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Neil Young
Neil Young (* 12. November 1945 in Toronto, Ontario) ist ein kanadischer Rockmusiker, der mit seiner Band Crazy Horse, aber auch als Solokünstler und mit vielen anderen Bands und Künstlern auftritt. Zu seinen populärsten Titeln gehören The needle and the damage done, Heart of Gold, Cinnamon Girl, Sugar Mountain, Like a Hurricane, Hey Hey, My My, und Rockin' in the Free World. Youngs Karriere begann 1966 mit der Band Buffalo Springfield und dauert bis heute an. 1969 war er Teilnehmer des Woodstock Festival zusammen mit David Crosby, Stephen Stills und Graham Nash (CSNY).
1 Biografie
1.1 60er Jahre
1.2 70er Jahre
1.3 80er Jahre
1.4 90er Jahre
1.5 2000 bis heute
2 Diskografie (offizielle Alben, weltweit)
3 Videografie (Regie)
4 Weblinks
Biografie
60er Jahre
Anfang der 60er Jahre spielte Neil Young in verschiedenen lokalen Bands in Winnipeg. Dabei nahm er auch einige Songs z.B. 1962 mit der Gruppe The Squires und 1966 mit den Mynah Birds auf. Nachdem seine Auftritte und Aufnahmen von wenig Erfolg gekrönt waren, zog er nach einem kurzen Aufenthalt als Solokünstler in Toronto 1966 nach Los Angeles, wo er kurze Zeit später gemeinsam mit Stephen Stills die Band Buffalo Springfield gründete.
Buffalo Springfield wurde schnell zu einer der führenden Bands in der aufstrebenden Folk-Szene im Kalifornien der mittleren 60er Jahre. Nach dem dritten Album mit Buffalo Springfield (Last Time Around) verließ Neil Young 1968 die Band aufgrund von stetigen Streitigkeiten zwischen den Bandmitgliedern, um sich einer Solokarriere zuzuwenden. Ende 1968 nahm er sein erstes Solo-Album (Neil Young) auf und tourte mit seinen Songs im Jahre 1969 durch Nordamerika. Kurz darauf erschien Everybody Knows This is Nowhere, das erste Album mit seiner legendären Band Crazy Horse. Außerdem spielte er mit Crosby, Stills und Nash, unter anderem bei deren zweitem gemeinsamen Auftritt vor 250.000 Leuten auf dem Woodstock Festival.
70er Jahre
Der Kanadier zeigte im Laufe der Jahre eine große Wandlungsfähigkeit, die von der großen Anzahl seiner Veröffentlichungen dokumentiert wird. Er spielte Folk und Country, im steten Wechsel mit "harter" Rockmusik. Dem bis heute meistverkauften Album Harvest beispielsweise folgte ein Jahr später das rohe Time Fades Away. Aus Konzertmitschnitten bestehend, zeigt es ein anderes Gesicht Neil Youngs, Country-Melodien werden von langen Gitarrenimprovisationen abgelöst.
Die depressive Stimmung, die auch in den nächsten Jahren Youngs Musik dominierte, rührte zu einem großen Teil vom Tod eines Roadies (Bruce Berry) und eines Bandmitgliedes der Crazy Horse (Danny Whitten) her. Das 1975 erschienene Album Tonight's The Night verarbeitete diese Erlebnisse und gilt für viele als das Meisterwerk Neil Youngs schlechthin. Ein Jahr zuvor erschien mit On The Beach ein ebenfalls sehr düsteres, depressives Album, welches unter den Fans ebenfalls als Meisterwerk gehandelt wird. Comes A Time von 1978 bietet wieder den Harvest-Sound; die siebziger Jahre beendet er mit dem umjubelten Album Rust Never Sleeps, auf dem die A-Seite akustisch und die B-Seite krachend mit Crazy Horse eingespielt wurde. Das Album beginnt leise mit My, My, hey, hey (out of the Blue) und endet mit der Hymne Hey hey, My My (into the Black). Ergänzend gibt es im gleichen Jahr noch das Live-Doppelalbum Live Rust und den gleichnamigen Film, aufgenommen im Cow Palace in San Francisco.
80er Jahre
In den 80er Jahren beginnt für Neil Young eine Phase des Experimentierens und kommerziellen Risikos. Eingeläutet wird das Jahrzehnt mit dem von vielen Fans als patriotisch beargwöhnten Hawks and Doves, wo in Referenz auf Bob Dylans Bringing it all back home eine Seite akustisch, die andere im
Country Rock-Stil eingespielt wurde.
1981 folgte wieder ein Crazy Horse-Album: Re-ac-tor, das mit futuristischem Design und kruden Liedtexten (Got mashed potatoes/ain't got no T-Bone) weniger erfolgreich war. Ein weiteres Experiment erschien 1982 mit Trans. Hier wechselte Young fast völlig die Fronten und kreierte einen Synthesizer-Sound, der an Devo oder Kraftwerk erinnert. Angeblich ist dies eines der Lieblingsalben von Neil Young selbst. Young behauptet, dieses Album für seinen autistischen Sohn produziert zu haben und verneint kommerzielle Aspekte. Es war (s)ein Versuch der Kommunikation.
Viele weitere Alben in den 80ern waren ähnliche Wagnisse, finanziell wurde das Jahrzehnt zum Desaster. Young hatte zwischenzeitig zu Geffen Records gewechselt, seine Spielfreude wurde ihm jedoch als "uncharakteristische Musik" angekreidet, ein Umstand, der zu einem langwierigen Prozess zwischen Geffen Records und dem Künstler führte, der ihn zu Reprise Records zurückführte. Das erste Album auf dem alten Label (Reprise), This Note's For You (1988), führte ihn jedoch wieder auf seinen erfolgreichen Weg zurück, wie das 1989er Erfolgsalbum Freedom bewies.
90er Jahre
Im Zuge der Entstehung einer alternativen Rockszene in den USA war Neil Young vielen Bands, u.a. Sonic Youth, ein Vorbild. Später auch als "Godfather of Grunge" tituliert, veröffentlichte er mit seiner Hausband Crazy Horse 1990 das geradeaus rockende Ragged Glory, in der die in die Jahre gekommenen Musiker wieder zu alter Form aufliefen.
Zudem war das Album mit einigen Nummern aus der Mitte der Siebziger Jahre bestückt (Country Home, White Line). Der Nachfolger war ein nicht minder rocklastiges Live-Album, Weld, das zusätzlich eine CD mit Feedback, Gitarrenkrach und Songfetzen enthält (Arc), Neils Referenz an die experimentale Rockmusik, vergleichbar mit Lou Reeds Metal Machine Music.
Das Jahr 1992 endete mit der Veröffentlichung von Harvest Moon, wo Neil Young wieder der "ruhigen" Musik frönte. Das Album wurde zu Teil zwei der so genannten Harvest-Trilogie erklärt, die mit Harvest 1972 begann.
Musikalisch in eine ähnliche Richtung geht das 1993er Unplugged, mit dem Neil einem Trend folgte, wie Eric Clapton, Bob Dylan und Kurt Cobain Unplugged at MTV aufzutreten. Letzterer war ein großer Verehrer Youngs und hatte ihn vor seinem Selbstmord mit der Textzeile aus Youngs "Heyhey, mymy (Into the black)" "It's better to burn out than to fade away" zitiert.
Neil verarbeitete Kurt Cobains Tod dann in dem Album Sleeps with angels von 1994. Der gleichnamige Titeltrack war Cobain gewidmet. Für das nächste Album tat Young sich mit der Band Pearl Jam zusammen; das Ergebnis war Mirror Ball, ein wuchtiges Rock-Epos, der Neils schon dünner werdende Stimme mit einem frischen Sound unterlegte, der ihn zweifelsohne erneut für eine jüngere Generation interessant machte. Im selben Jahr fand auch eine Kooperation mit dem Independent-Filmer Jim Jarmusch statt, für dessen Film Dead Man er den Soundtrack in Form von elektrischen Gitarrenimprovisationen beisteuerte. Das gleichnamige Album folgte Anfang 1996. In den darauffolgenden Jahren erschien ein weiteres Crazy Horse-Album (Broken Arrow, 1996) und eine Live-Platte (Year of the Horse), die die Stücke der letzten Jahre, aber auch Klassiker wie When You Dance und Danger Bird abdeckte.
2000 bis heute
1999 kam das bisher letzte CSNY-Album Looking Forward heraus. Einige Stücke, die Neil dafür geschrieben hatte, waren ursprünglich für Silver & Gold (2000) gedacht. Ein weiteres Live-Album aus diesem Jahr (Road Rock) enthält eine fast 20-minütige Version des Klassikers Cowgirl in the Sand.
Auch der 11. September 2001 beeinflusste Neil Young: Beim "America: A Tribute To Heroes"-Konzert spielte er solo am Klavier das John Lennon-Stück Imagine, und auf seinem Album Are You Passionate? beschäftigte er sich in dem Stück "Let's roll" mit der Terror-Bedrohung ("Goin' after Satan/On the wings of a dove").
Viele Kritiker fanden die Tatkraft die Young im Kampf gegen den Terror orderte, als eine peinliche Rückkehr zu seinen patriotischen Ergüssen der Reagan Ära. 2003 wurde das Album Greendale veröffentlicht, ein Konzeptalbum, welches zuvor auf einer Solo-Tour in Europa und einer Crazy-Horse-Tour in Nordamerika komplett live gespielt wurde. Das im Jahr 2004 erschienene Greatest Hits-Album kam auf Wunsch des Vinyl-Fans Neil Young auch noch in dieser wieder zunehmend populären Form auf den Markt.
Das neueste Album Prairie Wind kam Ende September 2005 heraus, zusammen mit einer DVD über die Produktion des Albums. "Prairie Wind" schließt stilistisch und thematisch an "Harvest Moon" an und bildet den Abschluss der "Harvest-Trilogie": Harvest/Harvest Moon/Prairie Wind. Ebenfalls angekündigt wurde für Ende 2005 das von den Fans lange erwartete Archive, Volume 1.
Für seinen wohl einzigartigen Gitarrensound baute sich Young einige Effektgeräte selbst, die er bei Bühnenauftritten in einer großen Box mit Fußschaltern verbirgt. Seinen Basteltrieb lebt er auch an seiner großen Modelleisenbahn aus.
Neil Young war Anfang der Siebziger Jahre mit der Schauspielerin Carrie Snodgress liiert und hat mit ihr einen Sohn (Zeke). 1978 heiratete er Pegi Morton und hat mit ihr einen Sohn (Ben, geb. 1978) und eine Tochter (Amber Jean, geb. 1984).
Seine Frau und er gründeten 1986 eine Stiftung "Bridge School", in der mehrfach behinderte Kinder ausgebildet werden können. Für diese Stiftung findet jährlich ein Konzert-Ereignis statt, bei dem schon namhafte Künstler wie Bonnie Raitt, Bob Dylan, Bruce Springsteen, Tom Petty und viele andere auftraten. Neil Young ist auch treibende Kraft hinter dem jährlichen Festival "Farm Aid", das immer mit großem Staraufgebot zugunsten in Not geratener Farmer veranstaltet wird, aber einen etwas reaktionären Anstrich hat.
Im April 2005 wurde Neil Young wegen eines Hirnaneurysmas behandelt. Von dieser Krankheit scheint er sich zunächst gut erholt zu haben. Im Juni 2005 starb sein Vater Scott Young (Schriftsteller) im Alter von 83 Jahren.
Diskografie (offizielle Alben, weltweit)
Buffalo Springfield (Buffalo Springfield), 1966
Buffalo Springfield Again (Buffalo Springfield), 1967
Last Time Around (Buffalo Springfield), 1968
Neil Young, 1968
Everybody Knows This is Nowhere, 1969
Deja Vu (mit Crosby, Stills & Nash), 1970
After The Gold Rush, 1970
Four Way Street (live) (mit Crosby, Stills & Nash), 1970
Harvest, 1972
Journey Through The Past (Soundtrack), 1972
Time Fades Away (live), 1973
On The Beach, 1974
Tonight's the Night, 1975
Zuma, 1975
Long May You Run (mit Stephen Stills), 1976
American Stars'n'Bars, 1977
Decade, 1977, Compilation
Comes A Time, 1978
Rust Never Sleeps, 1979
Live Rust (live), 1979
Hawks And Doves, 1980
Re*ac*tor, 1981
Trans, 1982
Everybody's Rockin' ,1983
Old Ways, 1985
Landing On Water, 1986
Life, 1987
This Note's For You, 1988
American Dream (mit Crosby, Stills & Nash), 1988
Eldorado (Minialbum,5000 Stück Japan Pressung,nicht weltweit erschienen), 1989
Freedom, 1989
Ragged Glory, 1990
Arc/ Weld, 1991, live
Harvest Moon, 1992
Unplugged (live), 1993
Lucky Thirteen, 1993
Sleeps With Angels, 1994
Mirror Ball (mit den Mitgliedern der Band Pearl Jam ), 1995
Dead Man (Soundtrack), 1996
Broken Arrow, 1996
Year Of The Horse (live), 1997
Looking Forward (mit Crosby, Stills & Nash), 1999
Silver & Gold, 2000
Road Rock Vol.1 (live), 2000
Are You Passionate?, 2002
Greendale, 2003
Greatest Hits (Compilation), 2004
Prairie Wind, 2005
Videografie (Regie)
Journey Through The Past, 1972
Rust Never Sleeps, 1979
Human Highway, 1982
Greendale, 2003
Prairie Wind, 2005
Weblinks
Literatur von und über Neil Young im Katalog der DDB
Offizielle Webpräsenz
Deutsche Webpräsenz
Inoffizielle Webpräsenz seiner Anhänger
Neil Young Songs (Texte und Akkorde)
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel NeilYoung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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