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Intervallbezeichnungen

Nun ist es an der Zeit unserem musikalischen Alphabet eine weitere grundlegende musikalische Struktur hinzuzufügen, das musikalische 1x1 sozusagen. Ihr alle habt schon von ihr gehört, und jedes Kind lernt sie, wenn es "Alle meine Entchen" zu singen beginnt:

Die Durtonleiter

Eine Durtonleiter ist eine bestimmte Auswahl von 7 Tönen aus dem Reservoir der 12 Töne des musikalischen Alphabets. Schauen wir uns diese Auswahl zunächst mit Hilfe unserer Zahlenreihe an. Spielt die Tonleiter wieder auf eurer Gitarre entlang einer Saite.

0 - 2 - 4 - 5 - 7 - 9 - 11 - 12

Jeder, der diese Tonleiter hört oder spielt, fühlt sich direkt zu Hause und erinnert sich an viele Lieder und Musik aller Stilrichtungen. Die Durtonleiter bildet die Grundlage unserer abendländischen Musik, ob Mozart oder Nirvana.

Dies ist auch der Grund, warum sie als Grundlage der Musiktheorie genutzt wird, auch wenn es die schon erwähnten Nachteile und Verwirrungen mit sich bringt.

Zum Beispiel, und damit kommen wir zurück zum Thema dieses Kapitels, fungiert sie auch als Namensgeber der Intervalle.

Man nummeriert die Töne der Tonleiter durch und erhält eine neue Zahlenreihe, die so genannten Tonleiterstufen. Die aus dem italienischen stammenden Nummerierungen (erster = primo; zweiter = secondo; dritter = terzo usw.) sind die Namensgeber der Intervalle.

Tonleiterstufen als Namensgeber der Intervalle

I

der erste Ton

Prim

II

der zweite Ton

Sekunde

III

der dritte Ton

Terz

IV

der vierte Ton

Quarte

V

der fünfte Ton

Quinte

VI

der sechste Ton

Sexte

VII

der siebte Ton

Septim

VIII

der achte=erste Ton

Oktave



Ganz- und Halbtonschritte

Wenn wir nun die Intervalle zwischen den einzelnen Tonleitertönen betrachten, stellen wir fest, dass wir eine unregelmässige Folge von Einsen und Zweien erhalten:

0 + 2 = 2 ; 2 + 2 = 4 ; 4 + 1 = 5 ; 5 + 2 = 7 ; 7 + 2 = 9 ; 9 + 2 = 11; 11 + 1 = 12

Wer die Durtonleiter beschreitet, macht also 7 Schritte, die entweder 1 oder 2 Bundstäbchen weit reichen. Um sie unterscheiden zu können, bezeichnet man sie als Ganztonschritte (2) und Halbtonschritte (1).





Die Intervalle in der Notenschrift

Die Intervalle lassen sich mit Hilfe der Notenschrift sehr gut optisch unterscheiden. Prägt Euch im folgenden Schaubild die Positionen der Notenköpfe gut ein.


Sekunde


Die beiden Notenköpfe stehen so eng beieinander, dass sie links und rechts vom Notenhals notiert werden müssen. Sie ergeben ein unsymmetrisches Bild, ein Notenkopf auf der Linie, der andere im Zwischenraum.

Terz


Die Notenköpfe stehen symmetrisch direkt übereinander. Entweder wie in diesem Beispiel auf zwei benachbarten Linien, oder in zwei benachbarten Zwischenräumen.

Quarte


Ein unsymmetrisches Bild, ein Notenkopf steht auf einer Line, der andereim Zwischenraum.

Quinte


Ein symmetrisches Bild, eine Notenlinie bzw. Zwischenraum bleiben frei.

Sexte


Ein unsymmetrisches Bild, Linie-Zwischenraum.

Septim


Ein symmetrisches Bild, zwei Linien bzw. Zwischenräume bleiben frei.

Oktave


Der Abstand wird noch einen Schritt größer und ergibt ein unsymmetrisches Bild.



Große und kleine Intervalle

Leider sind die Intervalle mit diesem System noch nicht vollständig erfasst, lediglich 7 unserer 12 Intervalle sind beschrieben und diese auch noch nicht eindeutig.

Wenn wir uns z.B. eine weitere Tonleiter - die Molltonleiter - zum Vergleich anschauen, werden wir sehen, dass sie auf die gleiche Weise wie die Durtonleiter als 7-stufige Struktur angesehen wird, jedoch einige Unterschiede in ihrer Intervallstruktur aufweist.
Schauen wir uns unser musikalisches Alphabet, die Durtonleiter und die Molltonleiter gemeinsam in einem Schaubild an: Das musikalische Alphabet wird auch Chromatische Tonleiter genannt, eine 12 Tönige Tonleiter im Gegensatz zu den 7 Tönigen Dur und moll Tonleitern, die Diatonische Tonleitern genannt werden.


chromatisch
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
Durtonleiter
I
II
III
IV
V
VI
VII
I
Molltonleiter
I
II
III
IV
V
VI
VII
I


Wir sehen sofort, dass die Terzen, Sexten und Septimen der beiden Tonleitern unterschiedlich sind, da sie jedoch in beiden Fällen als 3., 6., und 7. Ton der beider Tonleitern ihren namen behalten sollen, benennt man sie mit dem Zusatz "groß" oder "klein". Eine große Terz beinhaltet 4 Halbtonschritte, eine kleine Terz 3 Halbtonschritte usw.
Auch die Sekunden werden in gleicher Weise behandelt. Eine große Sekunde beinhaltet 2 Halbtonschritte, eine kleine Sekunde einen Halbtonschritt.





reine, Verminderte, und übermäßige Intervalle

Die Quarten und Quinten werden als wichtige Stützen einer Tonart (ich komme später ausführlich darauf zu sprechen) gesondert behandelt. Der Normalfall, Quinte = 7 Halbtonschritte, Quarte = 5 Halbtonschritte, wird als "reines Intervall" bezeichnet, Abweichungen davon (+- 1Halbtonschritt) werden als "übermäßig" bzw. "vermindert" bezeichnet. Das Intervall "6" kann also entweder eine übermäßige Quarte, oder eine verminderte Quinte sein.

Sehr gerne würde ich Euch das ganze Verwirrspiel mit Bezeichnungen und Fachbegriffen ersparen. Im Grunde würde das musikalische Alphabet als eine Zahlenreihe von 0-12 vollkommen ausreichen um Intervalle, Tonleitern, Akkorde etc. zu beschreiben.

Indes, die hier eingeführten Bezeichnungen verfolgen uns auf Schritt und Tritt, z.B. in den Akkordsymbolen mit denen jeder der ein Songbook aufschlägt direkt konfrontiert wird.

Ihr müßt also mit zwei verschiedenen Zahlenreihen arbeiten und aufpassen, dass Ihr diese Zahlenreihen nicht durcheinander werft.

Als Beispiel: Eine Quinte ist der 5. Ton der Tonleiter, aber 7 Halbtonschritte vom Ausgangspunkt, dem Grundton entfernt!

Ich habe Euch in der folgenden Tabelle alle gängigen Bezeichnungen für die Intervalle in einem Schaubild übersichtlich zum Nachschlagen zusammengestellt. >Intervalltabelle



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