Online Gitarrenschule

  

Terra Musica Musik Urlaub Toskana Toscana

Alternative

Der Begriff Alternative bürgerte sich in den frühen 1990er Jahren als allgemeiner Oberbegriff für seitdem neue Rockbands und -musiker ein.
Ursprünglich setzte sich Alternative aus der Musik verschiedener Subkulturen zusammen. Er wurde jedoch schnell um konventionelle Musikstile, überwiegend aus der Rockmusik erweitert.

• 1 Ursprung und marktstrategische Bedeutung
• 2 Alternative versus Independent
• 3 Das Verhältnis zur Subkultur
• 4 Siehe auch


Ursprung und marktstrategische Bedeutung
Diese Genre-Bezeichnung kam nach dem Erfolg von Nirvana (Grunge) und Rage Against The Machine (Crossover) auf. Die MTV-Sendung "Alternative Nation" Anfang der 1990er Jahre trug dabei entscheidend zur Verbreitung des Begriffes bei. Zu diesem Zeitpunkt waren die elektronischen Techno/House-Stile und kommerzieller R&B in den Charts dominierend.

Die durch Nirvana entstandene Grunge-Welle stach mit ihrer klassisch gitarrenorientierten Musik deutlich hervor. Somit verstand sich der Begriff als eine "Alternative" zum gewohnten Programm. Der Begriff Grunge wurde durch die zunehmende musikalische Vielfalt dem Begriff Alternative untergeordnet. Das Prinzip steht in Analogie zum Punk Rock, der später dem Oberbegriff New Wave untergeordnet wurde.

Vor diesem Hintergrund ist Alternative ein Oberbegriff, der aus marktpolitischen und medienwirksamen Gründen platziert wurde. Dementsprechend reicht die musikalische Bandbreite von einfachem Folk Rock bis zu elektronisch inspirierter Musik. Das hat eine Definitionslosigkeit des Begriffes zur Folge, die das Einsortieren von Natalie Imbruglia bis Marilyn Manson erlaubt.


Alternative versus Independent
Ein weiterer Aspekt des Begriffes Alternative ist die Erweiterung des Begriffes Independent. Ein Teil der Musikgruppen waren bei Independent-Labels unter Vertrag und ursächlich für den Grunge-Hype verantwortlich. Die Kommerzialisierung ließ den Anteil der Independent-Bands schnell abnehmen. Der Begriff Alternative ist in dieser Hinsicht neutral, nutzt aber den Aspekt der Distanzierung vom Mainstream ebenso wie die Klassifizierung Independent. Seitdem wird der Begriff Independent von der mit dem Grunge aufgewachsenen Generation dekontextuiert durch Alternative ersetzt.

Ein regionaler Bezug spielt ebenfalls eine Rolle. Der Begriff Independent wurde in den USA nur wenig verwendet. Er setzte sich vor allem in Europa und Australien durch. Beachtet man die Ursprünge von Alternative, füllt dieser Begriff - aus der Sicht der US-Amerikaner - eine Lücke. Interessant ist hier auch die Bezeichnung Britpop, der sich etwa zur gleichen Zeit in Großbritannien etabliert hat. Dieser Begriff stellt sich als Gegenstück zu Alternative dar, obwohl viele Eigenschaften beider Richtungen nahezu identisch sind. Einziger Unterschied ist die Tendenz der US-amerikanischen Bands zum Rock, während die britischen Bands mehr zum Pop tendieren. Der geübtere Umgang der Briten mit kurzlebigen, aus dem Untergrund entstehenden Stilrichtungen lässt den Brit-Pop wieder verschwinden. Es wird dort als eine weitere Unterkategorie von Independent betrachtet und nicht dem Begriff Alternative zugeordnet. Die These der Regionalität wird zudem gestützt durch die Ausweitung von Alternative auf überwiegend US-amerikanische Stile, die auch von Bands aus den USA dominiert werden (z. B. Alternative Country oder Alternative Metal).


Das Verhältnis zur Subkultur
Da die Ursprünge von Alternative in der Subkultur liegen, ist ein Bezug vorhanden. Außer von musikalischen Referenzen hängt es damit zusammen, dass typische Merchandising-Produkte wie z. B. bedruckte T-Shirts ursprünglich aus den Subkulturen des Hardcore Punks und des Heavy Metals stammen. Auch die grafische Aufmachung von Bandlogos und Plattenhüllen sowie Mode assoziieren einen starken Bezug zum Underground. Die Bands umgeben sich mit entprechenden Attitüden, die häufig auch einen Bezug zu Subkulturen wie Punk, Gothic oder Heavy Metal haben. Dies ist jedoch nichts Neues mehr und wird weniger extrem ausgelebt als in den benannten Subkulturen. So erreicht man ein größeres Publikum und die Referenzen zur Subkultur werden, weil sie vom Publikum erwartet werden, verkaufsfördernd eingesetzt. Die Wandlung bei den Independent Labels trägt ihren Teil dazu bei. Im Laufe der Jahre ist deren idealistischer Charakter zunehmend den kommerziellen Interessen gewichen. Diese dominieren inzwischen die Strategien der Labels.
Insgesamt stellt damit Alternative keine Subkultur mehr, sondern vielmehr das Verständnis vom heutigen Rock-Mainstream dar.

Siehe auch
• Portal:Rockmusik
Einklappen
Rockmusik
50er: [ Rock ’n’ Roll | Rockabilly ]
60er: [ Beat | Bluesrock | Classic Rock | Countryrock | Folk Rock | Garagenrock | Psychedelic Rock ]
70er: [ Glam Rock | Hard Rock | Jazz Rock/Fusion | Krautrock | Mittelalter-Rock | Progressive Rock | Punk | Zeuhl ]
80er: [ Emo | Gothic | Hardcore Punk | Metal | Independent | Neo-Prog | New Wave | Psychobilly ]
90er: [ Alternative | Britpop | Crossover | Grunge | Industrial Rock | Postrock | Retro-Prog | Stoner Rock ]
Von ""
Kategorie: Rock



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Alternative(Musik) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.




Gitarre lernen in der Toskana

Workshops in der Toskana

 · Gitarre

 · Gitarre & Gesang

Musiklexikon

Online Gitarrenschule

· Einsteigerworkshops

· Spieltechnik

· Musiktheorie

· Klassische Gitarre

· Folk

· Pop & Rock

:: Geschichte / Stile

::: Roots

::: 1950er

::: 1960er

::: 1970er

::: 1980er

::: 1990er

     Alternative

     Britpop 

     Crossover

     Grunge

:: Bands / Gitarristen

· Blues

· Jazz

Gitarrengriffe

Forum

Newsletter

Desktopbilder

t-shirt

Kontakt

Slow Internet Webdesign Internet Promotion