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Psychedelic Rock

Psychedelic Rock ist eine Spielart der Rockmusik. Sie begann 1965 in den USA, setzte sich weltweit durch und dauerte ca. bis 1969.

• 1 Begriffsdefinition
• 2 Alternative Begriffe
• 3 Bedeutung und Einfluss von Drogen
• 4 Geschichte
• 5 Klangcharakteristik
• 6 Die Texte
• 7 Bedeutung und Einfluss der Musik
• 7.1 Einfluss auf andere Stilrichtungen
• 7.2 Neo-Psychedelic
• 8 Ergänzende Betrachtungen
• 9 Literatur
• 10 Weblinks



Begriffsdefinition
Der Begriff Psychedelika wurde von Humphrey Osmond gemeinsam mit Aldous Huxley erfunden und beschreibt die Auswirkungen halluzinogener Drogen auf die Wahrnehmung des Menschen. Erstmals Erwähnung fand der Begriff Psychedelic (dt.: psychedelisch) in Osmonds Abstract A Review of the Clinical Effects of Psychotomimetic Agents von 1957 und hat sich seitdem in der Psychiatrie etabliert.


Alternative Begriffe
Anstelle von Psychedelic Rock wurde häufig auch der Begriff Acid Rock verwendet. Ebenso die leicht abgewandelte Schreibweise Psychedelia. So findet man Begriffe wie Sixties Psychedelia oder Neo-Psychedelia. Im deutschsprachigen Raum wurde der Begriff auch gerne als Psychodelic oder Psychodelisch falsch eingedeutscht. Es gab verschiedene Versuche, die Stilrichtung in Unterkategorien aufzuteilen, die jedoch immer wieder scheiterten. Für einige extreme Bands wurde die Kategorie Acid Punk verwendet. Zudem existierten kurzzeitig die Kategorien Raga Rock (in Anlehnung an die indische Raga Musik) oder Space Rock die gelegentlich immer noch Verwendung findet.


Bedeutung und Einfluss von Drogen
Der renommierte Harvard-Professor für Psychologie, Timothy Leary, experimentierte seit 1960 mit halluzinogenen Drogen und seit 1962 mit LSD. Ein Bestandteil der wissenschaftlichen Analysen von Leary waren die jährlich von ihm organisierten Sommercamps in Mexiko. Dort sollten die Erfahrungen mit der Droge in einer Gruppe erlebt und ausgewertet werden. Schon das zweite Sommercamp im Jahr 1963 wurde von vielen Früh-Hippies aufgesucht, was die enorme Polularität von Leary unterstrich. Die ersten Ergebnisse der Arbeit publizierte Leary 1964 zusammen mit Richard Alpert und Ralph Metzner in dem Buch The Psychedelic Experience. Das Buch war eine detaillierte Anleitung zum Gebrauch von LSD mit Hilfe asiatischer Philosophien auf der Basis des tibetanischen Totenbuches. Leary hielt sich zu der Zeit in Millbrook auf, als er mit Ken Kesey zusammentraf. Ken Kesey hatte während einer Bustour durch die USA mit LSD experimentiert. Das Experiment bestand darin, wilde Partys zu veranstalten und den Gästen z.T. ohne deren Wissen LSD in die Getränke zu mischen. Solch eine Bustour wurde von Kesey und seinen Gefolgsleuten, den Merry Pranksters, als Acid Test bezeichnet. Der Konsum von LSD war bis 1967 in den USA legal und fand in den verschiedensten Künstlerszenen, in höheren Gesellschaftsschichten, bei Studenten und den Hippies Verbreitung. Die Popularität und die Arbeiten von Timothy Leary machten ihn zu einer Schlüsselfigur und indirektem Namensgeber des Psychedelic Rock.


Geschichte
Im Jahr 1961 veröffentlichte der Philosoph Gerald Herd das Album Re-Birth. Das Album entsprach einer Lesung und nahm das Konzept von Learys The Psychedelic Experience vorweg. Davon inspiriert nahm Aldous Huxley noch im gleichen Jahr das Album Visionary Experience auf. Der Inhalt war eine Art Vorlesung mit verschiedenen Referenzen an LSD und Mescalin.

Ein weiterer Philosoph und LSD-Befürworter, Alan Watts, veröffentlichte das Album This Is It im Jahr 1962. Er unterlegte seine Lesung mit improvisierter Musik und es galt als das erste "psychedelische" Album. Im Frühjahr 1965 gründete sich die Band The Psychedelic Rangers in Los Angeles. Diese Band sollte sich später in The Doors umbenennen.

Im Juni gaben The Charlatans (US) ihr erstes Konzert im Red Dog Saloon in Virginia City, Nevada. Eigens dafür entwarfen die Bandmitglieder George Hunter und Mike Furgesson das erste psychedelische Plakat, auch The Seed genannt. Diese Plakate sollten zu einer wichtigen Begleiterscheinung des Psychedelic Rock werden. Einen Monat später erschien die Single The Trip von Kim Fowley. Der Text des Liedes war eine eindeutige Hommage an LSD.

In Großbritannien erschien die Single See My Friends von The Kinks und beeinflusste viele andere Musiker. Im Oktober 1965 nahmen The Beatles das Lied Norwegian Wood auf. George Harrison spielte in diesem Lied erstmals auf einer Sitar. Später versuchten viele Bands, den Klang der Sitar mit einer herkömmlichen Gitarre zu kopieren.

Der erste Acid Test von Ken Kesey wurde von The Warlocks unterstützt. Diese Band sollte sich bald in The Grateful Dead umbenennen. Im November 1965 warb Kim Fowley für seine Single The Trip in der Zeitung LA Free Press und beschrieb den Klangcharakter der Single mit den Worten "psychedelic sound". Im Januar 1966 verwendeten The 13th Floor Elevators den Begriff Psychedelic Rock auf ihrer Visitenkarte. In San Francisco fand das erste drei Tage andauernde Trips Festival statt. Das multimediale Festival galt als der Begin der psychedelischen Bewegung in Kalifornien.

Der Begriff Psychedelic Rock tauchte zum ersten Mal in den Medien im Zusammenhang mit einer Kritik über ein Konzert der 13th Floor Elevators auf. Einen Monat später veröffentlichten The Yardbirds die Single Shapes Of Things mit orientalisch klingenden Tonfolgen und The Byrds nahmen die zweite Version von Eight Miles High auf, das im März veröffentlicht wurde. Auch die Band Love veröffentlichte ihr erstes Album, auf dem sich einige psychedelische Lieder befanden.

Pink Floyd verwendeten bei einem Konzert in Essex erstmals eine Lightshow für ihren Auftritt. Erfunden wurde diese mulimediale Licht-Show, unterstützt von Tageslichtprojektoren, Filmprojektoren, bunten Lampen, Stroboskopen und Discokugeln ein Jahr vorher von Bill Ham im Red Dog Saloon. Auch Andy Warhol sollte später Lightshows als künstlerisches Mittel verwenden (siehe: Exploding Plastic Inevitable).

Ken Kesey veröffentlichte das Album Acid Test und The Beatles machten die ersten Aufnahmen von She said, She Said und Tomorrow Never Knows. Letzteres Lied bestand im Text aus Zitaten des tibetanischen Totenbuches nach dem Buch The Psychedelic Experience.

Im Mai begannen The Beach Boys ihre Arbeit an dem Lied Good Vibrations und The Rolling Stones veröffentlichten das Lied Paint It Black, das psychedelische Elemente enthielt. Weiterhin erschienen 1966 die Singles "I Had Too Much To Dream Last Night" von den Electric Prunes, "Psychotic Reaction" von den Count Five sowie "We Ain´t Got Nothing Yet" von den Blues Magoos. Ebenfalls 1966 sollten folgende Alben den weiteren Verlauf des Psychedelic Rock dokumentieren (ungefähr in Reihenfolge der Veröffentlichung):

• The Byrds: 5th Dimension
• Timothy Leary/Ralph Metzner: The Psychedelic Experience
(Lesungen aus dem gleichnamigen Buch)
The Beatles: Revolver
• Donovan: Sunshine Superman
• The Deep: Psychedelic Moods
• The Blues Magoos: Psychedelic Lollipop
• The Seeds: Web Of Sound
• Count Five: Psychotic Reaction
• The 13th Floor Elevators: The Psychedelic Sounds Of The 13th Floor Elevators

Im Jahre 1967 sollten viele weitere Bands dem Trend folgen und der Psychedelic Rock erreichte seinen Höhepunkt. Gleichzeitig machte der Summer Of Love der Hippie-Bewegung in Kalifornien Schlagzeilen und die kommerzielle Version des Psychedelic Rock wurde, angereichert mit Folk- und Pop-Künstlern, als Flower Power vermarktet.

Dieser Begriff war weitestgehend vom positiven Hippie-Image des "Love, Peace & Happiness" (dt.: Liebe, Frieden & Glück) geprägt und war thematisch frei von Drogen. In diesem Jahr veröffentlichten The Grateful Dead ihr erstes Album. The Beach Boys veröffentlichten das wichtige Pet Sounds Album(1966), sowie The Velvet Underground und The Jimi Hendrix Experience jeweils ihr erstes Album.

In Großbritannien waren es The Beatles mit ihrem Album Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band sowie Pink Floyd mit The Piper at the Gates of Dawn die weitere Maßstäbe in diesem Genre setzten. Die Welle sollte bis 1968 anhalten bis es 1969 langsam aus der Mode kam. Viele Bands lösten sich auf oder wandten sich dem schlichten Rock oder Pop zu. Einige Bands und Musiker komponierten immer längere Lieder und verstanden Psychedelic Rock zunehmend als Kunstform. Hier fand ein fließender Übergang zum Progressive Rock statt.


Klangcharakteristik
Man kann Psychedelic Rock auch als eine Ära des Rock bezeichnen, da die Bands, die diesem Stil zugeordnet werden, musikalisch sehr differenziert waren. Als charakteristisch für alle Bands kann man jedoch die Verwendung, ungewöhnlicher und neuartiger Klänge definieren. Weiterhin charakteristisch war der bisweilen experimentelle Umgang mit Songstrukturen.

Eine grundlegende Voraussetzung zur Entstehung dieser Musik war die Arbeit von Joe Meek, der die Aufnahmetechnik im Studio revolutionierte. Auf dieser Basis konnten die Musiker einer Band getrennt und zeitversetzt aufnehmen. Eine weitere wichtige Vorarbeit leistete der Produzent Phil Spector. Doch auch technische Neuerungen wie das Wah Wah-Pedal oder die Fuzzbox sowie Effektgeräte spielten eine große Rolle. Weiterhin charakteristisch waren Rückkopplungs-, Phasing- und Echoeffekte. Gerne wurden auch Tricks mit den Aufnahmebändern verarbeitet: Das Einfügen von rückwärts laufenden Gitarren oder Teilen des ganzen Liedes, Wiederholungen durch das Anlegen von Schleifen oder Manipulationen an der Geschwindigkeit des Aufnahmebandes gehörten zu den häufig verwendeten Effekten.

Viele der ersten Bands orientierten sich musikalisch am Rhythm & Blues sowie der US-amerikanischen Folk-Musik. Die USA standen zu der Zeit unter dem Einfluss der British Invasion. So kann man auch einen Einfluss der Beat-Musik auf den Psychedelic Rock ausmachen. Bei den Live-Auftritten der Bands kam es unter dem Einfluss von Drogen z.T. zu langen Improvisationen und wilden Experimenten.

Bei Studio-Aufnahmen kam dies vorerst kaum zur Geltung. Vor allem durch den Einfluss der Beatles und der Beach Boys wurden die Lieder jedoch immer komplexer. Es standen Klangtüfteleien und Kompositionen im Vordergrund, die mit einem erweiterten Instrumentarium, mit den einfachen Strukturen und einigen Traditionen des Rock'n'Roll brachen.

Aber die Ausdrucksweise konnte variieren. In Großbritannien war die Musik poppiger als in den USA, wo sich die Musiker deutlicher an ihren musikalischen Wurzeln orientierten. Auch innerhalb der USA gab es Unterschiede zwischen den künstlerisch ambitioniert und kühl wirkenden Bands der Ostküste und den vom Mystizismus und den Hippie-Idealen geprägten Bands der Westküste.

Als die ersten Aufnahmen von längeren Musiktiteln erschienen, gab es auch mehr Freiraum für Experimente. Bei Aufnahmen, die das Radioformat von drei bis höchstens vier Minuten überschritten, hatte man Bedenken bezüglich der Akzeptanz in den Medien und beim Publikum. Die positive Resonanz auf die ersten längeren Titel von den Rolling Stones, The Doors oder The Beatles brach diese Barriere ein. Musiker, die ihre Experimente vorher nur spärlich als überraschendes Element eingesetzt hatten, bekamen plötzlich einen Rahmen zum Ausleben ihrer Ideen.


Die Texte
Großen Einfluss auf die Texte hatten die fernöstlichen Religionen und die damit verbundenen Themen der Bewusstseinserweiterung. Alles bekam einen surrealen und esoterischen Anstrich.

Weiterhin gab es einen direkten Einfluss aus der Literatur der Beatniks und des Science Fiction- sowie der Fantasy Literatur. Es flossen auch Erfahrungen aus dem Konsum von Drogen in die Texte ein. In der Untergrundszene beschäftigten sich auch viele Bands mit dem albtraumhaften Bad Trip, somit den eher negativen Erfahrungen mit Drogen.

Tatsächlich wurde der Konsum selten direkt verherrlicht. In den Medien wurde jedoch das Thema Drogen gerne aufgegriffen und vielen Bands die Verherrlichung von Drogen vorgeworfen. Lieder wie z.B. Eight Miles High oder Mr. Spaceman von den Byrds beruhten aber auf einer Vorliebe für Science Fiction Themen. Auch das Lied Lucy In The Sky With Diamonds von den Beatles wurde Drogenlastigkeit nachgesagt, was die Band immer bestritt. Das es sich bei dem Text von She Said, She Said um Erlebnisse im Drogenrausch handelt, haben wiederum die Beatles erzählt, nur hatte dies vorher niemand vermutet.


Bedeutung und Einfluss der Musik
Ähnlich wie der Rock'n'Roll veränderte der Psychedelic Rock die Musikwelt enorm. Es wurden Dinge selbstverständlich, die vorher noch als riskant, verpöhnt oder gar unmöglich galten.

Es kamen Streichinstrumente oder Blasinstrumente zum Einsatz die vorher nur in Stilrichtungen verwendet wurden, die man nicht dem Rock zugeordnete. Es kamen auch exotische Instrumente wie die Sitar, Tablas und das Mellotron und die ersten Synthesizer zum Einsatz.

Mit den Instrumenten flossen aber auch direkte Einflüsse aus anderen Stilrichtungen in die Rockmusik ein. Neben Jazz oder Folk waren dies auch Einflüsse aus der klassischen Musik denen man sich öffnete. So gab es Tendenzen ein Album als ein thematisch geschlossenes Werk zu betrachten (Konzeptalbum).

Im Undergroundbereich führte diese Öffnung zu, für den Rock untypischen Spielarten zur Bildung einer ersten "Rock-Avantgarde". Dazu zählten Bands wie The Velvet Underground, The Fugs, The United States Of America oder The Red Crayola.

Begleiterscheinungen wie das Psychedelic Poster und die Light-Show sind heute in Form von aufwendig gestalteten Konzertplakaten und einer mehr oder weniger ausgefeilten Bühnenbeleuchtung unverzichtbare und nicht mehr weg zu denkende Bestandteile der Rockmusik.


Einfluss auf andere Stilrichtungen
Der Psychedelic Rock beeinflusste viele andere Stilrichtungen wie zum Beispiel:
• Die Soul bzw. Funk Musik der 1960er und 1970er Jahre. Hier sticht das Lied Time Has Come Today von den The Chambers Brothers hervor, das, ähnlich wie das Lied Free Your Mind And Your Ass Will Follow von Funkadelic auch, die Strukturen des Rock beibehält. Die überwiegende Mehrheit hielt jedoch an den Strukturen des Soul/Funk fest und verarbeitete lediglich die für den Psychedelic Rock typischen Effekte in ihrer Musik. Beispiele: The Temptations, O'Jays, The Isley Brothers, Curtis Mayfield.

• Den Hardrock der 1970er Jahre. Am bekanntesten ist sicher des Lied Whole Lotta Love von Led Zeppelin, dessen chaotischer Mittelteil als psychedelisch bezeichnet werden kann. Weitere Beispiele: Hawkwind, Deep Purple, Black Sabbath, Iron Butterfly.

• Bereiche des Heavy Metal der 1990er Jahre. Hier sticht die Band Voivod hervor mit ihrer Coverversion des Pink Floyd-Klassikers Astronomy Domine. Auch Vertreter des Progressive Metal bedienen sich oft psychedelischer Elemente. Weitere Beispiele: Alice In Chains, Monster Magnet.

• Bereiche des Post-Punk ab Ende der 1970er Jahre. Neben dem Album Strawberries von The Damned oder Wires Album 154 gab es nicht nur Punk-Bands, die sich auf den Psychedelic Rock bezogen. Auch Bands, die später dem Gothic zugeordnet wurden, nutzten Elemente des Psychedelic Rock für ihre Zwecke. Oft bestand es darin, einen monotonen Klangteppich im Hintergrund zu erzeugen wie bei She's In Parties von Bauhaus. Andere setzten wesentlich mehr Bezugspunkte wie z.B. Tuxedomoon in dem Lied Desire. Einen direkten Bezug findet man bei der Band Psychic TV, dessen Frontmann in Parallele zu den vielen Kulten der 1960er Jahre in den USA Thee Temple ov Psychick Youth gründete. Weitere Beispiele: XTC, Siouxsie and The Banshees, The Cure, Cocteau Twins.

• Die als Shoegazing und Madchester bezeichneten Musikstile der späten 1980er Jahre. Zu deren bekanntesten Vertretern gehörten The Charlatans (GB), Ride, Inspiral Carpets oder My Bloody Valentine. Letztere schufen mit ihren Album Loveless eine modernisierte Variante des Psychedelic Rock. Vom Shoegazing kann man eine Linie ziehen zum Britpop der 1990er Jahre. Deren bekanntesten Vertreter wie Oasis oder Blur bezogen sich direkt auf die Musik der 1960er Jahre und den Psychedelic Rock. Weitere Beispiele: Supergrass, Radiohead.

• Inwieweit ein Einfluss des Psychedelic Rock auf den Dub-Reggae existiert, ist nicht klar. Es scheint im Wesentlichen, dass sich der Dub-Reggae aus sich selbst heraus entwickelt hat. Man kann jedoch einen stark psychedelischen Charakter in der Musik feststellen.


Neo-Psychedelic
Gegen Ende der 1970er Jahre kam es im Zuge der Punk-Bewegung zu einem Revival, das als Neo-Psychedelic oder Neo-Psychedelia bezeichnet wurde. Neben Vorläufern wie Chrome waren u.a. The Swell Maps, The Teardrop Explodes oder Cleaners From Venus aus Großbritannien, sowie The Soft Boys und The Dream Syndicate die bekannteren Vertreter.

Auslöser des Revivals waren die Wiederveröffentlichung alter Aufnahmen aus den 1960er Jahren auf Compilations wie z.B. der Nuggets-Compilation von Lenny Kaye oder der Pebbles-Serie und das damit einhergehende Garagen Rock-Revival, bei dem es viele Überschneidungen zum Psychedelic Rock gab.

In den 1980er Jahren wuchs das Revival des Neo-Psychedelic um unzählige Bands, von denen die meisten von der großen Rockwelt weitestgehend unbeachtet im Underground wirkten. Zu den bekannteren gehörten Plasticland, The Fuzztones, The Flaming Lips, The Bevis Frond, The Jesus And The Mary Chain, Spaceman 3 und Spiritualized. Zu den wenigen deutschen Bands des Neo-Psychedelic gehörten die 39 Clocks, die sich im Zuge der Punk-Bewegung gründeten, oder die Band Kastrierte Philosophen. Aber auch bis in die 2000er hat der Neo-Psychedelic Rock seine Auswüchse wie mit den Berliner Liquid Visions. Seit 10 Jahren eine Institution in Sachen Neo-Psychedelic Rock aus Deutschland.


Ergänzende Betrachtungen
Die Rockmusik war jedoch nur ein Teil dessen was damals auch als die "Psychedelische Revolution" bezeichnet wurde. Die damalige Musik war eng verknüpft mit weiteren kulturellen Erscheinungen. Insofern als das direkte Beziehungen zwischen Musikern, Literaten, Filmemachern und Schauspielern existierten und man sich gegenseitig beeinflusste.

Die Szene in den USA war stark geprägt durch unzählige Swamis, Gurus, Sekten und Kulte. Daher sind eine Betrachtung der Jesus-People, oder des Maharishi Mahesh Yogi zu empfehlen.

Die düstere Seite der Kulte finden ihre Entsprechung bei den von Aleister Crowley inspirierten Satanisten wie der Church Of Satan oder der Process Church of the Final Judgement die sich 1967 in der Haight-Ashbury Distrikt von San Franzisko ansiedelte, zu der Charles Manson Kontakt hatte. Hier existieren durch Bobby Beausoleil, der ein Mitglied der Manson Familie war, direkte Verbindungen zu Kenneth Anger dessen Underground-Filme wiederum Musiker wie z.B. The Rolling Stones inspiriert haben.

Der teilweise exzessive Drogenkonsum führte letztendlich für einige Künstler zum Tode oder hinterließ psychisch gestörte Persönlichkeiten. Dies, und die allgemein zunehmende Gewalt, mit ihrem Höhepunkt in den Morden der Manson-Familie, waren die Hauptursachen für den Niedergang der Hippie Bewegung und der Gegenkultur der psychedelischen Ära.

Eine spezielle Band in diesem Zusammenhang ist Orkustra. Das Schweizer Label RD Records veröffentlichte 2005 unveröffentlichte Aufnahmen.



Literatur
• Jerry Lucky: The Psychedelic Rock Files. Burlington: Collector's Guide Publishing Inc., 2003. ISBN 1896522971
• Jim DeRogatis: Turn on your Mind. Milwaukee: Hal Leonard Corporation, 2003. ISBN 0634055488


Weblinks
• Musicline Genre-Lexikon
• The Seed (engl.)
• Rock Poster des Filmore Auditoriums von 1966-1970 (engl.)
• Umfangreiche Liste psychedelischer Bands, Alben und Lieder (eng.)
• RD Records

Siehe auch: Portal:Rockmusik
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel PsychedelicRock aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.




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