Musiklexikon

  

Julian Bream

Julian Bream (* 15. Juli 1933 in London) ist ein britischer Gitarrist und Lautenspieler.

Bream wuchs in einer sehr musikalischen Familie auf. Sein Vater spielte Jazzgitarre, und der junge Bream war beeindruckt, als er Musik von Django Reinhardt hörte. Er wurde angeregt, Klavier, aber auch Gitarre zu lernen. An seinem 11. Geburtstag erhielt Bream von seinem Vater eine klassische Gitarre geschenkt. Er gewann mit 12 Jahren einen Juniorenwettbewerb auf dem Klavier, was ihm ermöglichte, Klavier und Cello an der Königlichen Hochschule für Musik zu studieren. Sein erstes Konzert mit der Gitarre gab er 13jährig 1947 in Cheltenham.

Sein Debut gab er 1951 in der Wigmore Hall in London. Nach dem Militärdienst nahm er seine berufliche Karriere wieder auf und gab für einige Jahre Konzerte auf der ganzen Welt. Zum Programm gehörte eine jährliche Tournee durch die USA und durch Europa.

Er veranstaltete 1952 einen Liederabend auf der Laute in der Wigmore Hall und hat seitdem viel getan, um die Popularität dieses Instrumentes, und der Musik dafür, zu steigern. 1960 gründete er das Julian Bream Consort, in dem er Laute spielte. Das Interesse der Zuhörer für Musik der Elisabethanischen Zeit stieg darauf stark an.

Seine Themenabende waren sehr weitreichend. Er spielte Stücke aus dem 17. Jahrhundert, viele Werke von Bach die für Gitarre arrangiert wurden, aber auch populärere, spanische Stücke.

Viele Komponisten arbeiteten eng mit ihm zusammen und schrieben ihm Werke auf den Leib, darunter Malcolm Arnold, Benjamin Britten, Leo Brouwer, Peter Racine Fricker, Hans Werner Henze, Humphrey Searle, Toru Takemitsu, Michael Tippett und William Walton. Zum Beispiel ist Nocturnal, das John Dowlands Come Heavy Sleep weiterentwickelt, eines der bekanntesten Stücke für klassische Gitarre. Der Komponist Benjamin Britten hatte bei seiner Arbeit an Nocturnal immer Bream im Hinterkopf.

Durch seine zahlreichen Auftritte, Fernseh- und Radioübertragungen ist Bream eine Leitfigur für klassische Gitarrenmusik im 20. Jahrhundert geworden.

Eine ausführliche DVD erschien 2003 mit My Life In Music, die drei Stunden Interviews und Konzerte enthält. Graham Wade bezeichnete sie als "den feinsten Filmbeitrag zur klassischen Gitarre überhaupt".
[Bearbeiten]


Für Bream komponierte Stücke (chronologisch geordnet)

* Reginald Smith Brindle El Polifemo de Oro (1956)
* Lennox Berkeley Sonatina, op. 52, no. 1 (1957)
* Tristram Cary Sonata (1959)
* Benjamin Britten Nocturnal after John Dowland, op. 70 (1963)
* Richard Rodney Bennett Impromptus (1968)
* Tom Eastwood Ballade-Phantasy (1968)
* Peter Racine Fricker Paseo (1969)
* Reginald Smith Brindle Variants on two themes of J. S. Bach (1970)
* Malcolm Arnold Fantasy, op. 107 (1971)
* Alan Rawsthorne Elegy (1971)
* William Walton Five Bagatelles (1972)
* Hans Werner Henze Royal Winter Music (first sonata, 1976)
* Giles Swayne Suite (1976)
* Peter Maxwell Davies Hill Runes (1981)
* Michael Berkeley Sonata in One Movement (1982)
* Toru Takemitsu All in Twilight (1987)
* Leo Brouwer Sonata (1990)


Quelle: Internet - Wikipedia

zurück zur Übersicht >Gitarristen<




Toskana Kreativ Reiseangebote

Workshops in der Toskana

  · Gitarre

  · Gitarre & Gesang

Musiklexikon

Online Gitarrenschule

· Einsteigerworkshops

· Spieltechnik

· Musiktheorie

· Klassische Gitarre

:: Epochen

::: Renaissance

::: Barock

::: Klassik

::: Romantik

::: Moderne

     Kulturgeschichte

     Musikgeschichte

     Gitarrenmusik

     Instrumentenkunde

:: Komponisten

:: Repertoir

:: Interpreten

· Folk

· Pop & Rock

· Blues & Jazz

Gitarrengriffe

Forum

Newsletter

terra musica Desktopbilder

Kontakt



slow internet Webdesign Internet Promotion