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Niccolò Paganini

Porträt Paganinis von Eugène Delacroix, 1832
Niccolò Paganini (* 27. Oktober 1782 in Genua; † 27. Mai 1840 in Nizza) war ein italienischer Violinist, Gitarrist und Komponist.

Leben

Paganini erhielt bereits in frühester Kindheit Violinunterricht, unter anderem von seinem Vater, welcher ihn stundenlang zum Üben zwang. Mit 5 1/2 Jahren fing er das Spielen auf der Mandoline an. Seit seinem 9. Lebensjahr trat er regelmäßig auf. Vermutlich war er größtenteils Autodidakt. Er überredet seinen Vater, allein nach Lucca reisen zu dürfen um bei einem Festival aufzutreten; 1801 tritt er dort auf. Doch anstatt nach Hause zurück zu gehen, bleibt er von Genua fern. Zu seinen Vorlieben gehört unter anderem das Glücksspiel, wobei man erwähnen muss, dass er auch einmal seine Geige verspielte, worauf ihm ein Freund die seine leihen musste – nachdem er Paganini spielen gehört hatte, schenkte er sie ihm voll Begeisterung.

Er verdient seinen Lebensunterhalt, indem er als Violinvirtuose durch Italien reist und Konzerte gibt. Zwischen 1805 und 1809 hatte er eine feste Anstellung bei der Fürstin Elisa Baciocchi von Lucca, einer Schwester Napoleons. Dies war seine einzige feste Anstellung. 1828 erhielt er vom österreichischen Kaiser den Ehrentitel "Kaiserlicher Kammervirtuose".

Ab 1813 war Paganini ständig auf Konzerttourneen, auf denen er seine Zuhörer durch seine "Zaubergeigerkünste" verhexte. Unter seinen Werken finden sich auch jene, welche ausschließlich auf der G-Saite gespielt werden. Seine unglaubliche Technik auf der Violine brachte ihm den Beinamen "Teufelsgeiger" ein. Seine Reisen führten ihn durch ganz Europa. 1831 trat er in mehr als 40 Städten Deutschlands, Polens und Böhmens auf. 1832 bereiste er England und Schottland. Er weilte immer wieder in Wien, London und Paris.

In Paris hatte er Kontakte mit Hector Berlioz, bei dem er ein Konzert für Viola und Orchester in Auftrag gab. Die von Berlioz gelieferten Teile sagten Paganini aber nicht zu, da er seiner Meinung nach zu wenig zu spielen hatte. Berlioz brachte darauf das Stück als Harold en Italie (nach Lord Byrons Gedicht) als Symphonie mit konzertanter Viola 1834 heraus.

Nachdem er immer wieder verschiedene Beziehungen hatte, schenkte ihm eine gewisse Antonia Bianchi einen Sohn namens Achille. Sie selbst hielt es nach einiger Zeit nicht mehr mit Paganini aus und verschwand. Achille blieb zurück und wurde umsichtig von seinem Vater gepflegt.

Paganini war durch seine Konzerttätigkeit vermögend geworden, er besaß eine wertvolle Instrumentensammlung, darunter einige Stradivaris, Amati, Bergonzi und Guarneri del Gesù, letztere war sein Lieblingsinstrument.

Wie das Auktionshaus Sotheby's mitteilte, wurde eine Bergonzi-Violine, welche Paganini gehört haben soll, im November 2005 um eine Million Dollar versteigert.

Zu seiner Zeit war er der beste und berühmteste Geiger. Sein äußeres Erscheinungsbild (er war mager, hatte pechschwarzes Haar und ebensolche Augen) und seine brillante Spieltechnik machten ihn bereits zu Lebzeiten zu einer Legende.

Das ganze Leben hindurch war er von verschiedenen Krankheiten geplagt, besonders von einem Priapismus, an welchem er über Jahre hinweg litt, und den er unter anderem von Samuel Hahnemann behandeln ließ. Paganini litt nach heutigem Erkenntnis unter dem Marfansyndrom, wodurch seine unheimliche Gestalt und seine Dehnbahrkeit in der Hand zu erklären ist. Weiter infizierte er sich bei seinen Liebesbeziehungen mit Syphilis, an der er auch letztlich starb. In den letzten Jahren seines Lebens konnte er oft nicht mehr klar denken, und seine schriftliche und mündliche Sprache verkam.

Er verstarb 1840 in Nizza während eines Erholungsaufenthaltes. Seinen Sohn Achille nannte er in seinem Testament als Universalerben.
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Seine Techniken

* Kombination aus Pizzicato mit der linken Hand und Bogenstrich.
* Doppelgrifftechnik
* Gebrauch der Skordatur
* seine Staccati und schnellen Wechsel der Strichart
* Das Doppel-Flageolett


Werke

* Seine ersten Werke schrieb er schon als Jugendlicher.
* Von seinen acht Violinkonzerten sind heute noch sechs erhalten.
* Seine 24 Capricen gehören heute zum Standard jedes großen Geigers. Sie sind so schwierig, dass es erst 50 Jahre nach seinem Tod gelang, sie ohne Vereinfachungen nachzuspielen.
* 12 Sonatas für Violine und Gitarre.
* 6 Quartette für Violine, Viola, Cello und Gitarre.


Paganini hat weit mehr Stücke geschrieben, als allgemein bekannt ist. Neben seinen Stücken für Sologeige und Orchester, in denen er seine Gabe zur Schau stellt, hat er unzählige Sonaten und Quartette geschrieben, die einen ganz neuen, fast liebevollen Paganini zeigen, der musikalisch weit über die 24 Capricci hinauswächst.


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Nicolo Paganini aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


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