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Francisco Tárrega

Francisco Tárrega (y Eixa) (* 21. November 1854 in Villareal, Spanien; † 15. Dezember 1909 in Barcelona) war spanischer Gitarrist und Komponist

Francisco Tárrega stammte aus einer musikalischen Familie. Seinen ersten Gitarrenunterricht erhielt er als Achtjähriger. Da zu dieser Zeit das Klavier die Gitarre mehr und mehr verdrängte, empfahl Tárregas Vater ihm, das Klavierspiel zu erlernen, so dass Tárrega bereits in jungen Jahren beide Instrumente weitgehend beherrschte. 1866 wurde Tárrega Schüler des berühmten Gitarristen Julian Arcas (1832-1882).

1869 erwarb Tárrega bei dem spanischen Gitarrenbauer Antonio de Torres (1817-1892) eine Gitarre, die sich von den bisherigen Instrumenten deutlich abhob: durch eine moderne Form, eine verlängerte Mensur (Abstand von Sattel und Steg) von 65 cm. Und das neue Modell war ungewöhnlich laut und klangvoll. Diese Gitarre sollte für Tárregas weiteres Gitarristenleben entscheidend werden.

1881 heiratete Tárrega und zog nach Barcelona. Dort traf er auf die nationalspanischen Komponisten Isaac Albéniz (1860-1909) und Enrique Granados (1867-1916). Mit ihnen schloss er Freundschaft und transkribierte viele ihrer Werke als erster für die Gitarre.

Das Schaffen und Wirken Tárregas bedeutet einen Markstein für die Entwicklung der Gitarretechnik. Er gilt als der profilierteste Gitarrist und Lehrer seiner Epoche, als der Begründer einer neuen Schule, der sogenannten neuen spanischen Gitarrenschule.

Die charakteristische Besonderheit dieser Richtung ist der kraftvolle und große Klang, den Tárrega aus dem Instrument herauszuholen verstand, indem er neue Spieltechniken anwendete. Diese Arten der Klangerzeugung, durch die der Ton langanhaltend und voll klingt, wurden zur Grundlage der zeitgenössischen spanischen Gitarristik. Hervorgegangen aus dem klassischen Spiel seiner Vorgänger Fernando Sor (1778-1839) und Mauro Giuliani (1781-1829) entwickelte Tárrega deren Interpretationskunst weiter, und führte die Kunstfertigkeit seiner Vorgänger durch verfeinerte Technik sogar noch über diese hinaus.

In mühevoller Kleinarbeit hat Tárrega mit seinen Kompositionen und didaktischen Werken Richtlinien geschaffen, die heute noch in aller Welt Gültigkeit haben. Dabei sind insbesondere der Apoyando-Anschlag und die Stellung der Anschlagfinger zu den Saiten zu erwähnen. Das Auflegen des Instruments auf den linken Oberschenkel ist seit Tárrega zur Standardhaltung geworden; als Folge des von Torres neu geschaffenen größeren Gitarrentypus.

Durch diese Neuerungen erweiterte Tárrega in einzigartiger Weise die künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten der Gitarre. Seine Schüler, die später berühmten Virtuosen Emilio Pujol (1886-1980) und Miguel Llobet (1878-1938) entwickelten Tárregas Stil in ihren Interpretationen wiederum weiter und halfen dadurch mit, Tárregas Methode zu dem heute in der ganzen Welt vorherrschenden Stil zu machen.

Tárrega erweiterte das Gitarren-Repertoire durch zahlreiche Transkriptionen, die bis heute zu den erfolgreichsten und meistgespielten Stücken der Konzertprogramme zählen.

Zu seinen Kompositionen gehören zahlreiche Etüden und Tänze, Bearbeitungen einzelner Werke von J.S. Bach, Händel, Beethoven, Haydn, Mozart, Chopin, Schubert, Schumann.



Werke

Adelita (Mazurka)
Alborada (Capiccio)
Caprichio Arabe (Serenata) (a Breton)
Danza mora (1900)
El columpio (Nana-Berceuse)
Etudes
Estudio No.1 in e-moll
Estudio en forma de Minuetto (a Pascual de Boldum)
Estudio Brillante (nach Alard)
Estudio de Velocidad
La Mariposa (a M.Loscos)
Fantasia, sobre motivos de la Traciata
Gran Vals
Jota
Maria (Gavota) (a Cateura)
Marieta (Mazurka) (a Gisbert)
Minuetto (a Brondi)
Mazurka en sol (a Albitos)
Pavana
21 Preludes
Prelude d-moll (a Corell)
Prelude a-moll (a Llobet)
Prelude G-Dur
Prelude E-Dur (a Armengot)
Prelude E-Dur (a Leckie)
Prelude A-Dur
Endecha (Trauergesang)
Oremus (2.12.1909 a Gil)
Lagrima
Recuerdos de la Alhambra (Tremolo) (1880s, Hommage a A.Cottin)
Rosita (Polka) (Gonzales de Melo)
Sueno (Mazurka)
Sueno (Tremolo Estudio) (a S.Garcia)
Tango
Variationes sobre Carneval de Venecia (N.Paganini)


Literatur

* Moser, Wolf: Francisco Tárrega. - Lyon : Saint-Georges, 1996


Quelle: www.wikipedia.org


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