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Emerson, Lake and Palmer

Emerson, Lake & Palmer (auch bekannt als ELP) war eine britische Rockband, die der Stilrichtung des Progressive Rock zuzurechnen ist und diese in der Frühzeit entscheidend mitprägte.

• 1 Werdegang
• 2 Eine Band – viele Musikstile
• 2.1 Immer noch Rockmusik?
• 2.2 Von Bach bis Bartók
• 2.3 Jazz, Blues, Ragtime, and more
• 3 Diskografie
• 3.1 Singles
• 3.2 Alben
• 4 Weblinks


Werdegang
Die Musik der Band zeichnete sich durch eine keyboardlastige Vermischung unterschiedlichster Musikstile aus. Neben Jazz- und Blueseinflüssen wurde ELP vor allem für seine klassischen Einflüsse berühmt. Aus dem umfangreichen Gesamtwerk ragt das Livealbum Pictures At An Exhibition heraus, auf dem ELP die „Bilder einer Ausstellung“ des russischen Komponisten Mussorgski neu interpretierten.

Neben Eigenkompositionen (zum Beispiel der Suite „Tarkus“) wurden unter anderem klassische Vorlagen Bartóks, Janáceks, Bachs, Ginasteras, Coplands, Guldas, Sullivans und Tschaikowskis bearbeitet.

1969 gründeten der The Nice-Keyboarder Keith Emerson und Greg Lake, Bassist und Sänger von King Crimson, zusammen mit Carl Palmer, dem Schlagzeuger von The crazy World of Arthur Brown und Atomic Rooster, die Band und benannten sie entsprechend ihrer drei Nachnamen.

Beim Isle-Of-Wight-Festival 1970 debutierte das Trio, und an diesen Auftritt schloss sich nahtlos eine „Supergroup“-Karriere an. Jedes Album der Gruppe erreichte bis 1977 in England und den USA hohe Chartpositionen. Singleauskopplungen wie „Lucky Man“ (1970), „I believe in Father Christmas“ (1977) oder „Fanfare for the Common Man“ (1977) wurden Welthits.

Auch in Rest-Europa und Asien konnten Emerson, Lake & Palmer in den 1970er Jahren große Erfolge feiern und brachten bei ihren Konzerten die Gigantomanie auf die Bühne zurück. Ein ausladender Bühnenaufbau und die größte PA-Anlage der damaligen Zeit (stets in Konkurrenz zu Pink Floyd) trugen zum Ruf der Band bei. Ihre „Brain Salad Surgery“-Welttournee 1973/1974 wurde dann folgerichtig gleich auf einem 3er-Livealbum dokumentiert, weil ein Doppelalbum nicht mehr ausreichte.

Der Anspruch, immer größer, höher, weiter zu gehen als zuvor, führte dann in Etappen zur Bandauflösung im Jahre 1979.

Das nach einer dreijährigen Pause im März 1977 veröffentlichte Doppelalbum Works Volume 1, war unter Einbeziehung eines kompletten Symphonieorchesters und der Präsentation des dreimanualigen Yamaha Wunder-Synthesizers GX-1 eine Mischung aus Solo- und Gruppentracks, die allerdings zum Teil enttäuschten. Obwohl das Album nicht mehr ganz die Verkaufszahlen der Vorgänger erreichte, gründeten ELP ihr eigenes 80-Mann-Symphonieorchester und gingen mit ihm live auf Tour durch Nordamerika.

Diese Tour wurde zwar künstlerisch hoch gelobt, war aber ein finanzielles Desaster für die Band, da das Management bei der Tourplanung mit täglich wechselnden Auftrittsorten nicht die Vorgaben der Gewerkschaft der Orchestermusiker beachtet hatte. Es waren nur Reiseentfernungen von 200 Meilen täglich erlaubt. Die Folge waren Konzertabsagen. Die hohen Kosten für das Orchester mussten aber weiter getragen werden. So stießen die drei Millionäre an ihre persönlichen finanziellen Grenzen und entließen das Orchester nach zwölf Konzerten. Nur für vier legendäre Auftritte im Juli und August 1977 – drei im New Yorker Madison Square Garden und eins im Montrealer Olympiastadion – kamen Band und Orchester noch einmal zusammen. ELP setzten die Tour erfolgreich als Trio fort, obwohl ein Wirbelsturm in Florida mehrere Auftrittsorte verwüstete. Mit Abschluss dieser Nordamerika Tour im Jahr 1978 war die Band immer noch finanziell angeschlagen und künstlerisch ausgebrannt. Geplante Auftritte in Europa 1978 wurden abgesagt.

Das vorerst letzte Album Love Beach 1978 wurde nur noch auf Druck der Plattenfirma auf den Bahamas aufgenommen. Nach dessen Veröffentlichung (die Platte zählt inzwischen zu den „bestvergessensten“ der Rockgeschichte) löste die Band sich offiziell auf. Carl Palmer wurde danach Schlagzeuger bei Asia, und Greg Lake sowie Keith Emerson wandelten auf Solopfaden, wobei letzterer mehrere Filmusiken komponierte, darunter die Soundtracks zu „Nachtfalken“ mit Sylvester Stallone und „Inferno“ von Horror-Spezialist Dario Argento.

1986 gründete sich Emerson, Lake & Powell mit Drummer Cozy Powell, da Carl Palmer sich nicht von seiner damaligen Band Asia trennen wollte. Zwei Jahre später war es genau umgekehrt: Jetzt wollte Palmer wieder mit Emerson und Lake zusammen arbeiten, aber Greg Lake verweigerte sich dem Projekt, so dass Emerson und Palmer zusammen mit dem Bassisten und Sänger Mike Berry die Formation Three gründeten. 1992 hatten dann alle drei endlich wieder Zeit für einander und formierten sich neu, konnten jedoch nur mäßig an den ehemaligen Erfolg anknüpfen. Auf der großen Welttour des Jahres 1993 kam es zu einem weiteren Rückschlag für die Band. Drummer Carl Palmer litt unter chronischer Sehnenscheidentzündung (carpal tunnel syndrome), Keyboarder Keith Emerson erlitt gar eine Nervenerkrankung an der rechten Hand (repetitive stress disorder), die dazu führte, dass er in der Hand kein Gefühl mehr hatte und mit ihr deshalb nicht spielen konnte.

Die Tour wurde kurz vor ihrem Ende abgebrochen und Emerson operiert; gänzlich ließ sich seine Spielfähigkeit jedoch nicht mehr herstellen. Für das letzte reguläre ELP-Album In the hot Seat (1994), (übersetzt: „Auf dem heißen Stuhl“) wurden deshalb Studiomusiker engagiert, um Emerson auszuhelfen. 1996 ging die Band noch einmal auf Tournee durch die USA, Kanada und Europa, wobei sie dabei in wesentlich kleinerem Rahmen als in den 1970ern auftraten. Unterschiedliche Meinungen über ein neues Album führten zu erneuten Unstimmigkeiten der drei Musiker. 1998 lösten sich Emerson, Lake & Palmer dann nach ihrem letzten Konzert in San Diego, Kalifornien, offiziell und wohl endgültig auf.
Greg Lake trat danach weiter solo auf, so unter anderem im Jahre 2002 in den USA zusammen mit Ringo Starr. Keith Emerson gelang währenddessen eine beachtliche Energieleistung: Mit seiner linken Hand spielte er via Midi-Aufzeichnung alle Musikparts der rechten Hand im Computer ein und trat mit diesen (eigenen) Zuspielungen 2003 wieder live auf – unter anderem mit seiner Ex-Band The Nice. Drummer Carl Palmer wählte den eigenartigsten Weg der Fortsetzung seiner ELP-Karriere und tourte mit seiner Carl Palmer Band, wobei die Fans in kleinen Clubs Gitarrenadaptationen der ELP Keyboardwerke zu hören bekamen.

Keith Emersons GX-1 Synthesizer und sein Moog Modularsystem hat inzwischen der Filmusikkomponist Hans Zimmer (OST u. a. zu Titanic und Gladiator) erworben, so dass der Emerson-Sound auch heute noch hin und wieder in Hollywoodfilmen zu hören ist.

Eine Band – viele Musikstile
Wesentliches Element der Musik von Emerson, Lake & Palmer ist die Verwendung und Vermischung unterschiedlichster Musikstile. Dies kann vom kurzen, eingestreuten Stilzitat bis zur Bearbeitung ganzer Werke in anderem stilistischen Umfeld und neuer Instrumentierung reichen. Im Bereich der klassischen Musik werden Werke der Barockmusik (hauptsächlich von Johann Sebastian Bach), der Klassik und Romantik (Tschaikowski, Leo? Janá?ek) bis zu Werken der klassischen Moderne (Alberto Ginastera, Modest Mussorgski, Béla Bartók, Aaron Copland) verwendet. Dazu treten Elemente des Jazz, bevorzugt im Stile des Swing, Ragtime und Boogie-Woogies, des Blues, sowie die typischen Elemente der Rockmusik. Experimente mit Strukturen und Instrumenten außereuropäischer Kulturen, die in den späten 60er und frühen 70er Jahren sehr beliebt waren (Sitarklänge bei den Beatles, arabische Einflüsse auf Led Zeppelins Song Kashmir, usw.), sind bei ELP eher selten.
Diese musikalische Arbeitsweise war auch einer der Hauptpunkte, die Hörer und Kritiker in verschiedene Lager spaltete. Wo die Einen ernstzunehmende, zeitgenössische Interpretationen älterer Werke sahen, die den begrenzten Rahmen der Rockmusik erweiterten, empfanden die Anderen dieses Vorgehen als wahlloses Kokettieren mit musikalischen Versatzstücken. Eine ernsthafte Interaktion bzw. Verschmelzung der Musikstile vermochten sie nicht zu erkennen. Hörern eher traditioneller Rockmusik war das Experimentieren mit Elementen außerhalb des Rocks ohnehin suspekt.


Immer noch Rockmusik?
Trotz der Einbeziehung von Klassik und Jazz ist in der Mehrzahl der Songs der Rockbezug klar spürbar. Titel wie Knife Edge, A Time and a place (siehe Noten und Hörbeispiel), The Barbarian, Living Sin und andere beruhen zum großen Teil auf Powerchords im Stile des frühen Hardrock (Deep Purple, Led Zeppelin u.a.). Da der Band ein „hauptamtlicher“ Gitarrist fehlt und Greg Lake selbst im Studio relativ selten zur E-Gitarre greift (schöne Ausnahmen hiervon sind das Solo aus Battlefield, sowie die Riffs aus Karn Evil 9), übernehmen die Hammondorgel bzw. dem E-Gitarrensound nachempfundene Synthesizerklänge diese Aufgabe. Der Rockgestus wird bei solchen Songs zusätzlich hervorgehoben, indem Greg Lake hier deutlich bluesrock-betonter, „schmutziger“, singt (Time and a place, Living Sin). Der Titel Black moon wird durch ein prägnantes Bass-Riff und wuchtiges Schlagzeugspiel zu einer harten, schleppenden Rocknummer.


Bass-Riff aus ELPs Song Black Moon
Hörbeispiel. Andere Titel (Are you ready Eddy?, Nutrocker, L. A. Nights) verweisen mit ihrem an Jerry Lee Lewis erinnernden Klavier-Stil historisierend auf den Rock ’n’ Roll der 50er Jahre. Die Rock- und Akustik-Balladen der Band (Battlefield, Heart on ice, Lucky man, Still you turn me on) bewegen sich stilistisch im üblichen Rahmen der Rockmusik. Und selbst wenn klassische Werke als Vorlage dienen, bleibt durch Emersons aggressive Spielweise und Palmers treibendes Schlagzeugspiel sowie das Instrumentarium der Bezug zur Rockmusik meistens gewahrt. ELP haben auch einige fremde Rocksongs, wie 1994 Bob Dylans Man in the long black coat oder den Byrds-Titel Eight miles high interpretiert (gecovert).
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Von Bach bis Bartók
Der Umgang der Band mit klassischer Musik lässt sich wie folgt gruppieren:


Blues und Invention aus ELPs Song Take a pebble
Die Verwendung von Werkzitaten, welche in andere Titel eingebaut werden, als Intro eines Songs dienen, oder seine verschiedenen Teile miteinander verbinden. Die Länge der eingefügten Elemente kann von wenigen Takten bis zu ganzen Abschnitten eines Werkes reichen. So beginnt zum Beispiel der Song The only way (Hymn) mit der auf der Kirchenorgel vorgetragenen Toccata für Orgel F-Dur BWV 540 von J. S. Bach. Nach der von Greg Lake gesungenen Hymne leiten die im Stil des Jaques Loussier Trios (Play Bach) gespielten ersten 6 Takte aus dem Präludium Nr. 6 d-Moll BWV 851 aus Bachs Wohltemperierten Klavier über zum zweiten Gesangsteil mit einer ausgiebigen Klaviertrio-Improvisation.

Die Einleitung zu Love at first sight wird aus Frederic Chopins Etüde Nr. 1 in C-Dur Op. 10 gebildet. Im Titel Take a pebble (siehe Noten und Hörbeispiel) sind im zweiten Teil eine Klaviertrio-Improvisation, die Anfangstakte aus J. S. Bachs Invention Nr. 1 in C-Dur BWV 772, eingestreut, nach der die Improvisation fortgesetzt wird. Hörbeispiel

Nach einem wiederholten typischen Blues-Lick und einer ebenfalls wiederholten chromatischen 16-tel Figur führen diatonisch aufsteigende Viertel zum nach F-Dur transponierten Motiv der Invention. Die Begleitung in der linken Hand behält währenddessen die gleiche Figur bei. Das Keyboard-Solo am Ende von One by One beruht auf einem Zitat aus dem 3. Satz des Klavierkonzertes Nr. 3 von Béla Bartók. Im langsamen Teil von Karn Evil 9 – 2nd impression sind einige Takte aus Franz Liszts Mephisto-Walzer Nr. 1 verarbeitet. Auf Pictures at an exhibition singt Greg Lake eine nur von der Akkustikgitarre begleitete Ballade, die auf Solveigs Lied, dem 4. Satz aus Edvard Griegs Peer-Gynt Suite Nr. 2 Op. 55, fußt. Wiederum ein Zitat von J. S. Bach, die Allemande aus der Französischen Suite Nr. 1 BWV 812, enthält der Titel Knife edge.

Die explizite Bearbeitung ganzer Werke, einzelner Sätze eines Werkes oder ganzer Werkzyklen (Bilder einer Ausstellung), die dann auch im Songtitel angegeben ist: Die Bandbreite der Bearbeitungen reicht von Uminstrumentierungen, welche den Notentext kaum verändern, über improvisatorische Einschübe und Verfremdungseffekte, bis zur vollständigen Verwandlung des Werkes. Dadurch werden oft neue, überraschende musikalische Aspekte des Originals hörbar. Auf dem Album Works 1 spielt Carl Palmer eine sich zwar nahe am Original befindliche Version von J. S. Bachs Invention Nr. 4 in d-moll BWV 775 auf dem von Streichern begleiteten Vibraphon, jedoch im Tempo deutlich langsamer gehalten als auf gängigen Klavieraufnahmen, gleichsam „in Zeitlupe“, wodurch ein interessanter Verfremdungseffekt erreicht wird. Im Song The barbarian wird das selbst im Original schon recht perkussive Klavierstück Allegro barbaro von Béla Bartók im ersten Teil in einen brachial wirkenden Hardrock-Kontext gestellt. Dem steht der filligran gehaltene Mittelteil gegenüber, in dem die Musiker sich „zurücknehmen“. Carl Palmer verwendet zum Beispiel den in der Rockmusik selten verwendeten Jazzbesen. Der Titel Toccata stellt eine Bearbeitung des 4. Satzes des Klavierkonzerts Nr. 1 Op. 28 von Alberto Ginastera dar. Dabei werden nicht, was naheliegend wäre, die Tasteninstrumente in den Vordergrund gerückt, sondern die Bearbeitung baut sich primär um ein Schlagzeug- und Paukensolo auf, angereichert durch zahlreiche elektronische Klänge. Die Band erzielt damit eine düstere, bizarre Stimmung, die sogar Ginastera zu beeindrucken vermochte.


Originalthema aus Mussorgskys „The old castle“
Eine gute Beobachtung des Unterschiedes zwischen relativ nahe am Original verbleibenden Uminstrumentierungen gegenüber Bearbeitungen, die das Original kaum noch erkennen lassen, ermöglicht die Bearbeitung von Mussorgskys Zyklus Bilder einer Ausstellung. Der Titel Promenade ist eng an den Notentext gehalten und lediglich auf das Instrumentarium der Band (Orgel, Bass, Schlagzeug) übertragen. Ebenfalls das nachfolgende Gnomus, obwohl hier schon einige „Jazz-Läufe“ eingebaut sind. Im Titel The old castle hingegen ist von der unheimlichen Stimmung des Originals nichts mehr zu spüren (siehe Noten- und Hörbeispiel). Hörbeispiel Mussorgsky


Emerson, Lake & Palmers Bearbeitung von Mussorgskys „The old castle“
Mussorgskys ursprüngliches Motiv verwandelt sich in einen treibenden Blues-Rock. Gegenüber dem Original fallen der chromatische 16-tel Aufstieg vom G zum C (Takt 1), das Spiel in Triolen (Takt 2 und 3), sowie die punktierte Terzfigur (Takt 4) auf. Einer typischen absteigenden Blues-Figur in Triolen folgt eine unpunktierte 16-tel Figur. Hörbeispiel der Bearbeitung von ELP
Weitere von der Band adaptierte klassische Werke sind Canario (4. Satz aus Joaquin Rodrigos Fantasia para un Gentilhombre), Knife edge (1. und 5. Satz aus Leo? Janá?eks Sinfonietta), Fanfare for the common man (aus Aaron Coplands gleichnamigen Werk), Hoedown (4. Satz aus Coplands „Four Dance Episodes From Rodeo“), Mars, the bringer of war (1. Satz aus Gustav Holsts Werk „Die Planeten“ Op. 32), Romeo and Juliet (nach dem gleichnamigen Balett Op. 64 von Sergej Prokofjew), The Enemy God Dances With The Black Spirits (nach dem 2. Satz der Skythischen Suite Op. 20 von Prokofjew) sowie Nutrocker (1. Akt aus der Ballett-Suite op. 71 Der Nussknacker von Tschaikowsky).
Eigenkompositionen, welche klassische Groß- oder Kleinformen, Konstruktionsprinzipien oder Stilmerkmale verwenden: In seinem Klavierkonzert Nr. 1 greift Emerson die Großform des Solokonzerts (Sonatenhauptsatzform) auf. Einflüsse aus den Errungenschaften des Orchesters und Klaviersatzes der letzten 200 Jahre, von der Spätromantik über Debussy, Rachmaninow, Hindemith, Strawinsky, Gershwin, bis hin zum Ragtime und Jazz fließen darin zusammen. In das mit 10 Minuten etwas länger gehaltene The Endless Enigma (siehe Noten und Hörbeispiel von Endless Enigma) ist eine vom Klavier vorgetragene dreistimmige Fuge eingebettet. Vom Anfangsteil mit Rockband-Besetzung führt eine Klavierüberleitung (1. Teil des Hörbeispiels) zu einem „Präludium“ (2. Teil des Hörbeispieles), welches bereits das Thema der darauf folgenden Fuge andeutet. Die vom Intervall der Quarte dominierte, in punktiertem Rhythmus gespielte Fuge (3. Teil des Hörbeispieles) ist nicht ganz „streng“ gearbeitet (die Bezeichnung Fugato wäre treffender). Die erste Comes weicht im dritten Takt vom Dux ab. Der zweite Comes sogar noch früher. Im weiteren Verlauf des Stückes treten die Themen nicht mehr auf.


Intro, Präludium und Fuge aus Endless Enigma
Im Titel Abaddons Bolero wird Ravels Methode, ein annähernd unverändert gehaltenes Thema ständig zu wiederholen, in anderen Stimmen erscheinen zu lassen, umzuinstrumentieren und im Verlauf des Stücks kontinuierlich bis zum Höhepunkt zu steigern, aufgegriffen. Ohne klassische Vorbilder nicht vorzustellen ist schließlich das dreiteilige The three fates, bei dem der erste und zweite Teil eine ausgiebige Kirchenorgel- bzw. Klavierimprovisation ist.
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Jazz, Blues, Ragtime, and more
Der Einfluss des Jazz in vielen Titeln der Band ist durch die Verwendung von Jazzharmonik und Jazzrhythmik, sowie die entsprechende Melodiegebung (Jazzimprovisation) gegeben. So ist der Song Step aside (siehe Noten und Hörbeispiel) auf einer in der Rockmusik eher selten anzutreffenden Akkordfolge mit vielen erweiterten Akkorden aufgebaut. E mi 7 – E/b (Basston) – Eb mi 7 – Db# mi 7 – Db 6 (sus) – H maj /13 – F# add 9 – A maj /13 – F# add 6 – F# maj – A maj /13 – E add b9 – F# – Db maj #9. Im Mittelteil erscheint ein Klaviersolo in durchlaufenden 32-tel-Werten, welches aus der Zeit des Bebop stammen könnte. Häufig wendet die Band ungerade Taktarten, wie den durch Dave Brubeck im Jazz populär gewordenen 5/4-Takt, an. Die Taktart wechselt dabei oft zusätzlich im Verlauf des Stücks, wie etwa bei Infinite Space oder in Eruption aus Tarkus, wo der 5/4-Takt zuerst in einen 3/4-Takt, dann in 4/4, und schließlich wieder in den 5/4-Takt des Beginns zurückfällt. Die jazzbetonte Spielweise des Schlagzeugs betont, wie im Titel Tank (der teilweise fast ein Schlagzeugsolo darstellt), das Ganze zusätzlich. Stilistisch greift die Gruppe oft auf die Form des klassischen Klaviertrios des Jazz zurück. Beispiele hierfür sind die Titel Karn Evil 9 – 2nd impression, Take a pebble, oder das bereits erwähnte Step aside.



Diskografie

Singles
• 1970 – Lucky Man (A-Seite) Knife Edge (B-Seite)
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Alben
• 1970 – Emerson, Lake & Palmer
• 1971 – Tarkus
• 1971 – Pictures at an Exhibition
• 1972 – Trilogy
• 1973 – Brain Salad Surgery
• 1974 – Welcome back my Friends to the Show that never ends – Ladies and Gentlemen ... Emerson, Lake & Palmer
• 1977 – Works Volume 1
• 1977 – Works Volume 2
• 1978 – Love Beach
• 1979 – In Concert
• 1980 – The Best Of Emerson, Lake & Palmer
• 1992 – Black Moon
• 1992 – The Atlantic Years (2 CDs)
• 1993 – Live at the Royal Albert Hall
• 1993 – The Return of the Manticore (CD Boxed Set)
• 1994 – In The Hot Seat
• 1994 – The Best Of Emerson, Lake & Palmer (Victory)
• 1995 – I Believe in Father Christmas (EP)
• 1996 – Works Live
• 1997 – Greatest Hits Live
• 1997 – Live at the Isle of Wight Festival
• 1997 – ELP In Concert On The King Biscuit Flower Hour
• 1998 – Then & Now
• 2000 – Extended Versions
• 2000 – The Very Best Of Emerson, Lake & Palmer
• 2002 – The Show that never end
• 2002 – Live In Poland


Weblinks
• Offizielle Webseite von ELP
• Emerson, Lake and Palmer bei laut.de
• Bandgeschichte und Rezensionen auf den Babyblauen Seiten
• Viele ELP-Songs als Midi-Dateien
• Übersicht und Tausch von Konzertmitschnitten


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel ELP aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.



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