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Edward Van Halen

Edward Lodewijk Van Halen (* 26. Januar 1955 in Nimwegen) ist ein Gitarrist. Er gehört mit Jimi Hendrix, Carlos Santana, Jimmy Page, Eric Clapton, Jeff Beck und John McLaughlin zu den stilprägendsten und einflußreichsten Gitarristen des Rocks und verwandter Musikrichtungen. Seine Band trägt seinen Nachnamen: Van Halen.

• 1 Leben
• 2 Stil
• 2.1 Tapping
• 2.2 Vibratoeinsatz
• 2.3 Rhythmusarbeit
• 3 Bewertung und Leistung



Leben
Edward Van Halen wurde 1955 in Holland als Sohn von Jan und Eugenia Van Halen geboren und kam durch seinen Vater, einem professionellen Saxofonspieler und Klarinettisten, schon früh mit Musik in Berührung. Als die Familie 1962 in die USA zog, spielte er bereits Klavier und begann Schlagzeug zu lernen.

Inspiriert durch Jimi Hendrix und sein großes Vorbild Eric Clapton tauschte er bald mit seinem Bruder, dem späteren Schlagzeuger Alex Van Halen die Instrumente und lernte Gitarre. Zusammen gründeten sie eine Band. Als sich später in der High School die spätere Besetzung herauskristallisierte, wurden sie von dem Produzenten Ted Templeman entdeckt.

Ihr selbst betiteltes Debütalbum sorgte für einen kometenhaften Aufstieg zur meistbezahltesten Liveband und machte Eddie Van Halen über Nacht zum bedeutendsten Gitarristen. Nach dem Split mit Sänger David Lee Roth entwickelte sich die Band in eine mehr songorientierte Richtung, obwohl der Gitarrenstil von Van Halen stets erstklassig blieb. Zu diesem Zeitpunkt hatte ihn das einflussreiche Guitar Player Magazin bereits öfter zum besten Gitarristen der Welt gewählt als jeden anderen.

Er war mit der amerikanischen Schauspielerin Valerie Bertinelli verheiratet und hat aus dieser Ehe einen Sohn, Wolfgang William Van Halen (* 16. März 1991). Dieser wurde nach Wolfgang Amadeus Mozart benannt und hört auf den Spitznamen Wolfie. Er spielte auf einigen Konzerten der Reunion-Tour 2004 mit Sammy Hagar.
Der langjährige Alkoholiker und Kettenraucher Edward Van Halen hat sich erst vor kurzem von einer Zungenkrebs Erkrankung erholt.


Stil

Tapping
Als Ted Templeman dem Guitar Player im Jahr 1977 – angeblich kurz vor Redaktionsschluss – ein Demo der Band vorlegte, stand die Gitarrenwelt Kopf. Der zweite Titel des Tapes, das 1:42 Minuten lange Instrumental Eruption, führte einen völlig neuen Gitarrenstil ein, dem die Zukunft gehören sollte: Mit bisherigen Mitteln unspielbare Vibratohebel-Effekte, extreme Modulationseffekte und eine unglaubliche Technik ließ die Redakteure aufhorchen.

Doch den Höhepunkt des Stückes bildete der Schluss: ein derart schnelles Spiel, das zum einen überhaupt nicht nach Wechselschlag klang und zum anderen in dieser Geschwindigkeit auch gar nicht spielbar gewesen wäre.

In ihrem Artikel spekulieren die Redakteure über Keybordtricks, schneller abgespieltes Band oder über zwei zusammengemischte Gitarren. Später kommen einige Gitarristen wie Randy Rhoads oder Steve Vai hinter das Geheimnis dieser neuen Technik, im Jahr 1982 erklärte Van Halen seine Spielweise öffentlich im Guitar Player. Das Tapping ist Markenzeichen seines Stils geworden und hat wesentlich dazu beigetragen, dass er heute oft als einflussreichster Gitarrist seit Jimi Hendrix bezeichnet wird.

Die Erweiterung des Legatospiels mit der rechten Hand, indem sie nicht anschlägt sondern selbst auf einen Bund hämmert und dann auf den gegriffenen Ton der linken Hand abrollt, gab es schon von verschiedenen Gitarristen – etwa Harvey Mandel, Steve Hackett oder Jimmy Webster – vorher, doch einzig und allein Eddie Van Halen integrierte diese Technik so konsequent in seine Spielweise. Er war auch der Erste, der sie auf einem derart hohen Niveau beherrschte, dass sich die Möglichkeiten des Tappings offenbarten. Am bekanntesten ist sicherlich die sogenannte Van-Halen-Triole geworden, die am Ende von Eruption zu hören ist.

Das Tappingspiel von Eddie Van Halen hat viele Facetten und Varianten zu bieten, wie etwa das Einbeziehen von leeren Saiten oder die getappten Flageoletttöne, die entstehen, wenn man einen Ton greift und exakt eine Oktave – also zwölf Bünde höher – auf dass Bundstäbchen hämmert (vgl. "Spanish Fly").

Van Halen spielt teilweise ganze Riffs mit getappten Obertönen, indem er Akkorde mit der linken Hand greift und sie zwölf Bünde darüber zum Klingen bringt (vgl. „Aftershock“ ), auch weite, getappte Legatolinien über mehrere Saiten (vgl. „Jump“ ) gehören zu seinem Repertoire.


Vibratoeinsatz
Eddie Van Halen war ebenfalls auf dem Bereich der Gitarrentechnik innovativ: Eines der Hauptprobleme beim Einsatz des Vibratohebels – mit dem auch Jimi Hendrix zu kämpfen hatte – war, dass sich die Saiten extrem schnell verstimmten, da die Mechaniken den hohen Belastungsschwankungen durch das Erschlaffen und Anspannen der Saiten nachgaben. Folglich konnten keine großen Vibratoaktionen vollzogen werden – jedenfalls, nicht wenn anschließend wieder ein geregeltes Spiel folgen sollte.

Eddie Van Halen baute ein Blockierung auf seine Fender Stratocaster – die er Ende der 1970er Jahre noch spielte – und zwar unmittelbar auf den Sattel, also zwischen Kopfplatte und Griffbrett, sodass die Spannungsschwankungen die Mechaniken nicht erreichten. Diese Technik ist absolut wegweisend und findet sich als Grundkonzept in vielen Locking Tremolosystemen verschiedener Hersteller – allen voran das etwas modifizierte Floyd Rose System – wieder. Als Eddie Van Halen damit begann, erlaubte es ihm als Erster extreme Formen des Vibratoeinsatzes in seinen Stil zu integrieren.

Als Beispiel sei hier seine Gitarrenarbeit im Solo des Michael Jackson Songs "Beat it" genannt: Der ungestüme Rhythmus, der überraschende Einsatz von Harmonics sowie der unvermittelte aber dennoch fließende Gebrauch des Vibratohebels machen Van Halens Stil so unberechenbar. Sein Repertoire in dieser Technik ist vielschichtig. Am Anfang dieses Solos imitiert er eine sich öffnende Tür, auch Melodiephrasierungen (vgl. „Baluchitherium“ ) oder der Einsatz in der Rhythmusarbeit (vgl. „Ain’t talkin’ ’bout ’love“ ) sind typische Spielweisen von Eddie Van Halen.


Rhythmusarbeit
Da er - ebenso wie Jimi Hendrix in seiner Band „Experience“ - der einzige Gitarrist in der Band ist, verband auch Van Halen, das Rhythmusspiel mit der Sologitarre. Er verwendete alle oben besprochenen Techniken auch im Rhythmusspiel und schuf somit einen fließenden Übergang zwischen seinen rhythmischen Pentatonikriffs und dem Soloteil, der meistens kurze Gesangspausen ausfüllt (vgl. „Panama“ ). Van Halen setzte das Rhythmusspiel somit auf eine technisch viel anspruchsvollere Stufe: Er spielte die ersten beiden Alben komplett ohne Overdubs ein, es gibt tatsächlich nur eine Gitarre, die er in einer Vielfalt spielt, dass für eine Zweite auch kein Platz gewesen wäre.


Bewertung und Leistung
Eddie Van Halen hat mehr für die Gitarre getan, als sie nur um Spieltechniken zu bereichern. Er hat mit Spielfreude und Ideenreichtum einen Stil geschaffen, der zwar nicht immer perfekt auf den Punkt gespielt ist oder die gelehrten Tonleitern benutzt, aber genau darum lebendig und frisch klingt. Seine Verdienste – an deren Entwicklung er ja selbst weiterhin mitwirkt – brachten eine ganze Welle von Gitarrenhelden hervor, die Rockmusik der 1980er Jahre beschäftigte sich mit der Perfektionierung der Gitarrentechnik. Doch im Gegensatz zu einigen nachfolgenden Gitarristen, die ihr Instrument zweifelsohne beherrschen, konnte Van Halen seine Technik stets in den Dienst der Musik stellen. Ähnlich wie früher auch Jimi Hendrix hat er einen eigenen Stil, der auch immer dann durchleuchtet, wenn er einfachere Passagen spielt.



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel EdwardvanHalen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.




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