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Renaissance

"Die Renaissance ist zweifellos unter den abendländischen Kunstepochen, die auf die Dauer den europäischen Geist am tiefsten und nachhaltigsten bestimmt und gelenkt hat. Die Grundlagen nicht nur des künstlerischen, sondern des gesamten geistig-sittlichen Lebens bis in unser Jahrhundert hinein sind durch die Renaissance gelegt worden.

Im Vollgefühl eines anbrechenden "goldenen Zeitalters" begannen die bildenden Künstler, die Dichter und die Musiker sich selbst als "Schaffende", ihre Kunst als eine schöpferische Tätigkeit und nicht mehr als ein bloßes Nachvollziehen gegebener Muster zu begreifen.

Niemals vorher ist der Einzelne in dem Maße als geschichtliche Erscheinung, als individueller Gestalter gesehen worden. Damit steht die Renaissance im vollen Gegensatz zum Lebensgefühl des Mittelalters, und dieses Lebensgefühl hat auf allen Gebieten der Kunst grundlegend Neues geschaffen, dessen Nachwirkung bis in die Gegenwart nicht erloschen ist." (Ragossnig)

Augenfällige Zeugnisse dieses neuen Denkens datieren in Architektur, bildender Kunst, und Wissenschaft bis in das 14. Jahrhundert hinein. Die ältesten erhaltenen Werke der Instrumentalmusik hingegen, entstanden kurz nach der Erfindung des Notendrucks durch den Venezianer Ottaviano Petrucci kurz nach 1500.

Somit beginnt die frühe Phase der instrumentalen Renaissancemusik (Vokalmusik wurde schon deutlich früher handschriftlich überliefert) für uns in einer Zeit, in der man in anderen Kunstformen bereits von einer Blütezeit spricht.

Die wohl bedeutsamste Neuerung in der Musik jener Zeit, ist die Entwicklung der Mehrstimmigkeit, vergleichbar etwa mit der Entwicklung der Perspektive in der Malerei. Ein völlig neuer Kompositionsstil, der ein überaus kustvolles Geflecht mehrerer gleichberechtigter Melodiestimmen ermöglicht, entsteht.

Das ihm zugrundeliegende theoretische Fundament, die Technik des sg. Kontrapunkt, hat neben der später entstandenen klassischen Harmonielehre bis heute seine Gültigkeit nicht verloren.

Die Laute

"Innerhalb des reichhaltigen und äußerst farbigen Instrumentariums der Renaissance, bezog die Laute eine dominante Stellung. Als Solo- und Ensembleinstrument war sie Trägerin mehrstimmiger Kompositionen, Vermittlerin gehobener Tanz- und Gebrauchsmusik, sowie bevorzugtes Begleitinstrument für Gesang und Hausmusik.

Sie überragte alle anderen Instrumente an Vollkommenheit, so dass sie im 16.Jh. den stolzen Titel einer "regina omnium instrumentorum musicorum" (Königin aller Musikinstrumente) trug."

Für die Aufzeichnung der Lautenmusik bediente man sich bereits damals einer der heutigen populären Gitarrentabulatur nicht unähnlichen Griffschrift, die nicht die Tonhöhe angibt, sondern die anzuschlagende Saite und die Stelle (Bund) die auf dem Griffbrett zu greifen ist.

Diese Notierungsweise war nach Ländern verschieden: man unterscheidet die deutsche, die italienische und die französische Tabulaturschrift. Letztere konnte sich schließlich durchsetzen und wird von Lautenisten bis heute benutzt: Die Saiten werden als waagerechte Linien dargestellt, die Griffbrettorte mit Buchstaben bezeichnet (a=Leersaite; b=1.Bund usw.)

Das Repertoir umfasst:

1. Bearbeitungen (Intavolierungen) mehrstimmiger Vokalmusik
2. selbstständige Instrumentalkompositionen
3. Bearbeitungen von Tänzen und Tanzmelodien

Die bedeutendsten Lautinisten der Renaissance waren der Engländer John Dowland (1563-1626), dem wir einen ungeheuren Schatz an bedeutenden Kompositionen verdanken, (siehe unser Portrait mit Biographie und vollständigem Werkeverzeichnis: >> John Dowland)
Und der Italiener Francesco da Milano (1497-1543), genannt "il divino" der Göttliche - ein Attribut, das er mit keinem Geringeren als Michelangelo Buonarotti teilte.

Spanien: Vihuela & Guitarra

Es ist merkwürdig, dass die Laute ausgerechnet in Spanien, von wo aus sie ihre Verbreitung im übrigen Europa gefunden hat, eine höchst untergeordnete Rolle spielte. Vermutungen gehen dahin, dass die arabische Laute im christlichen Spanien als heidnisch verhaßt war und mit maurischen Eindringlingen in Verbindung gebracht wurde.

Gleichwohl ist die in Spanien damals hoch angesehene, in der höfischen Kunstmusik anzusiedelnde Vihuela und ihre volkstümlichere Form, die Guitarra, vermutlich auch arabischen Ursprungs.

Im Unterschied zur Laute besitzt die Vihuela einen geschweiften Korpus, flachen Boden, Zargen und eine bzw. mehrere Schallrosetten. Sie war ebenso wie die Renaissancelaute mit sechs Doppelsaiten (Chören) ausgestattet.

Wie bei der Laute sind uns schriftliche Zeugnisse des Gitarrespiels aus dem mittelalter nicht überliefert. Wir begegnen ihnen erst im Zusammenhang mit den ersten Tabulaturdrucken für die Vihuela auf spanischem Boden in der ersten Hälfte des 16.Jahrhunderts.

Luis Milan (um 1500 - nach 1561), ist vielleicht die glanzvollste Erscheinung unter den spanischen Vihuelisten, wurde zu seiner Zeit gleichermassen als Musiker, Dichter und Höfling gefeiert. Sein überliefertes Werk "El Maestro" enthält 72 Instrumentalkompositionen die auch als Lehrstücke für den Selbstunterricht dienten.

Weitere bedeutende Vertreter spanischer Vihuelamusik waren u.a.:
Luis de Narvaez (nach 1500 - nach 1555)
Alonso Mudarra (vor 1520 - 1580)





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