hear Music (Barry/Greenwich/Spector). Die Aufnahme war so gelungen, dass sie, nun wieder mit John Deacon, zusammen mit dem Dusty-Springfield-Titel Goin' Back auf der B-Seite, als Single erschien. Dies geschah drei Wochen vor dem ersten Album Queen. Da sich der Stil der Aufnahmen völlig vom Queen-Stil unterschied, wurde entschieden, dass die Single unter dem Pseudonym Larry Lurex, eine humorvolle Anspielung auf Gary Glitter, laufen sollte. Damit sollte Verwirrung beim Publikum vermieden werden. Die Single avancierte später zu einem stark gefragten Sammlerstück unter Queenfans und wird bis heute zu hohen Preisen gehandelt.

Am 6. Juli 1973 wurde als Vorhut für das erste Album die erste Single mit Keep Yourself Alive und Son And Daughter, die bereits von der BBC-Session bekannt waren, als Single ohne Bildcover veröffentlicht. Sie schaffte es nicht in die Charts, was auch diese Single zu einem viel gesuchten Sammlerstück machte. Am 13. Juli erschien schließlich das erste Album Queen, die Musik der vergangenen drei Jahre repräsentiert.

Bereits Mitte August begannen die Vorbereitungen für das zweite Album mit dem schlichten Titel "Queen II". In der Zeit vom 13. September bis 28. Dezember 1973 tourten Queen durch England und gaben auch je ein Konzert in Bonn (13. Oktober 1973) und in Luxemburg.

Bei einer neuerlichen BBC-Session am 3. Dezember 1973 nahm die Band drei Titel des Albums Queen auf (Great King Rat, Modern Times Rock'N'Roll und Son And Daughter) sowie Ogre Battle, der erst auf dem Album Queen II (1974) erschien. Die acht BBC-Aufnahmen wurden 1989 auf der CD Queen at the Beeb veröffentlicht.


1974 – Der Durchbruch
Am 2. Februar gab die Band ein Live-Konzert in Melbourne (Australien). Die nur in den USA veröffentlichte Single mit einer neuen Fassung von Liar (Doing All Right auf der B-Seite) erreichte nicht die Charts. Aber die schon kurze Zeit später in England am 23. Februar veröffentlichte zweite Single mit Seven Seas of Rhye (B-Seite See What A Fool I've Been) blieb für 10 Wochen in den britischen Charts und erreichte dort Platz 10. Sie bedeutete den ersten Hit für Queen.
Queen II
Vom 1. März bis 12. Mai 1974 unternahm die Band mit Queen II eine Tournee durch England und die USA. Am 8. März 1974, schon acht Monate nach dem ersten, wurde das zweite Album Queen II veröffentlicht. Es kann bereits als Konzeptalbum angesehen werden. Das Album war für 29 Wochen in den britischen Charts und erreichte bereits Platz 5. Am 5. September 1974 erhielt die Band ihre erste „Silberne Schallplatte“ für 125.000 verkaufte Exemplare von Queen II.

Mit der dritten Single, einer Vorabveröffentlichung aus dem dritten Album, Killer Queen (B-Seite Flick Of The Wrist) war Queen im Oktober 1974 auch in Amerika der Erfolg beschieden: Die Platte war dort für 19 Wochen in den Charts und erreichte Platz 12 (im Vereinigten Königreich Platz 2).

Sheer Heart Attack
Vom 30. Oktober 1974 bis 30. April 1975 war die Band auf Tournee durch Europa, die USA, Kanada und Japan. Die Konzertorte in Deutschland waren in München (2.12.), Frankfurt (4.12.), Hamburg (7.12.) und Singen (7.12.).

Noch während der Tournee, am 8. November, wurde das dritte Album Sheer Heart Attack veröffentlicht. Die Platte war in Europa ein großer Erfolg. Sie war für 42 Wochen in den britischen Charts und erreichte dort Platz 2 (US-Charts Platz 10, 32 Wochen). In Amerika bekam sie Gold.

In der Besetzungsliste zu diesem Album spiegelt sich einerseits der Humor von Queen und andererseits die Vielfalt der Stile wieder: Roger Taylor ist die Quelle der berühmten, extrem hohen „screams“ („Glanzlichter“ in Sopranlage), wie sie in seinem Song Tenement Funster! und besonders eindrucksvoll in In the Lap Of The Gods zu vernehmen sind. Freddie Mercury ist für die „vokalen Extravaganzen“ zuständig, John Deacon spielte nicht nur E–Bass und Kontrabass, sondern in dem von ihm verfassten Lied Misfire auch nahezu alle anderen Gitarren. Brian May benutzte in Bring Back that Leroy Brown ein von George Fromby erfundenes „Ukulele-Banjo“.

Queen stellte mit Sheer Heart Attack ein überraschend geschlossenes Album mit einer weiten Auswahl verschiedener Arten von Musik vor: Von Stücken im Stil der britischen Music Hall bis hin zu Heavy-Metal-Titeln, mit Melodien wie Stone Cold Crazy (welches Metallica später coverte und einen Grammy dafür erhielt) und Now I'm Here (ein Livekonzert-Favorit), Balladen (Lily of the Valley), und sogar Caribbean (Misfire“).

Die herausragende Nummer war Killer Queen, welches am 11. Oktober 1974 als Single fast einen Monat vor dem Album erschien. Sie wurde ein britischer Top-Ten-Erfolg, der es bis auf Platz 11 in den US-Charts schaffte. In den Songs verschmilzt das theatralische britische Varieté mit Led Zeppelin-ähnlichem Sound und Brian Mays Virtuosität auf der Gitarre.

Queen hatte mit drei Alben und den ausgedehnten Tourneen in zwei Jahren ein enormes Pensum erledigt. In der Folgezeit verlangsamte sich das Tempo und es wurde pro Jahr maximal noch ein Album veröffentlicht.

1975 – Nummer Eins
Bis 30. April war die Band noch auf Sheer-Heart-Attack-Tour durch die USA. Im September 1975 half Queen bei der Produktion einer Session der Soul-Band Trax. Von diesen Aufnahmen wurde nichts veröffentlicht.

Bereits die am 31. Oktober 1975 veröffentlichte Vorabsingle Bohemian Rhapsody (B-Seite I'm In Love With My Car) eroberte in den britischen Charts den ersten Platz und behielt ihn für 9 Wochen. Es brach damit den von Paul Anka mit Diana aufgestellten Rekord.

Im Mai 2002 wurde Bohemian Rhapsody dann zum Nummer 1-Song aller Zeiten im Guinness Buch der Rekorde ernannt. Der von Mercury geschriebene Song wäre beinahe nie als Single veröffentlicht worden, da der Song zu dieser Zeit zu lang und zu ungewöhnlich war. Er hat deutliche opernhafte Züge und war für die damalige Zeit absolut einzigartig und in seiner Länge von 5:55 Min. fast doppelt so lang wie andere Singles dieser Zeit. Trotzdem wurde dieser Song (oder gerade deshalb) der größte Hit der Band. Bei einer Wiederveröffentlichung des Songs 1992 gelangte er erneut auf Platz 1 der UK-Charts.

Des Weiteren wurde er mit weiteren Preisen überhäuft und wird in regelmäßigen Abständen mindestens in Großbritannien, sogar vor Songs der Beatles, oft zum besten Song aller Zeiten gewählt. Außerdem wurde er zum zentralen Element in einer Kultszene von Wayne's World, als Wayne und seine Freunde im Auto zu diesem Song "abrocken".

Bohemian Rapsody gilt vielfach auch als Beginn der Ära der Musik-Videos. Da die Band für einen Live Auftritt bei der BBC keine Zeit hatte wurde ersatzweise der bis heute berühmte Kurzfilm gedreht, in dem die Band vielfach verspiegelt einen großen Chor für die Rapsody darstellt.

Das am 21. November 1975 veröffentlichte Album A Night at the Opera verblieb 50 Wochen in den britischen Charts und erreichte dort ebenfalls Platz 1. Es gilt bei vielen als die größte Leistung der Band. Einige nennen es "Queens Led Zeppelin IV". Der Song erreichte Platz 9 in den Vereinigten Staaten. Als das Album 1992 erneut veröffentlicht wurde, kam es wieder auf Platz 1 in Großbritannien und auf Platz 2 in Amerika. Es enthielt auch You're My Best Friend (welches es auf Platz 14 in den U.S.-Charts schaffte), ein Song, der keinem Titel glich, den Queen bis dahin in dieser Beziehung produzierte. Es war zugleich die erste Single aus der Feder von John Deacon. I'm In Love With My Car war eine Hardrock-Melodie, geschrieben und gesungen vom Schlagzeuger Roger Taylor für den rennbegeisterten Queen-Roadie John Harris. Der Song wurde in Werbespots für die Automarke Jaguar verwendet.)

Einen musikalischen Spaß stellt Seaside Rendezvous dar, in dem Mercury und Taylor ein Blasorchester der Zwanziger Jahre imitieren. Die Begleitung auf dem elektrischen Klavier zu You're My Best Friend wird von Deacon gespielt. May („No Synthesizers!“) begleitet Love Of My Life auf einer Harfe und The Prophet's Song mit einer Spielzeug-Koto. In Good Company stellt er mit seiner „Red Special“ eine komplette Jazzband dar, hier kommt auch die Ukulele wieder zum Einsatz.

Das Album war ein großer Erfolg in Großbritannien und bekam drei Mal Platin in den Vereinigten Staaten. Jetzt war Queen offiziell in der populären Musikszene angekommen. Vom 14. November 1975 bis 22. April 1976 war die Band mit A Night at the Opera auf Tournee durch England, die USA, Japan und Australien. Mit dem 1975er Album A night at the Opera trennte sich die Band vom bisherigen Manager Norman Sheffield, dem der Opener "Death on two legs" gewidmet war, und erreichte mit diesem Album schließlich auch den kommerziellen Durchbruch.

1976 – ... und wieder Nummer Eins
Die beiden Alben, A Night at the Opera und das am 10. Dezember 1976 erschienene A Day at the Races, welches schon vor Veröffentlichung mit 500 000 Vorbestellungen Platinstatus erreichte, können als Schwesterwerke betrachtet werden. Beide Titel beziehen sich auf Filmtitel der Marx-Brothers, die Gestaltung der beiden Plattenhüllen ist komplementär: das erste weiß ("Tag", obwohl es das "Nachtalbum" ist), das zweite schwarz ("Nacht"), bei beiden erscheint als Titelbild das Queen-Logo. Auch in der Auswahl der Musik-Stile lassen sich Parallelen feststellen.

Die herausragenden Nummern waren Somebody to Love, welches 1992 von George Michael beim Freddie Mercury Tribute Concert neu interpretiert wurde und erneut als Single erschien, und Tie Your Mother Down. Somebody to Love ist eine Soulballade, in welcher Freddie Mercury, Brian May und Roger Taylor ihre Stimmen zu einem 100-stimmigen Gospel-Chor vervielfachten. Treu ihrem „guitar-driven“ Stil wurde es von Brian Mays virtuoser Harmonie geprägt und kam auf Platz 11 in den US-Charts und auf Platz 2 in Großbritannien. Tie Your Mother Down ist ein typischer Queen-Hardrock-Titel, der ein sehr gut wieder zu erkennendes Motiv liefert und ein Zeichen für Queens Sinn für Humor ist. Dies zeigt sich auch in der Besetzungsliste: Freddie Mercury als „Choir Meister“ [sic!] und mit „Tantrums“ („Koller“, „Wutanfälle“), Brian May („No Synths!“) als Orchesterleiter und Roger Taylor mit „pandemonium“ (Tumult).

John Deacon spielte akustische Gitarre in You and I und bei Good Old Fashioned Lover Boy ergänzte Toningenieur Mike Stone den Gesang. A Day At the Races erreichte zwar ebenfalls Platz 1 der britischen Charts, konnte aber seinen Vorgänger bezüglich Verkaufszahlen nicht in den Schatten stellen. Abgesehen von vier Konzerten in England vom 1. bis 18. September 1976 fand in diesem Jahr keine ausgedehnte Tour statt.


1977 – Die beiden größten Hits
Vom 13. Januar bis 18. März gab die Gruppe Konzerte mit A Day At The Races in den USA und Kanada und war danach vom 8. Mai bis 7. Juni 1977 auf Tournee durch Europa (Hamburg 13.5., Frankfurt am Main 14.5., Düsseldorf 16.5.).

Auf einer Vorabsingle für das nächste Album erschienen die heute wohl berühmtesten Hymnen von Queen: We Are The Champions und We Will Rock You auf der B-Seite. Die Single erreichte in England Platz 2 und in den USA Platz 4 der Charts.

Am 28. Oktober 1977 wurde das sechste Album News of the World veröffentlicht, das damals kritisiert wurde, aber im Laufe der Zeit immer mehr Anerkennung fand. Es erreichte nur noch Platz 4 der britischen Charts (Platz 3 in den USA). Das Plattencover war von Frank Kelly Freas gestaltet worden.

In Who Needs You spielte Deacon erneut die akustische Gitarre, May war mit den Maracas zu hören und Mercury bediente die Kuhglocken. Roger Taylor spielte in seinen beiden Songs Gitarre (Sheer Heart Attack) und Bassgitarre (Fight From The Inside).

Der Song Sheer Heart Attack - obwohl von Taylor geschrieben - basiert auf einer Wette zwischen Mercury und John „Johnny Rotten“ Lydon, dem Sänger der Sex Pistols. Er wettete, dass sich Freddie Mercury bzw. Queen nicht trauen würden, einen Punk-Song oder zumindest einen punkigen Song zu veröffentlichen. Mit Sheer Heart Attack taten sie dies dann aber doch. Seine Wettschuld - einen Ballettauftritt wie Freddie Mercury kurze Zeit zuvor - hat Johnny Rotten allerdings nie eingelöst.
Die dritte Tournee des Jahres, jetzt mit News Of The World, ging vom 11. November bis 22. Dezember durch die USA.


1978
Die Europa-Tournee mit News Of The World dauerte vom 12. April bis 13. Mai 1978. In Deutschland fanden dabei vier Konzerte statt: Hamburg am 14. April, Dortmund am 26. April, Berlin am 28. April und München am 3. Mai. An diesem Tag erhielt die Band die erste „Goldene Schallplatte“ für 250.000 in Deutschland verkaufte Alben von News Of The World.
Die Aufnahmen zum nächsten Album fanden von Juli bis Oktober in Montreux und Nizza statt. Als Vorabsingle erschien am 13. Oktober Fat Bottomed Girls mit Bicycle Race auf der B-Seite. Sie erreichte nur Platz 11 in den britischen Charts. Der Song Bicyle Race war durch die Tour de France inspiriert.

Während der Jazz-Tour durch die USA und Kanada vom 28. Oktober bis 20. Dezember 1978, erschien am 10. November 1978 das Album Jazz. Es erreichte in den britischen Charts Platz 2. Brian May erzählte in einem Interview, wie die Platte zu ihrem Titel kam: Er sah eines Tages in München das Wort auf eine Mauer gesprüht. Es gefiel ihm so gut, dass er es den anderen Bandmitgliedern zeigte, woraufhin der Titel des neuen Albums feststand.

Das Album war John Harris gewidmet. Er war schon zu Beginn der 1970er Jahre ein Queen-Roadie gewesen. Für diesen Fan von Autorennen hat Taylor auch das Lied I'm In Love With My Car (auf A Night At The Opera) geschrieben. Die Platte fand einen reißenden Absatz, nicht zuletzt wegen des beigefügten Posters mit unbekleideten Mädchen auf Rennrädern, die anlässlich der Videoaufnahmen zu Bicyle Race im Wimbledon Stadium aufgenommen wurden. Zum Videodreh des Songs wurden über 100 Rennräder gemietet, deren Sättel später auf Kosten der Band ersetzt werden mussten.

Wichtige Titel des Albums sind Don't Stop Me Now und Mustapha, ein Song von Freddie mit arabischem Text und orientalischen Anklängen, kombiniert mit einer Heavy-Rock-Gitarre, welcher auf der folgenden Tour frenetisch von den Fans gefordert wurde und gelegentlich als Intro für den Song Bohemian Rhapsody gespielt wurde.

Die Reaktion der Fans entsprach nicht den Erwartungen und die Verkaufszahlen sanken zum ersten Mal. Alle Bandmitglieder, besonders Freddie Mercury, waren frustriert und enttäuscht. Sie beschlossen, sich für die Produktion der folgenden Alben mehr Zeit zu lassen. Hatten sie innerhalb der ersten beiden Jahre drei Alben und danach jährlich eines produziert, ließen sie sich für die nächsten mindestens zwanzig Monate Zeit.


1979


Queen live (1979)
Zunächst stand jedoch die Aufnahme und Veröffentlich der ersten Live-LP an. Eine der längsten Konzertreisen war die folgende „Live Killers”- Tour durch Europa und Japan vom 17. Januar bis 6. Mai 1979, mit 43 Konzerten in 109 Tagen. Allein in Deutschland trat Queen zehn Mal auf. Am 13. Februar 1979 konnte Thomas Gottschalk in Stuttgart für die Sendung „Music Box“ des SWF Stuttgart Aufbau der Bühne, Soundcheck, und eine Anspielprobe zu Bicycle Race filmen und die Band interviewen. Im Rahmen dieser Sendung wurde ein 25-minütiger Konzert-Mitschnitt gesendet.

Das Ergebnis der Tour ist das am 22. Juni 1979 erschiene Doppelalbum Live Killers. Das Album war während 27 Wochen in den britischen Charts und erreichte Platz 3. Die Aufnahmen stammen von verschiedenen Konzerten in Europa (Januar bis März). Die Endabmischung erfolgte in den Mountain Studios in Montreux. Mit dieser Platte wurde zum einen die lange Wartezeit auf das nächste Album verkürzt, andererseits konnte den zahlreichen illegalen Konzertmitschnitten begegnet werden, die großen Absatz fanden.

Die Aufnahmequalität des Live-Albums konnte aber nicht zufrieden stellen. Roger Taylor übte deswegen öffentlich Kritik. Deshalb war der erst nach dem Album am 29. Juni 1979 erschienenen Single-Auskopplung mit den Live-Versionen von Love Of My Life und Now I'm Here kein Erfolg beschieden. Sie war nur zwei Wochen in den Charts und erreichte, abgesehen von der ersten Single Keep Yourself Alive von 1973 (die gar nicht in die Charts kam), mit Position 63 die schlechteste Platzierung aller Queen-Singles. Trotzdem erhielt das Album in den USA zweimal Platin.

Bereits im Juni und im Juli 1979 begannen mit dem Münchner Reinhold Mack als Toningenieur und Co-Produzent die Aufnahmen für das nächste Album in den Musicland Studios in München. Mack lernte die Band bereits im April in Los Angeles kennen. Er sollte der Musik von Queen eine neue Richtung geben.

Mack, von dem nur wenige den vollständigen Namen kennen, gilt als Wunderkind der Branche. Er hatte bereits mit dem Electric Light Orchestra, den Rolling Stones und Deep Purple zusammengearbeitet. Zwischen den Bandmitgliedern und dem Toningenieur entwickelte sich eine vertrauensvolle, künstlerische Zusammenarbeit und Freundschaft. Mack könnte als das fünfte Queen-Mitglied gelten, scheute aber immer den Presse-Rummel und blieb im Hintergrund.

Am 5. Oktober 1979 wurde eine Single mit mehr Erfolg veröffentlicht: Crazy Little Thing Called Love (auf der B-Seite die Live-Version von We Will Rock You) erreichte wieder Platz 2 in den britischen Charts. In diesem Song im Elvis Presley-Stil ist Mercury zum ersten und einzigen Mal mit einer Rhythmusgitarre zu hören. Der Song erschien später auf dem Album The Game.

Ende des Jahres ging Queen noch einmal auf eine kurze Tournee. Die „Crazy Tour” begann am 22. November in Dublin, ging weiter durch England und endete am 26. Dezember 1979 mit einem Wohltätigkeitskonzert für die Not leidende Bevölkerung in Kambodscha.


1980 - 1990


1980 – Beginn einer neuen Ära
Am 25. Januar 1980 erschien mit Save Me und der Live-Aufnahme von Let Me Entertain You die zweite Single-Auskopplung des neuen Albums, das erst im Juni folgen sollte. Sie erreichte nur Platz 11 der britischen Charts. Am 30. Mai 1980 erschien die dritte Single-Auskopplung Play The Game mit A Human Body, einem Roger-Taylor-Song, der nicht ins Album aufgenommen wurde, auf der B-Seite.

Zwischen Februar und Mai wurde die Arbeit am neuen Album in München fortgesetzt und am 30. Juni 1980, 20 Monate nach Jazz, erfolgte die, von den Fans schon lange erwartete, Veröffentlichung des Albums The Game. Das Erscheinen dieses Albums war in vielerlei Hinsicht bemerkenswert: Abgesehen davon, dass diesmal drei Single-Auskopplungen schon lange vorher erschienen waren (bis dahin immer nur eine ungefähr einen Monat vor dem Album), wurde die Platte zeitgleich in den USA veröffentlicht, was bis dahin stets ungefähr einen Monat später geschehen war.

Sowohl in England als auch in den USA erreichte das Album Platz 1 der Charts und erhielt viermal Platin. In Amerika blieben die Chart-Platzierungen in der Regel hinter England zurück. Diesmal allerdings blieb die Platte in den USA sogar länger in den Hitlisten (43 Wochen) als in England (18 Wochen). Dies lässt sich eventuell mit der am 30. Juni begonnenen Tournee The Game durch die USA und Kanada erklären. Diese zeitliche Verknüpfung von Erscheinen des Albums und Amerika-Tournee führte dazu, dass The Game vor allem in den USA eines der erfolgreichsten Alben von Queen wurde.

Queen hatte sich aber nicht nur im Sound, sondern auch im Aussehen radikal verändert: Die langen Haare wurden, bis auf Brian May, der auf seine langen Locken bis heute nicht verzichtet, kurz geschnitten und die schrillen Kostüme, die von Mercury „Entenfräcke“ genannt wurden, durch Lederkleidung ersetzt. Zum ersten Mal war auch ein Synthesizer (ein Oberheim OBX) zu hören.

Am 22. August 1980, noch während der Amerika-Tournee, erfolgte in England die Veröffentlichung der Single-Auskopplung mit Another One Bites The Dust (auf der B-Seite Dragon Attack). Sie war für 9 Wochen in den britischen Charts und erreichte Platz 7. In den USA wurde Another One Bites The Dust (mit Don't Try Suicide auf der B-Seite) zu einem der größten Queen-Hits. Die Single blieb dort vier Wochen auf Platz 1 der Charts. In dem Song wird der für Queen typische sensible Rock mit Funk-Elementen kombiniert, so dass ein „klassischer“ Disco-Rock entsteht. Die Grundidee zu Another One Bites The Dust stammte von John Deacon, den charakteristischen Sound steuerte Mack bei.

Noch vor der nächsten Tournee bat der Filmproduzent Dino de Laurentiis die Band, den Soundtrack für seinen neuen Film Flash Gordon zu schreiben. Am 8. Dezember 1980 erschien das Album Flash Gordon - Original Soundtrack Music. Es verkaufte sich schlecht, erreichte nur Platz 10 der britischen Charts und stellte Queen in einem neuen Licht dar. Zwar hatte jedes Bandmitglied das eine oder andere Thema beigesteuert (Flash's Theme von May, In The Space Capsule (The Love Theme) von Taylor, Execution Of Flash von Deacon, Ming's Theme von Mercury), letztlich wurde aber das Album aus Zeitmangel von Brian May und Mack für Queen produziert.
Ende des Jahres fand vom 23. November bis 18. Dezember 1980 die Europa-Tournee mit The Game statt. Die Deutschland-Konzerte waren in Köln (26.11.), Essen (29.11.), Berlin (30.11.), Bremen (1.12.), Frankfurt (14.12.) und München (18.12.).

1981 – Abenteuer Südamerika
Für das Jahr 1981 hatte sich Queen scheinbar eine Ruhepause gegönnt: Es erschien kein neues Album und es fanden nur drei kurze Konzert-Tourneen statt. Vom 12. bis 18. Februar 1981 war die Band in Tokio und gab dort fünf Konzerte. Kurz darauf, vom 28. Februar bis 21. März, war Queen auf ihrer ersten Südamerika-Tournee „South America Bites The Dust“ mit sieben Konzerten in großen Fußballstadien. Kurz vor Ende der Tournee stellten Queen einen neuen Zuschauerrekord auf: Am 20. März 1981 spielte die Band vor 131.000 Zuschauern im Morumbi-Stadion in São Paulo.

Am 4. April erschien Roger Taylors Solo-Album Fun In Space. Damit begann er die Reihe der Soloprojekte der Bandmitglieder. Vom 25. September bis 18. Oktober 1981 fand die Tournee Gluttons for Punishment („Unersättliche zur Bestrafung“) mit sechs Auftritten statt. Sie führte nach Caracas (Venezuela), Monterrey und Puebla (Mexiko).

Das herausragendste Ereignis des Jahres war am 26. Oktober 1981 die Veröffentlichung der Single Under Pressure. Auf der B-Seite war Soul Brother, ein Titel von Freddie Mercury, der sonst auf keinem Queen-Album erschien. Die Idee einer Zusammenarbeit zwischen Queen und David Bowie entstand bei einem zufälligen Treffen in den Studios in Montreux. Under Pressure erschien später auf dem Album Hot Space und erreichte in den britischen Charts Platz 1. Neben dem Song "Under Pressure" wurde noch ein weiterer Song "Cool Cat" vom Hot Space Album mit David Bowie aufgenommen, der jedoch nie offiziell veröffentlicht wurde und nur als Bootleg kursiert.
Am 2. November erschien das erste Greatest Hits-Album mit den wichtigsten, bis dato erschienenen Queen-Hits. Greatest Hits blieb über zehn Jahre lang in den britischen Charts. Sie erreichte dort Platz 1, in den USA allerdings nur Platz 14. Das Album steht in der Rangliste der am häufigsten verkauften Alben aller Zeiten auf Platz 4. Am 24. und 25. November gab die Band in Montreal zwei Konzerte, diese dienten zur Aufnahme des Konzertfilms "We will rock you".


1982 – Disko-Funk
Zu Beginn des Jahres war die Band wieder auf Tournee. „South America Bites The Dust” dauerte vom 28. Februar bis zum 21. März 1982. Am 2. April begann der Falkland-Krieg zwischen Argentinien und Großbritannien. Die Planungen für eine weitere Tour, die im Oktober und November 1983 nach Argentinien, Brasilien und Uruguay hätte führen sollen, wurden gestoppt. Während diesen Monaten war es den argentinischen Radiostationen untersagt, Songs von Queen und allen anderen britischen Bands zu spielen.

Bereits am 9. April begann die Tour mit Hot Space durch Europa. Die Band absolvierte 29 Auftritte, zehn davon in Deutschland. Das letzte Konzert vom 5. Juni in der Milton Keynes Bowl wurde erst 2004 auf CD und DVD veröffentlicht (Queen on Fire – Live At The Bowl). Auf der Tournee spielte Morgan Fisher Keyboard und Klavier.

Noch während der Tournee erschien am 21. Mai 1982, fast zwei Jahre nach The Game, das neue Album Hot Space. Es wurde in den Mountain Studios in Montreux und in den Musicland Studios in München von Queen und Mack produziert. Es erreichte Platz 4 der britischen Charts. Von Arif Mardin stammt das Bläser-Arrangement zu Staying Power. Der Song Life Is Real ist John Lennon († 8. Dezember 1980) gewidmet. Auf der Platte ist auch der Hit von 1981, Under Pressure, zu finden.

Die Reaktion des Publikums auf Another One Bites the Dust war so überwältigend gewesen, dass sich die Band entschlossen hatte, mit Hot Space ein ganzes Album im Disko-Funk-Stil zu produzieren. Es wurde sowohl von der Kritik als auch von den Fans als ihr bis dahin schlechtestes angesehen. Das Album war besonders für die Hardrock-Fans eine Enttäuschung. Dies zeigte sich auch in den schlechten Platzierungen der drei Single-Auskopplungen in den britischen Charts. Vorabsingle Body Language / Life Is Real vom 19. April 1982: Platz 25, Las Palabras De Amor / Cool Cat vom 1. Juni 1982: Platz 17 und Back Chat / Staying Power vom 9. August 1982: Platz 40. Allerdings erreichte Body Language in den USA überraschenderweise Platz 11.
Vom 21. Juli bis 3. November 1982 dauerte die ausgedehnte Hot-Space-Welttournee durch die USA, Kanada und Japan.


1983 – Soloprojekte
Queen legte 1983 eine Pause ein. Es fand keine Tournee statt, es wurde weder ein neues Album veröffentlicht noch kam eine Sammlung wie die Greatest Hits oder eine Live-LP heraus. Auch Singles wurden nicht veröffentlicht. So konnte das Gerücht entstehen, dass sich Queen auflösen würde.
Die Zeit nutzten die Bandmitglieder für Soloprojekte:
• Brian May veröffentlichte am 31. Oktober 1982 die EP Starfleet Project mit Eddie Van Halen, Phil Chen, Brian Getzer und Fred Mandel.
• Freddie Mercury begann in München seine Arbeit an seinem Soloalbum Mr. Bad Guy, das aber erst 1985 erschien.
• Roger Taylor bereitete ebenfalls sein nächstes Soloalbum Strange Frontier vor.
Am 6. Mai 1983 hatte in den USA der Kinofilm We Will Rock You, ein Mitschnitt der zwei Konzerte im Montreal-Forum am 24. und 25. Oktober 1981, Premiere. Im August 1983 begannen die Aufnahmen zu einem neuen Album: The Works.


1984 – eine neue Ära


Queen live 1984
Auch in diesem Jahr gab es wieder Soloprojekte von Roger Taylor (das zweite Soloalbum Strange Frontier) und Freddie Mercury (zwei Songs für Giorgio Moroders Remake des 1927 von Fritz Lang gedrehten Films Metropolis). Der Solo-Song "Love Kills" von Freddie Mercury avancierte zu dessen erstem Solo-Hit. Aber diesmal war Queen wieder mit Tourneen und Plattenveröffentlichungen präsent. Auch wurden die Singles mit einer laufenden Zählung versehen: Mit QUEEN1 erschien als Vorabsingle zum neuen Album am 23. Januar 1984 Radio Ga Ga (B-Seite I Go Crazy) eine überaus erfolgreiche Veröffentlichung, die 93 Wochen in den britischen Charts war und dort Platz 2 erreichte. Das Video zu Radio Ga Ga zeigt die Band in Szenen von Metropolis, die sie wegen Mercurys Zusammenarbeit mit Giorgio Moroder benutzen durften.

Am 27. Februar 1984, wieder fast zwei Jahre nach dem letzten Queen-Album Hot Space, wurde das Album The Works veröffentlicht, erreichte ebenfalls Platz 2 in den Charts und wurde nach Greatest Hits zum meistverkauften Album der Band. Auch die folgenden Singleauskopplungen aus The Works landeten unter den Top Ten. Der Titel leitet sich von der Redewendung „Let's giv'em the works“ (sinngemäß: "die sollen ihr blaues Wunder erleben") ab.

Der Sound des Albums ist vor allem durch Synthesizer geprägt: Fred Mandel spielte das Klavierfinale in Man On The Prowl und war für Synthesizer-Arrangement und -programmierung in Radio Ga Ga, Synthesizer in I Want To Break Free und „candy-floss” („Zuckerwatte“) in Hammer To Fall verantwortlich, Mack für die Synthesizer-Programmierung in Machines. Mit dem Album schlug Queen eine Brücke zwischen Hardrock (Hammer To Fall – ein Kommentar zum Kalten Krieg) und Pop (I Want to Break Free - eine Hymne des unterdrückten linken Flügels von Brasilien; sie wurde später Kennzeichen des „C2“-Werbespots für Coca Cola).

Die erste Tour mit The Works durch Europa (sechs Konzerte in Deutschland) und Südafrika (sieben Konzerte in Sun City) dauerte vom 24. August bis 20. Oktober. Um den komplexen Sound des Albums auf die Bühne zu übertragen, wurde Spike Edney für Keyboard, Klavier, Gitarre und Gesang engagiert, der später in der Brian May Band und der 2005er Tourbesetzung mitwirkte. Die Band wurde für ihren Auftritt in Sun City, einem Symbol der Apartheid, von der Öffentlichkeit heftig kritisiert.
Am 26. November erschien die weniger erfolgreiche Single QUEEN5 mit Thank God It's Christmas / Man On The Prowl / Keep Passing the Open Windows, die es nur Platz 21 in den britischen Charts schaffte.

1985 – Die beste Live-Band


1985: Queen bei Rock in Rio
Die Welt-Tournee von Queen mit The Works begann am 12. und 19. Januar mit zwei Konzerten bei der ersten Ausgabe von “Rock in Rio” vor über 250 000 Zuschauern. Bei I Want to break Free trat Freddie Mercury mit künstlichen Brüsten auf, in Anlehnung an den Videoclip. Die britische Presse regte sich darüber sehr auf: Das sei nicht politisch korrekt gewesen, da ja der Song in Brasilien ein Freiheitslied sei. Das Publikum war aber offensichtlich anderer Meinung. Die Tour ging am 21. Januar weiter durch Australien, Neuseeland und Japan, wo sie am 10. Mai endete. Hier improvisierte Freddie auch einen Blues, den er den Musikliebhabern des Festivals widmete. Bei den Auftritten spielte erneut Spike Edney Keyboard, Klavier und Gitarre und ergänzte die Band im Gesang.

Am 13. Juli 1985 um 18 Uhr 41 trat Queen bei Bob Geldofs Benefizkonzert Live Aid im Londoner Wembley-Stadion auf. Sie spielten ihre größten Live-Hits: Das Intro von Bohemian Rhapsody (der Mittelteil wurde nicht gespielt, da nur Live-Musik erlaubt war und außerdem die Zeit zu kurz gewesen wäre), Radio Ga Ga (72000 klatschten unisono den Rhythmus), Hammer To Fall, Crazy Little Thing Called Love, We Will Rock You (nur erster Vers und Gitarren-Finale) und zum Abschluss We Are The Champions. Ein schöner Moment war, als Mercury (wie bei den meisten Live-Auftritten) mit dem Publikum zusammen improvisierte. Mit ihrem begeisternden 20-minütigen Auftritt stahl Queen in den Augen der Fans und des Veranstalters Bob Geldof allen anderen die Show. Später sang Mercury mit May Is This The World We Created?. Er beteiligte sich auch am All-Star-Finale bei Do They Know It's Christmas? von Midge Ure und Bob Geldof. Als Reaktion auf dieses Konzert nahmen die Verkaufszahlen der Queen-Platten wieder zu.

Inspiriert von Bob Geldofs Engagement schrieben alle vier Bandmitglieder in Gemeinschaftsarbeit den Titel One Vision, der am 04. November 1985 als Single (QUEEN6, mit Blurred Vision auf der B-Seite) veröffentlicht wurde. Der Song war auch Teil des Film-Soundtracks von Iron Eagle, der am 17. Januar 1986 Premiere hatte. Die Single erreichte Platz 7 in den britischen Charts. Der schnelle, auf Gitarre basierende Song war für diese Schaffensperiode von Queen ungewöhnlich. Er wurde in das nächste Album A Kind Of Magic aufgenommen.

Am 2. Dezember 1985 wurde die Sammlung 'The Complete Works' veröffentlicht. Die Box enthielt 14 digital aufbereitete Platten mit allen bis dahin veröffentlichten Alben (ohne Greatest Hits) sowie die zusätzliche LP Complete Vision mit, bis dahin nicht in einem Album veröffentlichten, Titeln (See What A Fool I've Been, A Human Body, Soul Brother, I Go Crazy, Thank God It's Christmas, One Vision, Blurred Vision). Die ersten 600 Exemplare enthielten die Autogramme der Bandmitglieder. Da üblicherweise von Künstlern erst dann eine Ausgabe des Gesamtwerks erfolgt, wenn sicher ist, dass sie nichts mehr produzieren würden, schürte auch diese Veröffentlichung das Gerücht, dass sich die Bandmitglieder trennen würden.


1986 – Ein letztes Mal auf Tournee
In diesem Jahr erfuhr Freddie Mercury, dass er sich mit Aids infiziert hatte. Dies teilte er niemandem außer seinen engsten Mitarbeitern mit, die er zu Stillschweigen verpflichtete. So wussten weder seine Eltern noch die Bandmitglieder oder die Fans, dass die Magic-Tour die letzte der Band sein würde.
Soloprojekte:
• Im Mai 1986 erschien eine Single mit einem Beitrag von Freddy Mercury zu dem Musical Time von Dave Clark.
• Im Juni erschien der Soundtrack zu dem Film Biggles mit John Deacons Band The Immortals.
Am 17. März 1986 wurde die Soundtrack-Auskopplung (QUEEN7) A Kind Of Magic veröffentlicht, die aus dem Film Highlander – Es kann nur einen geben von Russel Mulcahy (Premiere am 7. März 1986) stammte. B-Seite war A Dozen Red Roses For My Darling, ein Instrumentalstück von Roger Taylor. Sie erreichte Platz 3 in den britischen Charts.
Kurz vor der Europatournee Magic Tour, 27 Monate nach The Works, erschien am 2. Juni 1986 das neue Album A Kind of Magic. Es hielt sich während 63 Wochen in den britischen Charts und erreichte dort sofort Platz 1. Queen hatte für Highlander einige Titel geschrieben, die in veränderter Form in das Album aufgenommen wurden. Als Filmmusik wiesen diese Stücke eine üppige Orchestrierung auf. Deshalb waren an diesem Album noch zahlreiche weitere Künstler beteiligt: Spike Edney wurde wieder für den Keyboard-Part eingesetzt. Das Streicher-Arrangement in One Year Of Love hatte Lynton Naiff geschrieben, in diesem Song spielte Steve Gregory Saxophon. Das Arrangement für das „National Philharmonic Orchestra“ in Who wants To Live For Ever stammte von Michael Kamen und Brian May. In Don't Lose Your Head singt Joan Armatrading. Die Platte wurde in London, Montreux und München produziert. Mulcahy war von Queens Filmmusik so begeistert, dass er auch die beiden Videos A Kind Of Magic und Princes Of The Universe produzierte, in welchem der Hauptdarsteller Christopher Lambert mitwirkte.


Aufbau der Bühne im Wembleystadion 1986, Vorderansicht


Grundriss der Bühne im Wembleystadion 1986


Skizze der Bühne im Wembleystadion 1986
Die nachfolgenden Single-Auskopplungen waren weniger erfolgreich: QUEEN8 vom 19. Juni 1986 mit Friends Will Be Friends und Seven Seas Of Rhye erreichte Platz 14 und QUEEN9 vom 15. September 1986 mit Who Wants To Live Forever, das gegenüber dem Album verändert wurde und Killer Queen Platz 24. Die alten Queen-Hits auf den B-Seiten konnten anscheinend keine bessere Platzierung bewirken.

Die ausverkaufte Magic Tour Tour dauerte vom 7. Juni bis 9. August 1986. Queen absolvierte bei dieser Europa-Tournee 26 Auftritte in 63 Tagen, davon fünf in Deutschland. Auf dieser Turnee agierte Spike 'The Duke' Edney mit Keyboard, Klavier, Gitarre und zusätzlichen Gesang nicht nur unsichtbar im Hintergrund. Am 27. Juli fand im Budapester Népstadion das erste Konzert einer westlichen Band im damaligen Ostblock statt. Freddie Mercury sang an diesem Abend auch Tavaszi Szél Vizet Áraszt („Die Frühlingswinde treiben das Wassers ans Ufer“ - ein ungarisches Volkslied); den Text hatte er sich auf die Handfläche geschrieben.

Ein prophetischer Moment ereignete sich im Londoner Wembley-Stadion, als Freddie Mercury dem Publikum sagte: „There's been a lot of rumors lately about a certain band called Queen ... the rumors are that we're gonna split up. What do you think?” (“Da waren kürzlich viele Gerüchte über eine gewisse Band namens Queen ... diese Gerüchte waren, dass wir uns trennen. Was denkt ihr?“) Zuschauer: „No!“ Freddie: “Forget those rumors, we're gonna stay together 'till we die, I'm sure!" (“Vergesst diese Gerüchte, wir bleiben zusammen, bis wir sterben, ich bin mir sicher!”) Nach diesen Worten, die an eine Textstelle in Save Me erinnern) spielte die Band den Titel Who wants To Live Forever.

Da das Wembley-Stadion nicht mehr für einen dritten Auftritt zur Verfügung stand, wich man auf ein Freigelände in Knebworth aus. Das Konzert war innerhalb von zwei Stunden ausverkauft. Mehr als 120.000 Fans (nach inoffiziellen Zählungen 200.000, ein Besucher-Rekord in England) wollten am 9. August das Abschlusskonzert der Tournee sehen, ohne zu wissen, dass sie zum letzten Mal die komplette Band erleben würden.

Am 11. Dezember 1986 wurde das Album Live Magic veröffentlicht. Es erreichte Platz 3 der britischen Charts. Die Aufnahmen stammten aus den Konzerten vom 11. (Is This the World We Created?) und 12. Juli (Hammer To Fall) im Wembley-Stadion, vom 27. Juli im Népstadion in Budapest (A Kind of Magic, Under Pressure) und vom 9. August in Knebworth Park (alle übrigen Titel). Das Konzert vom 12. Juli wurde 1992 komplett auf Doppel-CD und DVD (Live At Wembley Stadium '86) veröffentlicht. Es gilt bei vielen Fans als beste Live-Dokumente von Queen.


1987/88 – Soloprojekte
Aufgrund der Erkrankung von Freddie Mercury fanden die anstrengenden Live-Konzerte und Tourneen nicht mehr statt. Jedes Bandmitglied beschäftigte sich mit eigenen Soloprojekten:
• Brian May produzierte 1987 das Album Bad News mit der gleichnamigen Ulk-Heavy-Metal-Band.
• Rodger Taylor gründete im Herbst 1987 die Band The Cross, um wieder auf Tournee gehen zu können, und begann mit der Produktion des Albums Shove It, das am 25. Januar 1988 erschien. Den Titel Heaven For Everyone sang dabei Freddy Mercury. (Auf der Single-Version vom 20. März 1988 - und dem in den USA veröffentlichten Album begleitete er nur Roger Taylor). Aus diesem Material entstand die Aufnahme im Queen-Album Made in Heaven.
• Im Oktober 1988 erschien das Mercurys Album Barcelona, das er zusammen mit der spanischen Opernsängerin Montserrat Caballé aufgenommen hatte, eine Synthese aus Pop und Oper.


1989 – Das Wunder
Am 2. Mai erschien die Vorabsingle (QUEEN10) mit I Want It All / Hang On In There. Sie erreichte Platz 3 der britischen Charts. Am 22. Mai 1989, drei Jahre nach A Kind Of Magic, wurde The Miracle veröffentlicht. Den Titel bezogen alle Fans zunächst auf die Gerüchte, dass sich die Mitglieder der Band eigentlich trennen wollten und sich trotzdem noch einmal für ein gemeinsames Projekt zusammengefunden hatten. Erst später sollte sich herausstellen, dass das Wunder darin bestand, dass Mercury trotz seiner Krankheit bis zuletzt, wenn auch unter immer schwierigeren Umständen, im Studio arbeitete und so Material für zwei weitere Platten zur Verfügung stellte.
Das Album war 27 Wochen in den britischen Charts und erreichte Platz 1. Ein Zeichen der Verbundenheit der Bandmitglieder miteinander war, dass bei allen Titeln Queen als Autorenangabe stand. Diesmal war Mack nicht an der Produktion beteiligt. Die Platte entstand in London und Montreux. Musikalisch war das Album eine Fortführung von A Kind Of Magic, was in dem glatten Pop-Rock-Sound der Hits Invisible Man, The Miracle und Breakthru zu erkennen ist. Weniger erfolgreich als das Album waren die vier Single-Auskopplungen, die nacheinander im Zeitraum Juni bis November erschienen.
Am 4. Dezember erschien das Album Queen at the Beeb mit den BBC-Aufnahmen von 1973, es war nur eine Woche in den britischen Charts und erreichte mit Platz 67 die schlechteste Platzierung eines Queen-Albums.


1990 – Gerüchte
Es folgten weitere Soloprojekte von Brian May (musikalischer Leitung beim Musical MacBeth) und Roger Taylor (The-Cross-Album Mad, Bad, And Dangerous To Know).
Im Februar wurde Queen mit dem British Music Award für ihre herausragenden Leistungen geehrt. Mercurys kränkliches Aussehen bei diesem Ereignis gab zu weiteren Spekulationen über seinen Gesundheitszustand Anlass.



1991 bis 1999

1991
Soloprojekte:
• Roger Taylor: The Cross veröffentlichte am 9. September 1991 das Album Blue Rock, das von Februar bis August produziert worden war.
• Brian May produzierte und spielte mit Roger den Song The Stonk von Hale and Pace für eine Wohltätigkeitsplatte.

Am 14. Januar erschien die Vorabsingle (QUEEN16) zum nächsten Album mit Innuendo (auf der B-Seite Bijou). Sie erreicht Platz 1 in den britischen Charts. Kurz darauf, am 4. Februar 1991, wurde 20 Monate nach The Miracle das Album Innuendo veröffentlicht. Wie bereits die Single kam es ebenfalls auf Platz 1.

Der Titel („Anspielung, Andeutung“) ist Programm für die Songs des Albums, was aber erst nach Mercurys Tod klar wurde: I'm Going Slightly Mad (Mercury), These Are The Days Of Our Lives (Taylor) und vor allem The Show Must Go On (May). Dass Freddie Mercury trotz allem seinen Humor nicht verloren hatte, ist sowohl in seinem Song Delilah (eine Liebeserklärung an eine seiner Katzen) und in dem Video zu I'm Going Slightly Mad zu erkennen. Steve Howe spielte die „Spanische Gitarre“ in Innuendo (der Titel erinnert an Kashmir von Led Zeppelin), Mike Moran Keyboard in All God's People, das er zusammen mit Freddie geschrieben hatte. Wie üblich interpretiert Mercury alle Titel.

Produziert wurde das Album in London und Montreux von Queen und Dave Richards, der in einem Interview mit Reinhold Hönle für den „Rolling Stone (Germany)“ im Dezember 1995 die Umstände bei der Entstehung von Innuendo beschrieb. Die Single-Auskopplungen (QUEEN17 am 4. März, QUEEN18 am 13. Mai und QUEEN19 am 14. Oktober) waren weniger erfolgreich als das Album.

Im Februar erfolgten die dreitägigen Dreharbeiten zu I'm Going Slightly Mad. Mercury konnte seinen schlechten Gesundheitszustand kaum vor den Technikern verbergen. Immer wieder musste er sich unter dem Vorwand, dass ihm sein Knie zu schaffen mache, in seiner Garderobe hinlegen.

Am 20. Oktober 1991 erschien das Album Greatest Hits II, das ähnlich erfolgreich wie sein Vorgänger Greatest Hits wurde. Es war mehr als 69 Wochen in den britischen Charts und erreichte wieder Platz 1.

In diesem Jahr verdichteten sich die Gerüchte, dass Freddie Mercury schwer erkrankt sei und an AIDS leide, worüber Boulevard-Blätter der ganzen Welt berichteten. Er leugnete diese Gerüchte aber völlig. Am 23. November unterrichtete er in einer vorbereiteten Aussage die Öffentlichkeit, dass er AIDS habe. Wenige Stunden danach verstirbt Freddie Mercury am 24. November 1991 im Alter von 45 Jahren in seinem Heim am Logan Place No. 1 in Kensington im engsten Kreis an einer Lungenentzündung.

Am 2. Dezember 1991 erschien gleichsam als Vermächtnis von Freddie die Single QUEEN20 mit Bohemian Rhapsody und These Are The Days Of Our Lives von Roger Taylor aus Innuendo. Es erreichte erneut Platz 1 der britischen Charts. Der Erlös wurde für die Aids-Forschung gespendet.

1992 – das Jahr danach
Nur in den USA wurde am 3. März die Sammlung Classic Queen (statt Greatest Hits II) veröffentlicht. Sie erreichte den vierten Platz in den US-Charts, was dort die beste Platzierung eines Queen-Albums seit etwa einem Jahrzehnt bedeutete.
Das herausragende Ereignis des Jahres war am 20. April 1992 das Freddie Mercury Tribute Concert, das im Londoner Wembley-Stadion stattfand.
Am 26. Mai erschien das Doppelalbum Live At Wembley '86, der digital aufbereitete Mitschnitt eines Konzerts im Wembley-Stadion. Es erreichte Platz 2 in den britischen Charts. In den USA wurde Greatest Hits am 15. September 1992 noch einmal veröffentlicht, allerdings mit veränderter Reihenfolge und zwei ausgetauschten Titeln: Bohemian Rhapsody und Flash wurden durch Body Language und I Want To Break Free ersetzt. Das Album schaffte Platz 11 der US-Charts.
Am 19. November 1992 traten Brian May und Roger Taylor zusammen mit Campino von den Toten Hosen, Nina Hagen und Klaus Meine von den Scorpions in Wien bei einer privaten Party von Rudi Dolezal und Hannes Rossacher auf, den Produzenten zahlreicher Videoclips und Dokumentationen von Queen.
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1995
Am 6. November 1995, fast fünf Jahre nach Innuendo, erschien das Album Made in Heaven. Es enthält zahlreiche neu eingespielte Queen-Versionen älterer Titel: Made in Heaven und I Was Born to Love You (beide zuerst veröffentlicht 1985 auf Mercurys Album Mr. Bad Guy), Heaven For Everyone (erschienen 1987 auf dem Album Shove It von The Cross) sowie My Life Has Been Saved, das in seiner ursprünglichen Fassung 1989 als B-Seite auf der Queen-Single Scandal veröffentlicht worden war. Die Demo-Version von Too Much Love Will Kill You war ebenfalls Ende der 80er Jahre im Rahmen der Aufnahmen zu The Miracle entstanden, allerdings damals nicht veröffentlicht worden. 1992 hatte Brian May seine eigene Fassung des Songs (auf seinem Soloalbum Back To The Light) herausgebracht, die Single entwickelte sich zu seinem größten Solo-Hit. Die Grundlagen für die weiteren auf Made In Heaven enthaltenen Songs It's A Beautiful Day und Let Me Live entstammen gleichfalls Demo-Aufnahmen aus den 80er Jahren.
Die weiteren Stücke des Albums waren in einer Art Rohfassung in den letzten Monaten vor Mercurys Tod aufgenommen worden. Er wollte, da seine Stimme noch immer funktionierte, dass die anderen Bandmitglieder so viele Songs wie möglich für ihn schrieben, die dann nach seinem Tod erscheinen sollten. Er hatte zu dieser Zeit ein Appartement in Montreux. Wenn es seine Kräfte erlaubten, kam die Band im Studio zusammen, um Aufnahmen mit ihm zu machen. Diese Takes mit der Stimme Freddie Mercurys dienten dann als Grundlage für You Don't Fool Me und A Winter's Tale. Mother Love ist das letzte Tondokument von Freddie Mercury. Er hat das Lied zusammen mit Brian May geschrieben und konnte die letzte Strophe nicht mehr aufnehmen. Sie wurde schließlich von May gesungen. Auf den beiden letzten, am Cover nicht aufgelisteten Tracks ist Mercurys abschließendes "Yeah", die Reprise von It's A Beautiful Day und ein Instrumentalstück von über 20 Minuten Dauer, die Fortführung des instrumentalen Intros dieses Songs, zu hören. Spielt man diesen so genannten Track 13 und danach Track 1 unmittelbar hintereinander ab, gehen die beiden Stücke nahtlos ineinander über.
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1997
Zum zweiten gemeinsamen Live-Auftritt von Taylor, May und Deacon kam es am 17. Januar 1997 in Paris: Anlässlich der Premiere von Maurice Béjarts Ballett Le Presbytère n'a rien perdu de son charme, ni le jardin de son éclat spielte Queen mit Elton John als Gastsänger The Show Must Go On - dies war der bis dato letzte Live-Auftritt von John Deacon. Die Musik zum Ballett stammt von Queen und Wolfgang Amadeus Mozart. Die Thematik des Stückes bezieht sich auf AIDS sowie den frühen Tod von Freddie Mercury und Jorge Donn, dem ersten Tänzer der Compagnie. Le Presbytère erschien unter dem Titel Ballet for Life als Video; die Live-Fassung von The Show Must Go On ist auf dem Queen-Album Greatest Hits III erhältlich.
Im April 1997 erschien das bisher einzige Computerspiel von Queen, mit dem Titel "The eYe - We must all see to believe". Es besteht aus fünf CD-ROMs, die jeweils einzelne Spielzonen beinhalten. Dabei ist der Spieler in der Rolle des Dubroc, der mittels Queen-Musik die Welt retten muss. Das Spiel wirkt, als sei es von Tomb Raider inspiriert worden. Während des Spiels begegnet man immer wieder Rätseln und kuriosen Figuren, die an Queen erinnern, z.B. Mr. Fahrenheit oder auch Brian Mays "Schädelgitarre" aus dem Video zu It's a Hard Life von 1984. Jede CD-ROM ist überdies in normalen CD-Playern abspielbar und enthält, neben dem Datentrack, extra für das Spiel neu editierte Remixe vieler Queen-Titel.
Am 3. November 1997 erschien das Compilation-Album Queen Rocks mit hauptsächlich härteren, rock-orientierten Songs: Enthalten sind Single-Hits, Album-Tracks sowie drei bisher unveröffentlichte Versionen älterer Stücke, wie z.B. eine teilweise neu eingespielte Fassung von I Can't Live with You. Vor allem aber ist auf dem Album das neue Stück No-One But You (Only the Good Die Young) zu finden: Es handelt sich dabei um den bis heute einzigen (neuen) Song, den May, Taylor und Deacon nach Freddie Mercurys Tod zu dritt (1997) aufgenommen haben. Den Gesang teilen sich Brian May, der das Stück geschrieben hat, und Roger Taylor.
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1999
Das Album Greatest Hits III wurde am 9. November 1999 veröffentlicht. Es ist die erste Platte, die mit dem Schriftzug Queen+ und dem Wappen des Phoenix deutlich macht, dass hier ein neues Konzept verwirklicht wurde: Brian May und Roger Taylor produzieren mit anderen Künstlern Neuaufnahmen oder Bearbeitungen von alten Queen-Titeln. The Show Must Go On ist eine Live-Aufnahme mit Elton John, deren Entstehung oben bereits erwähnt wurde. Somebody To Love wurde von George Michael auf dem Freddie Mercury Tribute Concert interpretiert. Another One Bites The Dust erhielt von Wyclef Jean und Pras Michel eine Rap-Ergänzung.
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Ab 2000
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Laser-Show Queen - Heaven
Im Jahre 2001 produzierte das Planetarium im Forum der Technik des Deutschen Museums zusammen mit Brian May eine multimediale Lasershow, die am 13. Dezember 2001 in München Premiere hatte.
Technisch beeinhaltet die Show Laser-Effekte und 5.1-Surround-Sound, unter Einbeziehung des in die Kuppel des Planetariums projizierten Sternenhimmels. Eingehüllt in leichtem, künstlichem Nebel erleben die Zuschauer Musik und Videos neu abgemischter Queen-Hits.
Premiere hatte der Remix in dts-Surround von Bohemian Rhapsody. Inzwischen musste das Planetarium in München schließen. Die Show ist seit dem 8. November 2002 im Zeiss-Planetarium in Jena und seit dem 13. Januar 2005 im Nicolaus-Copernicus-Planetarium in Nürnberg zu sehen. [1] Seit 9. Februar 2006 ist "Queen - Heaven" auch im Wiener Planetarium zu sehen.
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The Royal Pop Party
Am 3. Juni 2002 traten Brian May und Roger Taylor anlässlich der Feierlichkeiten zum 50. Thronjubiläum von Queen Elisabeth II. auf. „The Royal Pop Party – Party At The Palace“ wurde von BBC live aus dem Park des Buckingham Palace übertragen. Vor der königlichen Familie spielten zahlreiche Größen der britischen Rock- und Popmusik. Zu Beginn intonierte May seine durch ein Intro erweiterte Version von God Save the Queen, malerisch auf dem Dach des Palastes stehend mit Roger Taylor an den Pauken. Er trug dabei einen weißen Frack mit schwarzen Schriftzügen, einer davon „Purple Haze“, ein Song seines Idols Jimi Hendrix. Als Phil Collins seinen Titel You Can't Hurry Love sang, übernahm Taylor den Schlagzeugpart von Collins. Für Radio Ga Ga wechselten sie dann wieder die Plätze. Dann betrat das Ensemble des Queen-Musicals die Bühne und sang mit Brian May We Will Rock You, Taylor und Phil Collins am Schlagzeug, ebenso bei We Are The Champions, diesmal gesungen von Will Young. Zum Abschluss des Queen-Medleys erklang Bohemian Rhapsody, gesungen von den Hauptdarstellern des Musicals Tony Vincent („Galileo“), Hannah Jane Fox („Scaramouch“) und Sharon D Clarke („Killer Queen“). Der Mittelteil kam diesmal nicht vom Band, sondern wurde vom Chor des Musicalensembles aufgeführt. Brian May spielte auch beim Auftritt anderer Künstler Gitarre: Move It von und mit Cliff Richard (unterstützt von S Club 7) und With A Little Help From My Friends mit Joe Cocker. Am All-Star-Finale mit den beiden Beatles-Songs All You Need Is Love und Hey Jude nahmen May und Taylor wieder teil.

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Cover-Bands & Musicals
Verschiedene Cover-Bands, unter anderem Mayqueen oder Austrofred, haben sich auf Queen-Songs spezialisiert.
Vom 3. November 2002 bis 29. April 2003 tourte das Musical “We Are The Champions” mit der Dresdner Queen-Cover-Band MerQury durch Deutschland. Es basierte auf einer Idee der Produzenten Werner und Oliver Forster. 25 Hits wurden durch eine lockere Rahmenhandlung miteinander verknüpft, bei der Peter Freestone, ein enger Vertrauter von Freddie Mercury, als Gast auftrat. Er wurde in der fiktiven Talkshow „Radio Ga Ga“ von zwei Moderatoren über seine Zeit mit Mercury und dessen Werdegang befragt. Auch das Publikum konnte während der Aufführung Fragen an ihn stellen.
Mittlerweile ist aus der Musik von Queen ein eigenes Musical namens "We Will Rock You" hervorgegangen. Näheres siehe in eigenem Artikel:We Will Rock You- Musical.
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Weitere Aktivitäten


Queen live in Köln 2005
2003 war Queen im Zusammenhang mit einer wohltätigen Musikveranstaltung in Südafrika zu sehen: Sie traten in Kapstadt beim 46664-Konzert auf, welches von Nelson Mandela als Benefiz-Projekt zur Aids-Bekämpfung initiiert worden war.
Im Dezember 2004 gaben Brian May und Roger Taylor bekannt, dass sie nach 19 Jahren wieder unter dem Namen "Queen" auf Tournee gehen werden - mit Paul Rodgers als Sänger. Nicht daran beteiligt ist Bassist John Deacon, der sich Ende der 90er Jahre von seiner Tätigkeit als aktiver Musiker vollständig zurückgezogen hatte. Zur aus insgesamt sechs Mitgliedern bestehenden Live-Besetzung gehören neben Spike Edney, dem bisherigen Keyboarder bei Queen-Konzerten, auch die Gastmusiker Jamie Moses an der Gitarre sowie Danny Miranda am Bass. Im März 2005 traten Queen und Rodgers bei der Neuauflage des 46664-Konzertes auf, welches erneut mit Beteiligung Nelson Mandelas über die Bühne ging. Kurz darauf begann eine ausgedehnte Europa-Tournee unter der Bezeichnung "Queen + Paul Rodgers", die sie nach Deutschland, Österreich, in die Schweiz, nach Holland, Italien, Großbritannien und zahlreiche weitere Länder führte. Im Sommer folgten einige Open-Air-Konzerte in Europa, im Oktober setzten Queen ihre Tournee auf Aruba, in den USA (mit zwei Konzerten) und in Japan fort. Außer den Queen-Songs standen auch zahlreiche von Free und Bad Company, den ehemaligen Bands von Paul Rodgers, stammende Stücke auf dem Programm. Beim Song Bohemian Rhapsody teilten sich Freddie Mercury per Videozuspielung und Paul Rodgers den Gesang. Das Konzert in Sheffield wurde aufgezeichnet und unter dem Titel Return of the Champions im September beziehungsweise Oktober sowohl als CD als auch als DVD veröffentlicht. Im Jahr 2006 steht eine umfangreiche Tour in den USA auf dem Programm.
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Der Name
In einem Interview äußerte sich Freddie Mercury zum Band-Namen: „It was then that I thought about the name Queen, you know. At that time the name summons up to a lot of things, a lot of theatre, very grand, very pompous, all of that kind of connotations. It meant so much, you know, it was nice. It wasn't a precise label, it could meant a lot of tings.“ [2] („Damals [1970] dachte ich über den Namen Queen nach. Zu dieser Zeit bot der Begriff viele Deutungen, eine Menge Theater, sehr großartig, sehr prunkvoll, all diese Verknüpfungen. Er bedeutet so vieles, es war nett. Er war nicht eine genaue Kennzeichnung, er konnte Vielerlei bedeuten.“) Damit charakterisierte er den Musikstil und die Live-Auftritte von Queen der 70er Jahre treffend, ging aber nicht auf die weiteren Nebenbedeutungen ein, die der Name für englisch Sprechende hat: „Queen“ ist auch ein Begriff der Umgangssprache, der in einer homosexuellen Beziehung den weiblichen Part bezeichnet.
Mit dieser unausgesprochenen Ambivalenz des Begriffes spielte vor allem Freddie Mercury bei seinen Live-Auftritten: Er verstand es, mit Humor und ironischer Distanz, durch Ballettschritte (er hatte dafür eine Ausbildung), Haartracht und Kostüme einerseits, und durch betont männliche Gesten, das Spiel mit dem Mikroständer und das abschließende God Save The Queen andererseits, zu verhindern, Vorurteile des Publikums in die eine oder andere Richtung zu bedienen.
Zwar waren einige Kostüme sehr extravagant, zum Beispiel hauteng mit Pailletten und tiefem Ausschnitt. Freddie trug aber nie Kleider, wie sie für eine Drag-Queen charakteristisch sind. In einem Interview sagte Mercury einmal: "I like to ridicule myself, I don't take myself too seriously. I wouldn't wear these clothes if I was serious. The one thing that keeps me going is that I laugh at myself." („Ich mache mich gerne über mich selbst lustig. Ich nehme mich selbst nicht allzu ernst. Ich würde diese Kleider nicht tragen, wenn ich ernsthaft wäre. Das einzige, was mich in Gang hält, ist, dass ich über mich selber lache.“) [3]
Auch bei „verdächtigen“ Songtiteln wie Killer Queen, The March of The Black Queen oder My Fairy King („fairy“ hat dieselbe Nebenbedeutung wie „queen“) bleibt es jedem selbst überlassen, welcher Interpretation er den Vorzug geben will.
Anmerkung: An dieser Stelle ist klarzustellen, dass Freddie Mercury sein Privatleben nicht in der Öffentlichkeit ausbreitete. Für das Publikum spielte es auch überhaupt keine Rolle, welche Vorlieben er hatte. Musik und Bühnenpräsenz waren allein ausschlaggebend. Erst als offiziell bekannt wurde, dass er an AIDS erkrankt war, begann man zu ahnen, dass der Mensch Faroukh Bulsara mehr war, als nur das „offizielle“ Abbild einer „Rock-Diva“. George Michael stellte in seiner kurzen Ansprache auf dem Freddie Mercury Tribute Concert fest: „I think a lot of people ... are probably taking some small comfort in the fact that although Freddie died of AIDS he was publicly bisexual.“ („Ich glaube, dass viele Menschen ... möglicherweise nur einen geringen Trost daraus schöpfen, dass Freddie, obwohl er an AIDS starb, bisexuell war.“)[4] So bleibt für den Fan die respektvolle Erinnerung an einen mitreißenden, vitalen Künstler, der bis zum Schluss mit Hingabe an seine Musik ein selbstbestimmtes Leben führte.


Das Emblem
Das von Freddie Mercury entworfene Queen-Emblem, auf dem Cover der LP A Day at the Races am deutlichsten ausgeführt, ist dem Vollwappen des britischen Königshauses nachempfunden. Ein Q bildet einen ovalen Schild, der die stilisierte britische Krone enthält und von allegorischen Figuren umgeben ist. Als Schildhalter dienen zwei steigende, gekrönte Löwen. Der linke (heraldisch rechte) Löwe hat ein gelbes Fell, während der rechte (heraldisch linke) grau und geflügelt ist. Auf der oberen Kante des Schildes balanciert ein roter Krebs, hinter dem Flammen empor lodern. Er steht in der Heraldik an der Stelle des Helmes. Als Helmzier erhebt sich aus den Flammen ein weißer Phönix, der seine Flügel über die Gruppe breitet. Vor den Löwen flankieren noch zwei weibliche, geflügelte Feen oder Elfen (englisch fairies) den Schild. Das bei Vollwappen sonst übliche Devisenband wird von dem geschwungenen Unterstrich des Q übernommen. Den Hintergrund stellen die Strahlen der aufgehenden Sonne dar.
Bedeutung der Figuren:
• In der ägyptischen Mythologie verkörpert der Phönix die Sonne: So wie diese am Abend stirbt, um am Morgen wiedergeboren zu werden, verbrennt sich der Phönix alle 500 Jahre selbst, um danach verjüngt wieder aus der Asche aufzuerstehen. Nach dem Tod von Freddie Mercury wurde der Phönix Namensgeber für die AIDS-Stiftung Mercury Phoenix Trust. Das Symbol für die Tour 2005 von Queen mit Paul Rodgers war der gekrönte Phönix.
• Die beiden Löwen symbolisieren das Tierkreiszeichen für Roger Taylor (geboren am 26. Juli 1949) und John Deacon (geboren am 19. August 1951). In der Astrologie gilt der Löwe als ein Feuerzeichen und wird von der Sonne regiert.
• Der Krebs ist das Tierkreiszeichen für Brian May (geboren am 19. Juli 1947). Zur Sommersonnenwende steht die Sonne im Sternbild des Krebses.
• Die beiden Elfen stehen für das Tierkreiszeichen Jungfrau von Freddie Mercury (geboren am 5. September 1946). Gewöhnlich wird dieses Tierkreiszeichen durch ein Mädchen mit einer Getreidegarbe dargestellt.
Das Emblem ist im englischen Artikel zu Queen abgebildet.
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Die Autoren der Queen-Titel
Zwar galt Freddie Mercury bei der Presse als Kopf der Band, aufgrund der dominierenden Rolle, die er bei den Live-Konzerten spielte. Im Studio, bei der Entwicklung der Hits, waren aber alle Bandmitglieder gleichberechtigt und jeder steuerte mehrere Hits bei. So enthalten die meisten Alben mindestens einen Song von Taylor und Deacon.
Von den insgesamt 184 Queen-Titeln schrieb Freddie Mercury 52, Brian May 49, Roger Taylor 22 und John Deacon 14. Aus der Zusammenarbeit von jeweils zwei Bandmitgliedern entstanden 8 Titel; bei 35 Stücken lautet die Autorenangabe "Queen".
An weiteren 4 Songs haben externe Autoren mitgearbeitet:
• Doing All Right auf dem ersten Album Queen (1973) stammt noch aus der Zeit der Zusammenarbeit von Brian May mit Tim Staffell in ihrer gemeinsamen Band Smile.
• Under Pressure wurde von Queen und David Bowie gemeinsam geschrieben und in den Queen-eigenen Mountain-Studios in Montreux aufgenommen. Die Single gelangte 1981 an die Spitze der britischen Charts; das Stück ist auf dem 1982 erschienenen Album Hot Space enthalten.
• Too Much Love Will Kill You schrieb Brian May mit Frank Musker und Elizabeth Lamers. Den Gesang nahm Freddie Mercury Ende der 80er Jahre auf. Das Lied hatte seine Premiere am Freddie-Mercury-Tribute-Konzert im Wembley-Stadion (1992). In Mays Soloalbum Back to the Light (1992) ist eine von ihm selbst gesungene Fassung zu hören. Später wurde der Titel in einer gänzlich überarbeiteten Version mit der Stimme von Mercury in das Album Made in Heaven (1995) aufgenommen. Der Song gewann 1996 den Ivor Novello Award als musikalisch und textlich bestes Lied.
• Bei All God's People auf dem Album Innuendo (1991) war Mike Moran Ko-Autor. Moran hatte zusammen mit Mercury auch die Lieder zum Album Barcelona (1988) geschrieben, einem Solo-Projekt von Freddie Mercury mit der Opernsängerin Montserrat Caballé.
Nach Auseinandersetzungen über die Anrechnung dieser kooperativen Leistungen einigte sich die Band 1989 darauf, statt der einzelnen Mitglieder „Queen“ als Autoren anzugeben. Dieses Vorhaben setzte die Gruppe erstmals bei ihrem Album The Miracle um. Unter anderem für die folgenden Titel lässt sich der Anteil der einzelnen Bandmitglieder nicht bestimmen: Stone Cold Crazy (aus dem Album Sheer Heart Attack von 1974), Soul Brother (1981 auf der Single Under Pressure veröffentlicht), Under Pressure (Ko-Autor David Bowie), One Vision (auf A Kind of Magic), Stealin' (auf der Single Breakthru).
Bei Live-Auftritten interpretierte die Band auch Stücke der 50er und 60er Jahre: 1981 in Montréal Jailhouse Rock und während der Tournee 1986 z.B. Big Spender, (Coleman & Fields), Hello Mary Lou (Gene Pitney), (You're So Square) Baby I Don't Care (Leiber & Stoller), Tutti Frutti (Penniman & Labostrie) und Gimme Some Lovin' (Winwood & Davies).
Einzelheiten über die Kompositionen finden sich in den Artikeln der einzelnen Bandmitglieder.
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Die Interpreten der Queen-Titel
Freddie Mercury sang bei Studioaufnahmen die meisten Titel: Seine eigenen, alle von John Deacon und viele von Brian May und Roger Taylor. Brian May interpretierte 10 seiner eigenen Songs und Roger Taylor 11. Bei einigen Titeln ergänzen ein oder zwei der Bandmitglieder, die sonst immer wieder in den Chorus-Einwürfen zu hören sind, die Stimme von Freddie Mercury. In folgenden Stücken ist der Hauptgesang auf mehrere Queen-Mitglieder aufgeteilt:
Titel
Under Pressure auf Hot Space (1982) ist der einzige Song auf einem Studio-Album von Queen, in dem neben Freddie Mercury ein Nicht-Bandmitglied, David Bowie, als Hauptsänger auftritt.
Bei den Live-Auftritten sang Freddie Mercury alle Titel, auch solche, die auf den Alben von May ('39) oder Taylor (Modern Times Rock 'n' Roll; Rock It) interpretiert wurden. Einzige Ausnahme bildete I'm In Love With My Car von Roger Taylor, das dieser mit seiner unverwechselbaren Stimme auch auf der Bühne selbst sang. Bei Under Pressure übernahm Roger Taylor den Part von David Bowie.
Nach dem Tod von Mercury traten die verbliebenen Queen-Mitglieder May, Taylor und Deacon beim Freddie Mercury Tribute Concert 1992 gemeinsam mit einer Vielzahl an Gastsängern auf, darunter waren Roger Daltrey, James Hetfield, Robert Plant, Seal, David Bowie, Annie Lennox, George Michael, Lisa Stansfield, Elton John, Axl Rose und Liza Minnelli. Der zweite - und zugleich letzte - Auftritt zu dritt fand 1997 anlässlich der Premiere von Maurice Béjarts Ballett in Paris statt: Wiederum übernahm Elton John den Lead-Gesang bei The Show Must Go On, dem einzigen damals gespielten Stück. Diese Live-Version wurde später auf dem Album Greatest Hits III (1999) veröffentlicht.
In den folgenden Jahren unternahmen Brian May und Roger Taylor (ohne Beteiligung von John Deacon) verschiedenste kleinere Live- und Studio-Projekte unter dem Namen "Queen+": May und Taylor teilten sich dabei den Lead-Gesang mit wechselnden Gastsängern. Bei Kurzauftritten waren u.a. Dave Grohl von den Foo Fighters (2001 in New York bei Queens Einführung in die Hall Of Fame), Patti Russo (2002 in Amsterdam), Zucchero und Luciano Pavarotti (2003 in Modena) sowie Anastacia (2003 in Kapstadt beim 46664-Benefiz-Konzert) zu hören. Im Studio gab es Neueinspielungen von Queen-Titeln u.a. mit Five (We Will Rock You, 2001), Robbie Williams (We Are the Champions, 2001) und John Farnham (We Will Rock You, 2003).
Seit Ende 2004 gibt es eine dauerhafte Zusammenarbeit mit Paul Rodgers, dem ehemaligen Sänger von Free und Bad Company. Mit ihm gemeinsam fand 2005 unter dem Namen „Queen + Paul Rodgers“ eine ausgedehnte Europa-Tournee statt.
Neben den erwähnten Neuaufnahmen im Studio- und Live-Interpretationen entstanden seit Beginn der 90er Jahre auch zahlreiche Remixe, die offiziell auf Queen-Tonträgern veröffentlicht wurden. Als Remixer betätigten sich z.B. Rick Rubin, Trent Reznor, Vanguard (Flash) und der Rapper Wyclef Jean, an dessen Version von Another One Bites the Dust auch Pras Michel beteiligt war.
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Charakteristik der Musik

Stilrichtungen
Die Bandbreite der Musik von Queen reicht vom intimen, leisen, einfachen Lied mit Harfen- oder Gitarrenbegleitung (Love Of My Live) bis hin zur pompösen Opernparodie (Bohemian Rhapsody), vom Wiener Walzer (The Millionaire Waltz) über Music-Hall-Anklänge (Killer Queen) zum Hard Rock (I want it all), von Blues (Rock in Rio Blues, I'm In Love With My Car) und Rock 'n' Roll der 50er Jahre (Crazy Little Thing Called Love) über den Folksong der 60er Jahre ('39) zum Discosound (Another One Bites The Dust).
Weitere Beispiele zu einigen besonderen Musikstilen:
• Music-Hall: Killer Queen, Bring Back That Leroy Brown, Lazing On A Sunday Afternoon, Seaside Rendezvous, Good Company, Good Old-Fashioned Lover Boy, Dreamer's Ball
• 50er Jahre Rock'n'roll: Crazy Little Thing Called Love, Man On the Prowl, The Great Pretender
• Diskosound: siehe hierzu das nur in Japan 1982 veröffentlichte Sammelalbum Disco Hits mit Back Chat, Dancer, Body Language, Staying Power, Cool Cat, Another One Bites The Dust
• Weltmusik:
• Südamerika: Who Needs You
• Spanien: Innuendo
• Arabien: Mustapha
• Gospel: Somebody To Love, All God's People, Let Me Live
• Heavy Metal: Stone Cold Crazy
Kaum eine andere Band hatte in so vielen verschiedenen Stilrichtungen so viele Hits. Der typische Queen-Sound entsteht aber erst durch die unverwechselbaren Stimmen von Mercury, Taylor und May, sowie dessen charakteristischen Gitarrenklänge.


Das „Theatralische“
Viele Kritiker sagten Queen nach, dass ihre Musik oft etwas Theatralisches und Pompöses an sich habe. Dies ist vor allem auf die üppigen Gitarren- und Gesangschöre, den großen Umfang und die Ausdruckskraft von Mercurys Stimme und nicht zuletzt auf den „Koloratursopran“ von Roger Taylor zurückzuführen (z.B. in '39). Am Reinsten kommt dies in der Opernparodie Bohemian Rhapsody aber auch in Don't Try so Hard, Innuendo, The Miracle und Was It All Worth It zum Ausdruck. Ein weiterer Grund für den theatralischen Eindruck ist auch die harmonische Vielfalt der Stücke. Queen begnügt sich nicht, wie so mancher Schlager oder Popsong mit Tonika und Dominante, sondern reichert die Harmonie durch weitere entfernte Tonarten, Kadenzen, Vorhalte, also mit den Mitteln der „klassischen“ Musik, an.

Der Gitarrensound
Bis 1980 erzeugte Brian May mit seiner selbstgebauten „Red Special“ alle Klangeffekte, die bei anderen Gruppen Synthesizer, Streicherorchester oder Blechblasinstrumente übernehmen. Dies war zum einen deshalb möglich, da seine Gitarre bauliche Eigenheiten wie Resonanzräume aufweist, die unabhängig von allen elektrischen Veränderungen einen unverwechselbaren Klang erzeugen. Dazu kommt, dass May bei vielen Stücken mehr als nur eine Gitarren-Spur aufnahm. So weist die Partitur von Somebody to Love fünf E-Gitarren-Stimmen auf. In den rein instrumentalen Stücken (Procession und The Wedding March aus Flash Gorden sowie God Save The Queen), aber auch in Songs wie Keep Yourself Alive, Dreamer's Ball, Lazing on A Sunday Afternoon oder The Millionaire Waltz kommt dieser “orchestrale“ Gitarrenklang besonders deutlich zur Geltung.

Eine weitere Steigerung dieser Gitarren-Effekte erzielte May in Good Company („Jazzband“); The Loser In The End („Rockorgel“), All Dead, All Dead und Lily Of The Valley („Streichorchester“). In manchen Titeln erhält der Gitarrenklang eine Flexibilität ähnlich einem Chor oder einer Singstimme, so dass der Übergang zwischen Gesang und Instrument kaum zu bemerken ist, wie in den Stücken mit den extrem hohen „Screams“ von Roger Taylor (Seven Seas of Rhye, The March of The Black Queen, The Fairy-Feller's Master-Stroke, Ogre Battle, Father To Son)

Diese Queen-typische Gleichbehandlung von Gesang und Gitarre zeigt sich auch in den „Kanon“-Stücken: Hier ermöglicht die Delay-Technik, dass die Musiker auch live mit sich selbst mehrstimmig singen oder spielen können. Beispiele dafür sind Mays Gitarrenspiel in Brighton Rock sowie Mercurys Gesang in Now I'm Here (live) und The Prophet's Song.

Einfluss auf moderne Musik
Die Bandmitglieder von Queen sind bekannt für ihre große musikalische Leistung, ihre einzigartigen Bühnenauftritte und bombastischen Liveshows. Der Sound der Band beeinflusste Künstler und Gruppen wie AC DC, Iron Maiden, Pulp, Def Leppard, Culture Club, George Michael, Metallica, Frankie Goes to Hollywood, Guns N' Roses, Blind Guardian, Trent Reznor, Ween, H.P. Zinker, Jellyfish, The Smashing Pumpkins, Radiohead, Ben Folds Five, Foo Fighters, Robbie Williams, Muse und The Darkness.


Möglichkeiten der digitalen Soundtechnik
Unter der Aufsicht von Brian May und Roger Taylor gab es zahlreiche Restaurierungen, die den Audio- und Videokatalog von Queen wesentlich verlängerten. DVD-Veröffentlichungen ihres berühmten Wembley-Konzertes von 1986 (Live At Wembley Stadium) und ihres Milton-Keynes-Konzertes von 1982 (Live At The Bowl), sowie zwei Greatest Video Hits (Volumes 1 und 2, die 70er und 80er Jahre umfassend) wurden in 5.1 und DTS-Surround-Sound remixed, zwei von Queens am meisten gefeierten Alben, A Night At The Opera und The Game, diese auch auf DVD-Audio-Alben. Dieses Medium scheint für ihre dichten Arrangements maßgeschneidert zu sein. Brian May hat gesagt, dass er gerne den ganzen Katalog von Queen in diesem Format herausgeben will, weil es gewissermaßen das ist, was sich die Band für ihre Arbeit schon vor Jahren vorgestellt hat.
Zukünftige Veröffentlichungen sollen mindestens eine weitere Video-Sammlung (Volume 3) und der Rest des Album-Kataloges im DVD-Audio-Format sein. Wie zu erwarten, sind Taylor und May in ständiger Kommunikation mit Fans, Sammlern und Industrieexperten, um herauszufinden, wo Anfragen für zukünftige Veröffentlichungen sind und welche neuesten Technologien die Industrie bieten kann.

Queen als Liveband
Mit über 700 Konzerten in 20 Jahren war Queen eher eine Liveband als eine Studioband. Sie gehörte zu Lebzeiten Freddie Mercurys zu den besten und erfolgreichsten Livebands der 70er und 80er Jahre.
In den 60er Jahren vor Queen erinnerten die Live-Auftritte eher an die Übertragung der Bedingungen eines Platten- oder Fernsehstudios auf eine kleine Bühne: Die Kleidung war sehr konventionell, die Bandmitglieder bewegten sich kaum von der Stelle (was auch mit den einschränkenden technischen Bedingungen zusammenhing) und die Musiker konnten nur wenig Kontakt zum Publikum herstellen. Die Stücke entsprachen zwar musikalisch den Plattenaufnahmen, es war ihnen aber anzumerken, dass Technik und Aufnahmebedingungen des Studios nicht auf die Bühne übertragen werden konnten.
Für Queen stand dagegen stets die perfekte Show und Unterhaltung des Publikums im Vordergrund. Sie nutzten die jeweils neuesten Techniken, um Akustik und Licht zu verbessern. Sie übertrafen stets alle anderen Bands in der Größe der Ton- und Lichtanlagen. Spezialeffekte wie Nebel, Lichtwechsel und Pyrotechnik wurden gezielt und mit Gespür für den richtigen, dramatischen Zeitpunkt eingesetzt. Extravagante Haartracht und Kostüme spielten bis 1980 auf der Bühne eine wesentliche Rolle. Freddie Mercury war als Leadsänger alles andere als statisch. Er hatte eine Ballettausbildung genossen und faszinierte sein Publikum mit seinen tänzerischen, kraftvollen, auf die Musik abgestimmten und durch die Musik inspirierten Bewegungen. Eine besondere Rolle spielte dabei sein Mikrophonständer, von dem die Füße abmontiert waren. Er war integraler Bestandteil seiner Bühnenpräsenz und wurde als Tambourstock, Gitarre, Balanciergerät und vieles andere mehr genutzt. Mercury brauchte für seine Art der Performance eine große Bühne, die sich, auch das eine Queen-Neuerung, durch Treppen und Rampen in die dritte Dimension erstreckte. So wurde jedes Livekonzert auch zu einem im besten Sinne theatralischen Gesamtkunstwerk.
Die komplexen und komplizierten Titel der Platten konnte und wollte Queen nicht 1:1 auf die Bühne bringen. Jedes Stück wurde für die Livekonzerte bearbeitet und eingerichtet und der Improvisationskunst von Mercury und May genügend Raum und Zeit eingeräumt. So unterschieden sich die gleichen Stücke stets von Auftritt zu Auftritt. Grundsätzlich war die Band der Meinung, dass nichts vom Band kommen dürfe.
Doch es gab Ausnahmen: Eine davon bildete der A-cappella-Mittelteil von Bohemian Rhapsody: Während das Stück vom Tonband gespielt wurde, verschwand die Band von der Bühne, die nur noch von Lichteffekten und Nebel beherrscht wurde. Der Übergang zum Schlussteil war dann eine regelrechte Explosion von Licht und Feuerwerk, aus der die Band wie aus einer Theaterversenkung wieder erschien. Das zweite Stück, das vom Band kam, erklang jedes Mal (außer in Irland) zum Abschluss des Konzerts: Während dem von Brian May bearbeiteten God Save the Queen verabschiedeten sich die vier Musiker von ihrem Publikum. Auf der Magic Tour trat dabei Freddie Mercury mit Krönungsmantel und Krone auf, die er als Reverenz vor dem Publikum zog. Als Eröffnung jedes Konzertes der Magic Tour erklang zudem das Intro von One Vision ab Tonband, ebenso das Intro von Flash auf der Hot Space Tour.
Ebenfalls auf der Magic Tour erschien Mercury während des Songs We Will Rock You mit einem Union Jack. Er trug die Flagge wie einen Umhang. Nachdem er damit einige Zeit über die Bühne stolziert war, wendete er sie blitzschnell und präsentierte auf der anderen Seite zur Begeisterung des Publikums die jeweilige Landesfahne.
Die Auswahl der Titel richtete sich in der Regel nach dem jeweils aktuellen Album, es wurden aber immer wieder auch alte Hits in das Programm aufgenommen. Standardrepertoire waren aber einige Titel, die bei den meisten Konzerten gespielt wurden: Am häufigsten erklang, meist zu Beginn des Konzerts, Now I'm Here, ein Stück, bei dem Mercury die Delay-Technik nutzte, um mit sich selbst einen Kanon zu improvisieren. Keep Yourself Alive und Killer Queen wurden fast so oft wie Bohemian Rhapsody gespielt, das bei mehr als 500 Konzerten einen der Höhepunkte markierte. Selten fehlte auch das Zwillingspaar We Will Rock You und We Are The Champions. Das Programm konnte sich auf einer Tournee bei einzelnen Stücken von Konzert zu Konzert ändern.
Mit dem Album News Of The World schrieb die Band Titel, die auf die Mitwirkung der Konzertbesucher zugeschnitten waren. Dies war und ist noch immer, vor allem We Will Rock You mit seinem charakteristischen Grundrhythmus, der das Publikum zum Mitmachen bringt. Dazu gehört aber auch Radio Ga Ga, welches das Publikum zum rhythmischen Mitklatschen animiert.
Im Mittelteil der Konzerte erklangen ruhigere Stücke in kleinerer Besetzung oder Soloimprovisationen, welche in den Setlists gerne als „Instrumental Inferno“ oder „Impromptu“ bezeichnet wurden. Dadurch konnten einerseits einzelnen Bandmitgliedern kurze Erholungspausen verschafft werden, andererseits wurde ein dramatischer Bogen von Spannung über Entspannung zum abschließenden Höhepunkt geschlagen. Hier erklang oft Love Of My Life, mit Brian May an der akustischen Gitarre und Mercury, der über lange Passagen hinweg das Publikum allein singen ließ. Auch die langen Gitarrenimprovisationen von Brian May, wie Brighton Rock gehören erwähnt. Eine Besonderheit stellten die Songs dar, welche die Band eigens für das Auftrittsland vortrug: Teo Toriatte (Let Us Cling Together), Las Palabras de Amor (The Word of Love) oder in Budapest Tavaszi Szél Vizet Áraszt („Die Frühlingswinde treiben das Wassers ans Ufer“ - ein ungarisches Volkslied). Für "Rock in Rio" schrieb die Band einen Blues „especially for you music lovers“.
Die meisten Konzerte gab Queen in den USA (fast 250) und im Vereinigten Königreich (200). Dann folgte Deutschland mit 55 und Japan mit 51 Tournee-Auftritten. Das größte Publikum hatte Queen am 12. Januar 1985 in Rio de Janeiro (250.000), das kleinste (6) am 28. Januar 1972 im Bedford College, London. In der Zeit von 1973 bis 1986 ging Queen jährlich auf mindestens eine größere Tournee. Ausnahmen sind das Jahr 1981 mit drei kurzen Konzertreisen und 1983, in dem Queen keinen Live-Auftritt absolvierte.
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Veröffentlichungen
Details zu allen Veröffentlichungen im Artikel Queen/Diskografie
Von Queen erschienen im Zeitraum 1973 bis 2005 neben 25 Alben mehr als 100 Singles.
Alben:
• 1973: Queen
• 1974: Queen II
• 1974: Sheer Heart Attack
• 1975: A Night at the Opera
• 1976: A Day at the Races
• 1977: News of the World
• 1978: Jazz
• 1979: Live Killers (Live-Mitschnitt)
• 1980: The Game
• 1980: Flash Gordon - Original Soundtrack Music
• 1981: Greatest Hits (Compilation)
• 1982: Hot Space
• 1984: The Works
• 1986: A Kind of Magic
• 1986: Live Magic (Live-Mitschnitt)
• 1989: The Miracle
• 1989: Queen at the Beeb (Compilation: BBC-Sessions von 1973)
• 1991: Innuendo
• 1991: Greatest Hits II (Compilation)
• 1992: Live at Wembley '86 (Live-Mitschnitt)
• 1995: Made in Heaven
• 1997: Queen Rocks (Compilation)
• 1999: Greatest Hits III (Compilation)
• 2004: Queen on Fire - Live at the Bowl (Live-Mitschnitt von 1982)
Album von Queen + Paul Rodgers:
• 2005: Return of the Champions (Live-Mitschnitt)


Fußnoten
1. ?  siehe http://www.queen-lasershow.de oder http://www.queen-tribute.de/qheaven.htm
2. ?  Interview aus dem Video Magic Years, Part One, erschienen am 30. November 1987. Zum Inhalt des Videos siehe dort.
3. ?  Melody Maker, 2. Mai 1981 (Der Link ist zur Zeit defekt, um auf die betreffende Seite zu gelangen: im linken Inhaltsfenster der defekten Seite den Link "Queen Of The Record '86" anklicken.)
4. ?  Quelle: Booklet der CD George Michael And Queen With Lisa Stansfield: Five Live, Parlophone, 1993.

Literatur
• George Tremlett: Queen – Königlicher Rock aus Großbritannien. Heyne Verlag, München 1981, ISBN 3-453-80053-2. (Amerikanische Originalausgabe: The Queen Story.) Anmerkung: Diese Ausgabe behandelt den Werdegang von Queen bis zum Jahr 1980.
• Werner Möhring: Queen – Das Magazin. Bastei-Verlag, ohne Jahr (Popstar-Album Nr. 10). (Auf Grund des Inhalts wahrscheinlich kurz nach 1986 erschienen.)
• Jacky Gunn, Jim Jenkins: Queen. As It Began. Sidgwick & Jackson, London 1992, ISBN 0-283-06052-2 (Deutsche Ausgabe: Queen. In Zusammenarbeit mit der Band entstanden. Wilhelm Goldmann Verlag, München 1992, ISBN 3-442-42083-0). - Anmerkung: Mit den Werdegängen der Bandmitglieder, der Geschichte der Band von 1970 bis 1991 und dem Tod Freddie Mercurys. Mit Vorwort von Brian May.
• Rick Sky: Freddie Mercury – Das Leben des legendären Popstars. Heyne Verlag, München 1993, ISBN 3-453-06304-X. (Originalausgabe: The Show Must Go On.)
• Mark Hodkinson: Queen - The Early Years. Music Sales Limited, London 2005, ISBN 1-84449-012-2. (englisch)

Weblinks

Offizielle Websites
• Offizielle Queen-Website (englisch)
• Offizielle Queen-Website zur Tour 2005 (englisch)
• Offizielle Website von Brian May (englisch)
• The Official International Queen Fan Club - offizieller Fanklub (englisch)


Unabhängige Websites
• Queen Concerts 1970-2005 - Verzeichnis aller Konzerte (englisch)
• Queen Picture Hall - Abbildungen der Covers (englisch)
• Queen Fan-Club Germany - Deutscher Fanklub, inkl. Diskussionsforum
• Queen Web Guide - Sammlung von Links (englisch)
• Queen-Headquarters.de
• Queenzone.com - Diskussionsforum u.a. (englisch)
• Queen - The Complete Words - Songtexte (englisch)
• lyricsarchive.net: Queen - Songtexte (englisch)
• Queen: The Videos: 1973-2003 - Liste der Video-Clips (englisch)
Von ""


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel -Queen- aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.




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