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Dire Straits

Die Dire Straits waren eine britische Rockband. Sie wurden 1977 von Mark Knopfler (Gesang und Gitarre), seinem Bruder David Knopfler (Gitarre), John Illsley (Bass) und Pick Withers (Schlagzeug) gegründet. Der Bandname bedeutet so viel wie „große Pleite“ oder „schlimme Notlage“ und spielt auf die finanzielle Situation der Mitglieder in der Anfangszeit der Gruppe an.

Die Bandbesetzung sollte sich vor dem Durchbruch Anfang der 80er Jahre allerdings einige Male ändern. David kam mit Marks dominanter Rolle in der Band, die er als Leadgitarrist und Songschreiber einnahm und in der er live zunehmend Gitarrensoli, die für beide Gitarristen konzipiert waren, alleine spielte, nicht klar. Er verließ die Band bei den Aufnahmen zum Album Making Movies im Streit. Er wollte auch eigene Songs schreiben und singen, doch bei den Dire Straits gab es eine klare Hierarchie. Beide Brüder haben seit diesem Tag bis heute keinen Kontakt mehr miteinander gehabt.

• 1 Karriere
• 1.1 1977-1983: Sultans Of Swing
• 1.2 1985-1993: So Far Away
• 2 Stilmittel
• 2.1 Money For Nothing als zeitkritischer Kommentar
• 3 Diskografie
• 4 Weblinks


Karriere

1977-1983: Sultans Of Swing
Das Debutalbum "Dire Straits" wurde zunächst in Großbritannien wenig beachtet; war es doch auf dem Höhepunkt der Punk-Welle erschienen. Zunächst in Holland und Deutschland, dann auch in den USA entwickelte sich das Album allerdings zu einem Erfolg. Die Singles Down To The Waterline und besonders Sultans Of Swing stellten Mark Knopflers besondere Art, die Gitarre zu spielen, ins akustische Scheinwerferlicht (vgl. Fingerpicking). Nach dem vergleichsweise verhalten aufgenommenen zweiten Album "Communiqué" (1978) kam der Durchbruch mit "Making Movies" (1980), einem Album, das mit nur sieben Songs (diese aber teilweise epische acht Minuten lang) und exzellenter Produktion zum Dauerbrenner speziell für Walkman-Hörer wurde. Die Single Romeo And Juliet landete 1981 auf Platz 8 in England. Als großer Durchbruch ist dann das 1982er Album "Love Over Gold" und die Single Private Investigations zu betrachten. Nur noch fünf Songs, angeführt von der 'Rockoper' Telegraph Road, diese aber perfektioniert in ihrer Ausrichtung auf lakonische Texte mit emotionalen Unterströmungen, in ihrer Stimmlage auf Knopflers 'Nicht-Gesangsstimme' zugeschnitten. Das Live-Album "Alchemy" zementierte den Status der Straits als Live-Band.


1985-1993: So Far Away
Nach langer Pause erschien 1985 das Album "Brothers in Arms". Passend zum neuen Medium CD in zwei Fassungen erschienen (die CD ist gute zehn Minuten länger als die LP), gilt das Album als das meistverkaufte Rockalbum Großbritanniens. Philips und Sony legten sogar einige Monate lang beim Kauf eines CD-Players eine Brothers in Arms-CD bei, da sie durch ihre perfekte Produktion die neuen Möglichkeiten des digitalen Musik-Genusses offenbarte. Der britische Rundfunkmoderator John Peel erklärte in einer seiner Radiosendungen im Jahr 1986:"Brothers In Arms helped establish the CD. God thank the Dire Straits." Die Singles So Far Away (noch eher erfolglos), Money For Nothing, Walk Of Life und der Titelsong sicherten den Dire Straits bis Ende 1986 millionenfachen Albumverkäufen und Top-10-Singleerfolge. Nach einer ausgedehnten Tour verschwand die Band von der Bildfläche. Mitte 1987 meldete das britische Musikmagazin NME, die Dire Straits hätten sich aufgelöst - unwidersprochen.

Im Juni 1988 meldete sich die Band überraschend anläßlich des 70. Geburtstages von Nelson Mandela zurück. Als Headliner spielten sie etwa 45 Minuten (Walk Of Life/Sultans Of Swing/Romeo And Juliet/Money For Nothing/Brothers In Arms/Wonderful Tonight/Solid Rock) epische Versionen ihrer bekanntesten Titel.

Knopfler wirkte inspiriert und lieferte sich mit "Zweitgitarrist" Eric Clapton legendär gewordene musikalische Zwiegespräche und damit Stoff für Spekulationen, die Bandgeschichte könne vielleicht doch noch nicht zuende sein. 1990 war es soweit - Knopfler, Illsley, Fletcher und Clark nahmen mit Studiomusikern ihr sechstes und letztes Studioalbum auf: "On Every Street". Die Singles Calling Elvis und Heavy Fuel waren im Vergleich zu früher weniger erfolgreich, das Album brach trotzdem Verkaufserfolge. Die folgende letzte Welttournee umfaßte 14 Monate und etwa 300 Konzerte. Im Oktober 1992 mischte Knopfler das Livealbum "On The Night" aus zwei Konzerten in Frankreich und den Niederlanden. Danach fand sich die Band, obwohl nie offiziell aufgelöst, nicht wieder zusammen.


Stilmittel
Charakteristisch für die Dire Straits sind Alben mit vergleichsweise wenigen, aber langen Liedern. Diese werden teilweise als Balladen beschrieben, stechen aber vor allem durch die technisch überaus versierte Handhabung der Instrumente, insbesondere der Gitarren heraus.

Viele der Lieder beginnen mit einem sehr langen Intro, der Gesang setzt oft recht spät ein. Anders als in der Popmusik findet sich keine gleichmäßige Struktur mit klaren Wiederholungen und Refrains, stattdessen sind viele Lieder auf einen Höhepunkt angelegt und enden mit einem längeren Outro, das zum Teil selbst einen weiteren Höhepunkt darstellt. Ein Beispiel ist der Song Sultans of Swing. In dem Moment, in dem im Text die Rede davon ist, dass ein im Lied beschriebener Musiker das Tempo erhöht („And he makes it fast with one more thing“), wird auch das Tempo des Liedes selbst erhöht und in einem bis zum Ende des Liedes andauerenden anspruchsvollen Gitarrensolo fortgeführt.


Money For Nothing als zeitkritischer Kommentar
Das Musikvideo zur Single Money For Nothing – das erste rein computergenerierte Musikvideo überhaupt – war der erste Clip, den MTV Europe zum Sendestart im Jahr 1987 ausstrahlte. Grund dafür war die erste Zeile des Liedes „I want my MTV“, die in der Studioversion allerdings von keinem der Bandmitglieder, sondern von Sting gesungen wurde. Mit hoher Kopfstimme wiederholt Sting zu Beginn des Liedes mehrmals den Satz „I want my MTV“, bevor die Band mit den Instrumenten und Mark Knopfler mit dem eigentlichen Text einsetzen.

In der 12"-Version des Liedes ist Sting auch für den Gesangspart des Fade out verantwortlich, welches fast zwei Minuten dauert. Das Lied Money For Nothing ist eine ironische, aber auch kritische Auseinandersetzung mit dem Musik- und Medien-Geschäft, wie es sich Mitte der 1980er Jahre darstellte. Nicht mehr musikalisches Talent, sondern Äußerlichkeiten und die schiere "Oberfläche" sorgen dafür, daß Musiker einen Hit haben und die Öffentlichkeit hauptsächlich nur noch visuell - durch die Präsenz in den Musikkanälen - erreichen. Ergo muß man sich musikalisch nicht mehr anstrengen ("That ain't working.") und nur noch gut aussehen ("See the little faggot with the earring and the make-up? Yeah buddy, that's his own hair.") Es gibt das "Geld für nichts". Alles, was - verglichen mit der Ära vor den Popvideos - so wie früher geblieben ist, das sind die Mädels (Groupies), die es noch immer als Dreingabe dazugibt ("And the chicks for free".) Und wenn das Geld dann stimmt, das man mit dem Nichttalent verdient hat, dann kann man die vermeintlichen Früchte des Wohlstands - Einbauküchen, Kühlschränke, Mikrowellen und Farbfernseher - kaufen und in die Wohnung stellen.


Diskografie
Studioalben
• 1978: Dire Straits
• 1979: Communiqué
• 1980: Making Movies
• 1982: Love Over Gold
• 1983: ExtendeDancEPlay (mit "Twisting By The Pool")
• 1985: Brothers In Arms
• 1988: Money for Nothing: The Best Of Dire Straits
• 1991: On Every Street
• 1998: Sultans of Swing: The Very Best of Dire Straits
• 2005: The Best Of - Private Investigations (mit Mark Knopfler)
Livealben
• 1984: Alchemy (Doppelalbum)
• 1993: On The Night
• 1995: Live At The BBC (Akustikkonzert von 1978 & Tunnel Of Love von 1981)
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Weblinks
• Artikel über Dire Straits bei laut.de
• philippjaehnel.de - Deutsche Fanseite
• dire-straits.org - Deutsche Fanseite
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel DireStraits aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.




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