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John McLaughlin

John McLaughlin (* 4. Januar 1942 in Yorkshire, England) ist britischer Musiker. Er betätigt sich als Jazz- und Rockgitarrist, sowie als Songwriter.

John McLaughlin arbeitete mit Brian Auger, Billy Cobham, Georgie Fame, Jerry Goodman, Jan Hammer, Carlos Santana, den Four Tops und Wilson Picket zusammen. Mit Ginger Baker und Jack Bruce spielte er zusammen Mitte der Sechzigerjahre in der Graham Bond Organization. Nachdem McLaughlin u. a. Mitglied in der Gruppe des deutschen Vibraphonisten Gunter Hampel geworden war und nach einer ersten Solo-LP ("Extrapolation") ging er auf Einladung des damaigen Miles Davis-Bassisten Dave Holland in die USA, wo er - neben der Mitwirkung auf den wichtigen Alben "In A Silent Way" und "Bitches Brew" von Miles Davis - mit dem ehemaligen Davis-Schlagzeuger Tony Williams und dem Organisten Larry Young (Khalid Yasin) das Trio Lifetime gründete und an Carla Bleys richtungsweisendem Werk Escalator Over The Hill mitwirkte.

Der große Erfolg kam für John McLaughlin aber erst mit seinem 1971 gegründeten eigenen Mahavishnu Orchestra, dessen hochenergetische, rhythmisch komplexe Fusion aus Jazz und Rock wegweisend für die (u. a. von Miles Davis eingeleitete) Fusion-Musik Ende der Sechziger- und Anfang der Siebigerjahre war. Im Mahavishnu Orchestra konnte McLaughlin - der inzwischen, unter dem Einfluss seines Gurus Sri Chinmoy, Drogen und Alkohol entsagt hatte - seine unglaubliche Gitarrentechnik sowie sein musikalisches Potential erstmals voll entfalten. Nach der Auflösung des ersten Mahavishnu Orchestra folgte ein zweites, zu dem u. a. McLaughlins damalige Frau gehörte.

Das anschließende - lediglich aus akustischen Instrumenten bestehende und stark an klassischer indischer Musik orientierte - Projekt Shakti mit dem Geiger L. Shankar und dem Tabla-Spieler Zakir Hussain war ein Schub für die Popularität indischer Musik im Westen. Sie hatten 1976 und 1977 legendäre Auftritte auf dem Montreux-Jazz-Festival und formierten sich 1999 unter dem Namen Remember Shakti erneut, woraus einige Alben und ein Montreux-Besuch hervorgingen.

1981 nahm er zusammen mit den Gitarristen Al Di Meola und Paco de Lucía das berühmte Live-Album Friday Night in San Francisco auf, welches über zwei Million mal verkauft wurde. 1982 folgte der grandiose Studio-Ableger Passion, Grace & Fire, der ein Feuerwerk an Kunstfertigkeit und Spielfreude ist und der zu den Klassikern der Akustik-Gitarren-Aufnahmen zählen darf. 1996 folgte das Studio-Album The Trio und eine Reunion-Tour, mit der sie an frühere Erfolge anknüpfen wollten. Ungeachtet des kommerziellen Erfolgs blieb das oft auf bloße publikumswirksame Effekte reduzierte Konzept jedoch von der musikalischen Substanz her deutlich hinter anderen Auftritten McLaughlins zurück.

Zu erwähnen ist auch der glückliche Zusammenschluss von John Mclaughlin mit dem Top-Drummer Dennis Chambers, den er in einem Interview als seinen "brother in arms" bezeichnete und mit dem er seit Mitte der 90er intensiv zusammen arbeitete. So entstand daraus das furiose Trio The Free Spirits mit dem Hammond-Orgel-Virtuosen Joey DeFrancesco. Sie waren in dieser Formation 1993 und 1995 zu Gast auf dem Montreux-Jazz-Festival, außerdem auf dem Festival Jazz á Vienne, und sie spielten das Album The Free Spirits - Tokyo Live ein. Ausserdem entstand 1998 das Studio-Album The Heart Of Things, diesmal durfte Dennis Chambers John Mclaughlins Duette mit dem Saxophonisten Gary Thomas unterstützen, im selben Jahr auch auf dem Montreux-Jazz-Festival.


Wichtige Alben (Auszug)
• "Extrapolation"
• "Emergency" (mit Lifetime)
• "My Goal's Beyond"
• "Inner Mounting Flame" (mit dem Mahavishnu Orchestra)
• "Birds Of Fire" (dto.)
• 'Between Nothingness And Eternity (dto. life)
• "Remember Shakti" (mit der gleichnamigen Gruppe)
• "The Mediterranean" (Klassik mit dem London Symphony Orchestra)


Gitarren (Auswahl)
• Artikel über die von 1971 - 1975 von John McLaughlin gespielte elektrische Doppelhals-Gitarre "Double Rainbow" von Rex Bogue.
• Die von Abe Wechter gebaute erste (akustische) "Shakti"-Gitarre mit sieben zusätzlichen Resonanzsaiten ("Dronen").
• "Marielle", Nylonsaiten-Gitarre mit Cutaway.
• "Our Lady", die bislang letzte (und vermutlich teuerste) Gitarre, die Abe Wechter für John McLaughlin gebaut hat.
• Übersicht über die von John McLaughlin gespielten Gitarren.


Weblinks
• Literatur von und über John McLaughlin (Musiker) im Katalog der DDB
• John McLaughlin - Homepage
• John McLaughlin - Pages Of Fire
• Site speziell zu der 1973 erschienenen LP "Love Devotion Surrender" von John McLaughlin und Carlos Santana (viele Fotos).
• Ein interessantes Interview (2003) mit John McLaughlin
• Umfangreiche Diskographie zu John McLaughlin



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel JohnMcLaughlin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.




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