|

Dynamik
Das wichtigste musikalische Gestaltungsmittel ist die Dynamik. Je mehr Abstufungen von so leise wie möglich bis so laut wie möglich Ihr beherrscht, desto besser. Aber fangen wir klein an
Versucht zunächst drei verschiedenen Lautstärkestufen zu beherrschen:
= piano = leise
= mezzo forte = mittel laut, normal
= forte = laut (so laut ihr könnt)
Erinnert euch: Eine großes Bewegung (Drehung der Schulter etwa wie beim Hammern) führt zu einem lauten, knackigen Ton. Eine kleine Bewegung (Drehung des Unterarms wie beim Heizung aufdrehen) erzeugt leisere Töne.
Lautstärkeverläufe
1.Cerescendo = lauter werden
wenn Ihr es schafft, ein gleichmäßiges Tempo zu halten und dabei immer lauter zu werden, könnt ihr schon nur mit den Leersaiten eine große musikalische Wirkung erzielen und Spannung erzeugen.
2.Decrescendo = leiser werden
Das kennt jeder als fade out, der Schluss von 1001 Popsongs. Versucht ein perfektes fade out hinzukriegen, indem Ihr eine gleichmäßige Bewegung aus Abschlägen immer kleiner werden lasst, bis eure Finger zarte Schmetterlingsflügel werden und die Saiten so sanft wie möglich streicheln. Nur noch ein vages Zirpen ist zu vernehmen - hört schließlich einen Moment lang in die Stille
Sucht die Pausen in der Musik, sie sind oft die schönsten musikalischen Momente!
Akzente
Eine andere bedeutende Art Dynamik einzusetzen, ist das plötzliche, sprunghafte Wechseln von einer Dynamikstufe zur anderen.
1. schwer- leicht
Erzeugt eine gleichmäßige Bewegung aus Abschlägen, und pendelt beständig zwischen laut und leise, großer Bewegung kleiner Bewegung, schwer und leicht.
Notenschrift: = Akzent
2. Dreiertakt
schwer leicht leicht, laut leise leise. Das ist der typische Wiegerhythmus, den wir von Wiegenliedern und Walzern kennen.
3. Swing Pop Blues
In nahezu allen modernen Musikrichtungen verschiebt man sehr oft die Akzente auf den 2. und 4. Schlag eines 4/4 Taktes. Charakteristisch ist auf diesen Zählzeiten die Snaredrum (hohe Trommel) des Schlagzeugs zu hören. Hier schnippt Elvis bei Fever
Übungen auf den Leersaiten
Dämpft zunächst die Saiten eurer Gitarre z.B. mit einem Tuch, und benutzt sie als Schlaginstrument.
Legt eure Lieblingsmusik auf und versucht die einzelnen rhythmischen Elemente zu hören und mit zu klopfen, bzw. mitzuspielen.
Findet zuerst das Metrum, den gleichmäßigen Puls, dann spielt das Metrum in Abschlägen mit.
Spielt verschiedene Taktarten, indem Ihr das Metrum in betonte und unbetonte Anschläge unterteilt.
Spielt alle Notenbeispiele mit Abschlägen durch und stellt dabei das Metronom auf folgende Geschwindigkeiten ein:
MM = 45/ 60/ 80
Achtet darauf die Klangfarben immer wieder zu variieren (z.B. am Steg, am Schalloch anschlagen)

|